Rezension: Rhabarber – Raffinierte Rezepte für Süßes und Herzhaftes

30. April 2020 | Anzeige, grüner Lesestoff, Kochbücher, Rezensionen | 1 Kommentar

Für die Neuerscheinung “Rhabarber – Raffinierte Rezepte für Süßes und Herzhaftes“* hätte es wohl keinen besseren Zeitpunkt für die Buchvorstellung hier geben können, denn zumindest in meinem Garten ist dieses Riesengemüse jetzt gerade erntebereit. Drei Pflanzen haben wir beim Gartenstart von den Nachbarn bekommen und direkt neben unseren besonderen Apfelbaum gepflanzt. Wahrscheinlich führt der Lehmboden dazu, dass er wahnsinnig gut und zeitig wächst, während selbst bei den direkten Gartennachbarn noch ganz dünne Stengel zu sehen sind. In den letzten Jahren bestanden meine Küchenrezeptideen mit wenigen Ausnahmen aus kleinschneiden, Zucker drauf und einmal aufkochen lassen. Daher ist dieses Buch perfekt für mich, auch wenn sich in schlechten Jahren beim Genuss manchmal leider die Nieren beschweren. In letzter Zeit war ich da aber beschwerdefrei und kann das Gemüse problemlos genießen.

Abbildung von LV.Buch

Der überraschend junge Autor Søren Staun Petersen hat nach den Herstellerangaben mit 21 Jahren sein Interesse für saisonales Obst und Gemüse entdeckt, dass er auf seinem dänischen Rezeptblog www.chefsseason.dk auslebt. Beruflich arbeitet er als Werbefotograf, was man dem Buch und vor allem den Aufnahmen darin natürlich auch anmerkt. Das Cover sieht so schick aus, dass das Buch derzeit meine Küche schmückt. Immerhin hat für den fachlichen Rhabarberteil ein ökologischer Rhabarber-Landwirt einen Gastbeitrag geschrieben, der sich in der Mitte des Buches befindet. Daraus konnte auch ich noch etwas lernen und finde es nun ein bisschen schade, dass ich gar nicht weiß, was für eine Rhabarbersorte wir da eigentlich in unserem Garten haben.

Abbildung von LV.Buch

Drumherum gruppieren sich die Rezeptkapitel Herzhaftes, Süsses, Kompott, Chutney & Relish und Getränke. So bekommt man 35 Rezeptvorschläge mehr als das übliche Kompott mit zwei Zutaten, wobei es pro Rubrik dann doch nur 6-8 Rezeptvarianten sind. Wie so oft in Kochbüchern wird dabei einer ganzseitigen (durchgestylten) Aufnahme die Textseite gegenübergestellt. Ein bisschen stört mich dabei, dass man es selbst so perfekt, wie bei den angeordneten gleichförmigen Rhabarberstangen der Tarte nicht hinbekommen wird. Auf dem Textteil folgt den Zutatenangaben nur noch ein Erklärungsteil. Damit sind die Seiten genauso clean gestaltet, wie die Bilder. Keine Schwierigkeitsgrade, keine Kalorienangaben und auch keine Zubereitungszeiten.

Abbildung von LV.Buch

Die Rezepte sind wie die Kotletts im Quinoabett oder Frühlingsbaiser mit Skyr-Creme und die berühmten Overnight Oats alle ein bisschen hipp und keine normale Hausmannskost. Während einige Rezepte wohltuend kurze Zutatenlisten haben oder gleich nur aus aus Rhabarber bestehen, wie die Ofenchips, gibt es bei anderen Rezepten wieder Angaben wie Spargelbrokokoli (was ist das? Spargel oder Brokokkoli oder eine merkwürdige Synthese daraus) oder Edamemebohnen. Bei beiden Dingen musste ich erst die Suchmaschine bemühen, um herauszufinden, dass es diese Dinge wirklich gibt und es nicht etwa ein Übersetzungsfehler ist. Was ich aber am wenigsten nachvollziehen kann, ist das häufige “evtl. 1 TL Natriumbenzoat”. Auch danach musste ich recherchieren und frage mich nun noch mehr, warum es in diesem Kochbuch überhaupt mit angegeben wird.

Abbildung von LV.Buch

Dennoch hat dieses Buch ein Novum geschafft, denn ich habe tatsächlich am Rezensionstag daraus ein Rezept ausprobiert und mich sowie die Familie mit einem Rhabarber-Crumble begeistert. Auch ohne den Sesamzucker und das Minzdressing, für das mir jeweils die Zutaten fehlten, war es super lecker. Kuchen ohne Boden mag ich schon immer.

Habt ihr auch Rhabarber im Garten?

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1 Kommentar

  1. Klingt interessant dieses Buch.Rhabarber mag ich eh sehr gern.
    ( ach ja und bitte mal die Anzahl erhöhen bei mir )
    LG Silvi

    Antworten

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