Apfelstoff-Nilpferd-Shirt
Wer im letzten Blogeintrag genau hingeschaut hat, konnte ein nigelnagelneues Shirt am Kinde entdecken, dass am Wochenende von der Nadel gehüpft ist. Genäht wurde wieder nach dem Ottobre Creativ Workshop 301, denn das sitzt und passt einfach gut.
Bei Stoffen von Frau Hamburger Liebe werde ich tatsächlich schwach und verlasse den Weg jenseits des Mainstreams, für den ich erst kürzlich gelobt worden bin. Überhaupt ist es endlich mal wieder an der Zeit DANKE für eure lieben Kommentare zu sagen. Ich freue mich über jeden Blogleser, der sich die Zeit nimmt etwas nettes hier zu hinterlassen, ohne dass ich von den Nur-mal-schnell-Vorbeischauenden enttäuscht wäre, da ich selber gut einschätzen kann, dass das (frei)Zeit(fenster) zu langen Kommentaren nicht immer ausreicht. Früher oder später liest man sich aber bestimmt. 🙂



Da wir hier ja unter uns sind, kann ich euch auch verraten, dass natürlich eigentlich ein vollständiges Apfelstoffshirt geplant war und ich dafür beim Stoffkauf auch genügend geordert hatte. Ein zu großer Teil ist davon aber dem Längsgeteilt Disaster zum Opfer gefallen. Obwohl diese Variante blog-auf-und-ab genäht wird, hab ich es irgendwie nicht hinbekommen und den Stückelkram entnervt in die Ecke geworfen. Die Reste vom hier gekauften Nilferd-Jersey haben das neue Shirt dann doch noch gerettet und das Kind kann doch noch Äpfel von der Küste tragen
Nun bleibt nur noch das Problem, dass die kleine Dame sich kaum für das tolle Obst interessiert, sondern immer ihre geliebten Nilpferde sehen und zeigen will. *Grmpf* So bleibt das Kind wenigstens in Bewegung, denn die letzten Tage hat sie eine Mittelohrentzündung doch recht träge und kuschelbedürftig gemacht.


Ballarinaschuhe im Wimpelstil von Klimperklein
Amberlight hat bei der Blogverlosung bei Klimperklein etwas ganz wundervolles gewonnen: Ballarinaschuhe mit selbstausgesuchten Design, wobei ich mir als Reminiszenz an die Wimpelaktion kleine Wimpelchen gewünscht habe. Sind diese Schuhe nicht wunderschön?
Das Tochterkind hüpfte schon auf der Treppe fröhlich mit dem großen Umschlag, der gegen das Licht gehalten wurde und deutlich ein paar Schuhe zeigte. Sofort wurde ein “meine Schuhe … anziehen” eingefordert und die Freude über ihre Wimpelchen war wirklich groß. “Mit Wimpeln” wurde danach stolz verkündet und sie passen ganz prima und sicherlich auch eine ganze Weile. Die Größe ist also perfekt. DANKE liebe Klimperklein.


Tischset
Tischsets habe ich noch nie genäht, da mir die Briefecken ein noch nicht überwundenes Nähmysterium zu sein schienen. In der Stichhatte ich aber ein Platzset gesehen, dass mich genug inspirierte. Ein Geburtstagsgeschenk wurde ohnehin gebraucht und der Kreisnäherkonnte dafür auch wieder zum Einsatz kommen. Ich mag das Ding. Vom MyZickzackkam der Hinweis, dass man damit ja auch wie bei Applikationen mit der Stickmaschine Stoffe applizieren kann, was ich nun endlich mal ausprobiert habe.


Die Briefecken schienen nach dieser Video-Anleitung auch kein Hindernis mehr zu sein, den dort sieht das alles so schlüssig und einfach aus. Theoretisch …. in der Praxis kamen bei mir vollkommen unvorzeigbare Ecken vor, obwohl es beim bügeln noch so gut aussah. Selbst das spontane drübernähen, hat es nicht besser gemacht. Die Briefeckenumrandung wurde deshalb – trotz heftiger Einwände des Mannes – wieder abgeschnitten und auf die Wendevariante zurückgeriffen. Das untere Platzset ist deshalb deutlich kleiner geworden, als ursprünglich geplant, wie man den Kreisen sehr gut sehen kann. Vielleicht sollte ich mir für das nächste Mal das Bindung von 19nullsieben erklären lassen, denn das hätte bestimmt auch noch wesentlich besser ausgesehen. Oder die Dresdner Nähdamen zeigen mir am Freitag wie das geht …
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| kurz vorm abschneiden und dann ging’s mit diesen Ecken ab in die Tonne …. |

Die Beschenkte hat sich wohl trotzdem gefreut und wenn ich Glück habe, schaut man nicht so sehr auf die Randgestaltung, sondern auf die Kreise, denn die sind wirklich fein. Dabei habe ich gleich die ersten Stoffe von Kaffiknopfs Goodbye Sommer Scrap Swap verarbeitet. Leider konnte ich bei der Übergabe nicht mit dabei sein, da mich die Schnupfenviren des Kindes voll im Griff hatten haben. Wenigstens bei der Verpackung mit dem letzten Rest des selbstbedruckten Geschenkpapiers habe ich mich an den Briefecken nochmal versucht.

Schildkröten-Webband von Cocoschock
Beim Stoffkauf habe ich momentan eigentlich recht gut im Griff, denn der Vorrat ist zu sehr gut gefühlt und in wenigen Wochen lockt ein Lagerverkauf und natürlich der Holländische Stoffmarkt direkt in meiner Stadt. Aber bei Webband konnte ich mich dann doch nicht zurückhalten und habe bei Cocoschock von Madame Jordan zugeschlagen. Schildkröten auf Petrol mit Löwenzahn ist doch eine tolle Kombination, oder?

Küchenschürze vom Mann genäht
Haltet euch fest ihr BlogleserINnen, mein Mann näht! Von der Oma, einer bewundernswerten Frau, in Kindheitstagen gelernt, habe ich manchmal das Gefühl, dass er von Fadenspannung & Co mehr Ahnung hat als ich mit meinem autodidaktisch erworbenen Halbwissen. Meistens widmet er sich jedoch lieber dem Innenleben der Maschinen und hat so ziemlich alle betagten Veritas-Nähmaschinen im Familienkreis auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt.
Auch ich habe auf der Veriats der Eltern angefangen, die aber schon beim Zickzackstich versagte. Als schon längst meine Luxus-Maschine eingezogen war, konnte der Mann es nicht lassen, das ungeliebte Gerät wieder zum laufen zu bringen, was er auch geschafft hat. Nun hat er “seine” Nähmaschine und ich meine. Bei ihm kommt die Nählust allerdings nur einmal im Jahr durch und seltsamerweise immer nur bei Küchenschürzen. Die beiden Maschinen beim trauten gemeinsamen nähen, war schon ein sehr ungewohnter Anblick. Ich habe mich gefreut, dass ich in der Zwischenzeit den Kreisnäher in Aktion versetzen konnte.

Wie bereits vor einem Jahr
hat er auch diesmal wieder das gleiche Modell genäht und ich durfte nur
zuschneiden und besticken. Da es so gut passt, ist es wieder das Gemüse
von Mymaki (Kunterbunt-Design) auf der Taschen gelandet.
Seine Nähte sind doch beeindruckend akurat, oder? Der Sonderwunsch der Oma, dass das Bindeband durch einen Tunnel laufen soll und so die Halsschlaufe verstellbar bleibt, hat er auch perfekt gelöst.
Die Oma – die allerdings
nicht identisch mit der Nählehrerin ist – hat sich jedenfalls sehr gefreut. Das
Kindelein hat gleich die Reißfestigkeit des echten Blaudruckstoffes
geprüft, den die Oma mit dem Wunsch “ich will aber daraus eine Küchenschürze” rausgerückt hat. Seit ich weiß, wie mühsam er hergestellt wird, habe ich vor diesem Stoff großen Respekt.



