Holzspielzeug: Grimm’s Regenbogen

9. Januar 2015 | Plastikfrei, Spielzeug, unbezahlte Werbung, Weihnachtliches | 6 Kommentare

Freitag freut mich, dass wir es auch dieses Weihnachtsfest geschafft haben, die Geschenke der Kinder weitesgehend plastikfrei zu halten und bislang in unserem Kinderzimmer weder Duplo* noch Lego* vorkommen. Dafür ist der wunderbare, ganz große Regenbogen* von Grimms Spiel und Holz Design bei uns eingezogen, den sich der kleine Mann (mit meiner Unterstützung) von den Großeltern gewünscht hat.

Eine Großelternseite hatte dabei durchaus Bedenken, ob man mit solchen schnöden Holzreifen überhaupt etwas anfangen könnte und stand dem (Mama)Wunsch eher skeptisch gegenüber. Daher bin ich nun um so glücklicher, dass die zwölf handgearbeiteten und farbig lasierten Bögen aus Lindenholz tatsächlich bespielt werden. Der Sohnemann braucht für ein wirklich konstruktives Spiel zwar sicherlich noch etwas, aber das Tochterkind, die eigentlich schon nicht mehr so ganz zur Zielgruppe gehört, hat mich dafür um so mehr verblüfft.

Mit ihren in wenigen Wochen fünf Jahren entwirft sie fantastische Gebilde mit den Reifen* und kann sich viel länger in dieses Spiel vertiefen, als mit vielen anderen ihrer eigenen Sachen.

Der Sohnemann – dem Weihnachtsmann einen ganz kuschelweichen, blauen 
Finkid Hoodie* gebracht hat – ist eher noch im Werfmodus, spielt aber mit, wenn er seine Ostheimer Figuren* in die Gebilde stapeln kann. Auch davon gab es dank der Uroma nun neben der Bäuerin auch endlich einen Papa und zwei Kinder.

Etwas bedenklich fand ich, dass das Tochterkind die Mama und Papa-Figuren räumlich doch sehr getrennt plaziert hat, was in der Weihnachszeit – auf unsere Familiensituation bezogen – ja stimmte. Inzwischen ist der Mann an meiner Seite aber ebenso wieder zu Hause, wie die Uroma. Das ist heute die größte Freude, auch wenn ihre Tage weiterhin gezählt sind.

Standen auf den Wunschzetteln eurer Kinder auch Geschenke, von denen die großelterlichen Weihnachtsmänner und – frauen erst überzeugt werden mussten?

Verlinkt beim Freutag und bei den Geschenkideen für Kinder.

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Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

6 Kommentare

  1. Den großen Regenbogen wünsche ich mir auch noch fürs Kind. Aber zu Weihnachten gab es andere schöne Geschenke. Eine Holzbank um am niedrigen Tisch sitzen zu können und eigene Besen. Die großen sind sehr faszinierend, doch eher unhandlich 😉
    Ostheimer Tiere vermehren sich hier immer mehr, in Opas Taschen steckt immer mal eins…
    Von unseren Materialvorstellungen für neues Spielzeug muss zum Glück niemand wirklich überzeugt werden und es schlummern auf den großelterlichen Dachböden noch Schätze aus unserer Kindheit.
    Liebe Grüße Stefanie

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  2. Oh der Regenbogen, der steht hier auch auf der Wunschliste für kommende Geschenke.
    Beim Wunschgeschenk für den Zwerg, er bekam einen Spielebogen aus Holz von den Großeltern, musste ich nur Überzeugungsarbeit darin leisten, das wir ihn aus Holz haben wollen. Ich muss bestimmt noch mehr Überzeugungsarbeit leisten, denn so richtig wird unser weitestgehenste Verzicht auf Plastik noch nicht verstanden.
    Ostheimer Tiere gibt es hier mittlerweile übrigens auch. Ich sammle schon fleißig für den Zwerg und kaufe immer eins, wenn es bei dm ein Neues gibt. 🙂

    LG Bianca

    Antworten
  3. Tolle Gebilde hat das Tochterkind da gebaut.Solche Spielsachen, die nicht allzuviel vorgeben, sind immer die besten, weil man dann selbst auf Ideen kommen darf. Einen kleinen Tipp habe ich mal noch: http://www.holzbildschmiede.de/. Puzzle aus Holz, handgemacht in Pirna und mit zauberhaften (teils regionalen) Motiven.
    Viele Grüße,
    Malou

    Antworten
    • Die Entdeckung aus Pirna gefällt mir richtig gut – danke für den Tipp!

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  4. Diese regenbogenfarbenen Holzspielsachen sind wunderschön! Ich bin auch ein großer Fan von Dingen, die weniger vorgeben und aus denen kind alles machen kann (Tücher, Naturmaterial…). Andererseits wünsche ich mir auch für deine Kinder, dass du deine Grenze beim Spielzeugmaterial etwas erweiterst und sie in den Genuss von den wirklich wunderbaren Legosteinen kommen dürfen, wenn sie alt genug dafür sind (und Barbies, wenn sie es sich wirklich wünschen;-) ). Ansonsten finde ich den Ansatz, weniger Plastik zu nutzen und zu produzieren, absolut lobens- und bewundernswert, vor allem, weil das heutzutage sehr mühsam ist! Leider hat auch mein Lieblingskosmetikladen (Bodyshop) kaum noch Glasbehältnisse im Angebot. Aber ich freu mich schon auf den verpackungslosen Laden!!! So nachteilig die Unmengen an Kunststoff auch sind – irgendwie ist es doch auch eine Errungenschaft und vieles wäre ohne das nicht denkbar (Unterhaltungselektronik, Autoteile…) oder es hat weitaus giftigere Dinge ersetzt (Asbest, Bleirohre, Amalgamzahnfüllungen). Ich denke, es ist wie mit den neuen Medien, Fast Food, Coffee Shops uvm.: Ich schätze beides als Errungenschaft, aber man muss genau hinsehen und alles mit Bedacht und Augenmaß nutzen. Komplett verteufeln ist immer schwierig. Und die "goldene Mitte" zu finden ist bei allen Dingen der schwerste Weg, wie ich finde.
    Viel Spaß beim Regenbogenbauen (die Bauwerke sind echt genial und ich kann kaum glauben, wie die eigentlich halten! Das widerspricht ja komplett der Schwerkraft *ggg*), viel Erfolg auf eurem weiteren Weg und liebe Grüße!
    Regina

    Antworten
    • So wunderbar finde ich eben weder die Plastiksteine, noch die Weichmacher-belastete-Barbie, aber um dich zu beruhigen, gibt es bislang auch gar keinen Wunsch der Kinder nach beiden Dingen und zumindest bei den Plastikbausteinen haben sie ja Kontakt im Kindergarten und auch bei den Großeltern, was wir beides akzeptieren können. Wenn bei den Kindern dann irgendwann diese Dinge auf den Wunschzetteln landen sollte, müssen wir tatsächlich neu entscheiden, ob wir die "Grenze erweitern" oder ob wir mit dem Kind ordentlich darüber reden und unsere Gründe erklären. Bei Bärchenwurst aus Fleischabfällen und Minijoghurts aus Plastikdöschen hat die Erklärungsvariante immerhin prima funktioniert … 🙂

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