Tacheles

1. Februar 2014 | Anzeige, Reklame | 12 Kommentare

Beim Thema Werbung auf amberlight-label bemühe ich mich von Anfang an um größtmögliche Transparenz und lasse bei der Auswahl meiner Werbepartner mein Bauchgefühl entscheiden. Der Bücherriese* bereitet mir zwar dank dem Freundeskreis immer mal wieder etwas Bauchgrummeln, aber meine Schmerzgrenze ist dabei (noch) nicht erreicht.

Die hat nun aber eine perfide Werbekampagne eines von mir bisher sehr geschätzten Partners erreicht, der mich damit maßlos enttäuscht. Dabei wurde mit den Ängsten stillender Mütter gespielt und probagiert, dass Muttermilch aufgrund der Umweltbelastung so schlecht sein könnte, dass ein Risiko für das eigene Kind besteht. Erst ein sehr versteckter Hinweis deutete daraufhin, dass es sich dabei “nur” um einen Werbefake handelt, die dazu führen sollte, dass der Kunde Biokinderkleidung kauft. So etwas geht gar nicht!

Im schlimmsten Falle sind die Werbestrategen dieser Firma nun daran schuld, dass junge, stillunerfahrene Mütter, die alles richtig machen wollen, zu Pulvermilch greifen und damit in den Strudel des Abstillens geraten.  Da schlechte Werbung leider immer noch gute Werbung und der virtuelle Sturm der Entrüstung schon groß genug ist, verlinke ich diesen Anbieter bewusst nicht in diesem Blogeintrag, beende aber meine Zusammenarbeit. Ein Unternehmen, dem es mit einem bio-fair-guten-Imageziel doch nur um Profit um jeden Preis geht, hat auf meinem Blog nichts mehr zu suchen.

Das musste gesagt sein!

amberlight-label

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

12 Kommentare

  1. Traurig, was doch immer wieder so ans Tageslicht kommt. Dabei ist man eigentlich schon so viel gewöhnt, dass man denkt, es könnte gar nicht perfider werden… Allerdings fände ich es im Sinne der Information dennoch sehr gut, wenn du den betreffenden Anbieter nennen – wenn auch nciht verlinken – würdest. Schließlich kann ruhig jeder wissen, bei wem er kaufen oder in diesem Fall eben nichts kaufen sollte.
    Liebe Grüße von Regina

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    • Dann befragt mal google nach dem Stichwort "Biomuttermilch", da werdet ihr schnell fündig, auch wenn die eigentlich Seite inzwischen vom Netz genommen wurde …. statt einem klaren Erklärungsversuch hat das Unternehmen dann auch noch versucht mit gefakten Mail-Antworten an die Partner die ganze Angelegenheit runterzuspielen und so zu tun, als wenn die Idee doch ganz witzig gewesen wäre und zum "nachdenken" anregt …

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  2. Daumen hoch dafür….ich finde deine Entscheidung richtig…habe es auch mit gekommen und bin mehr als enttäuscht.

    Glg Steffi

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  3. Recht so!

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  4. mich würde interessieren, um welchen händler es da geht, denn in österreich gibts diese werbung nicht oder ich hab´s noch nicht mitbekommen? denn sowas geht ja gar nicht!
    liebe grüße, selina

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  5. Bravo! Du hast in meinen Augen richtig entschieden!
    Ein no-go von kindsstoffe. (So, nun isses raus!)
    LG von Jessica

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    • Danke für die Namensnennung – warum sollte man die auch noch schützen?

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  6. Hi,

    Danke für diesen Beitrag. Gut das du dich dazu äußerst, denn als ich erfahren habe wer dahinter steckt, habe ich sofort an dich und deinen Werbebeitrag gedacht. Danke!

    Antworten
  7. Ich finde es gut das du so konsequent bist. Hätte das auch nicht anders gehandhabt wenn ich an deiner Stelle gewesen wäre. Manchmal ist man echt erschrocken über das Handeln Anderer.

    Trotz dieser Enttäuschung wünsche ich dir ein schönes Wochenende
    Christiane

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  8. Das wird für die betreffende Firma ja wohl ziemlich nach hinten los gehen.
    Wie kann man auch so eine Aktion für gute Werbung halten!
    LG, Micha

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  9. WTF?!?!?! Danke für den Hinweis!

    Ich hab sie eben dazu aufgefordert, sich zum Thema zu äußern – allerdings wird mein Geld nach DEM Ding, was sie sich da geleistet haben, bestimmt nicht auf ihr Konto fließen. Ich wollte nämlich eigentlich mal was dort bestellen, nachdem ich sie über dich entdeckt hatte… Sobald dieser Kommentar abgeschickt ist, werde ich jedoch meinen Account bei ihnen löschen. Geht ja gar nicht, so ne Aktion!

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  10. Richtig gehandelt!
    So mit der Angst von Müttern zu spielen geht gar nicht. Verunsichert wird ja eh schon genug. Aber von solch einem Unternehmen?!

    LG Jasmin

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Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.


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