Küchenschürze vom Mann genäht

11. Februar 2012 | beSTICKtes, geNÄHtes, Küchendinge, Küchenschürze, unbezahlte Werbung, Verschenktes | 15 Kommentare

Haltet euch fest ihr BlogleserINnen, mein Mann näht! Von der Oma, einer bewundernswerten Frau, in Kindheitstagen gelernt, habe ich manchmal das Gefühl, dass er von Fadenspannung & Co mehr Ahnung hat als ich mit meinem autodidaktisch erworbenen Halbwissen. Meistens widmet er sich jedoch lieber dem Innenleben der Maschinen und hat so ziemlich alle betagten Veritas-Nähmaschinen im Familienkreis auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt.

Auch ich habe auf der Veriats der Eltern angefangen, die aber schon beim Zickzackstich versagte. Als schon längst meine Luxus-Maschine eingezogen war, konnte der Mann es nicht lassen, das ungeliebte Gerät wieder zum laufen zu bringen, was er auch geschafft hat. Nun hat er “seine” Nähmaschine und ich meine. Bei ihm kommt die Nählust allerdings nur einmal im Jahr durch und seltsamerweise immer nur bei Küchenschürzen. Die beiden Maschinen beim trauten gemeinsamen nähen, war schon ein sehr ungewohnter Anblick. Ich habe mich gefreut, dass ich in der Zwischenzeit den Kreisnäher in Aktion versetzen konnte.

 

Wie bereits vor einem Jahr
hat er auch diesmal wieder das gleiche Modell genäht und ich durfte nur
zuschneiden und besticken. Da es so gut passt, ist es wieder das Gemüse
von Mymaki (Kunterbunt-Design) auf der Taschen gelandet.
Seine Nähte sind doch beeindruckend akurat, oder? Der Sonderwunsch der Oma, dass das Bindeband durch einen Tunnel laufen soll und so die Halsschlaufe verstellbar bleibt, hat er auch perfekt gelöst.

 

Die Oma – die allerdings
nicht identisch mit der Nählehrerin ist – hat sich jedenfalls sehr gefreut. Das
Kindelein hat gleich die Reißfestigkeit des echten Blaudruckstoffes
geprüft, den die Oma mit dem Wunsch “ich will aber daraus eine Küchenschürze” rausgerückt hat. Seit ich weiß, wie mühsam er hergestellt wird, habe ich vor diesem Stoff großen Respekt.

amberlight-label

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

15 Kommentare

  1. Cool! Ein Mann an der Nähma! Und die Schürze ist klasse, das mit dem Stoff muss ich mir nachher in Ruhe mal durchlesen.

    Liebe Grüße,
    Sarah

    Antworten
  2. Herrlich 🙂

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  3. Herrlich-aber meinen würd ich nicht ranlassen-da muss er sich eher ne eigene Kaufen :o) Die gefahr ist zuuuuu Groß ;o)
    LG, Antje

    Antworten
    • Er dürfte zwar auch an die "große Maschine", aber er besteht ja darauf nur an seiner reparierten Veritas-Maschine zu nähen …

      Antworten
    • Könnte mein Mann sein 😉

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  4. Findsch cool, so´n nähender Ehemann, vor allem wenn das Teil so toll geworden ist wie Eure Schürze Ja ja und Blaudruck ist schon wirklich bissel Luxus.
    LG Silvi

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  5. Toll gemacht! Und die Idee mit dem Tunnel muss ich mir merken, denn die viel zu langen Halsbändel stören mich schon immer bei Schürzen. Nur, warum näht dein Mann auf SEINE Schürze DEIN Label? Vielleicht braucht er ja mal eigene? 😉 Ganz liebe Grüße! Regina

    Antworten
    • Ich würde ihm ja sofort eigene Labels schenken, aber ich glaube, er würde sich nicht wirklich darüber freuen. Die Oma findet das Labelchen hingegen schick und ein bisschen professioneller als es eigentlich ist, sieht's ja damit auch aus. Deshalb ist es drauf gekommen, auch wenn ich nur gestickt – und immerhin – zugeschnitten habe …

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  6. Ahh, jetzt hab ich das mit dem Tunnelzuch verstanden! Mensch, auf die Idee hätt ich ja auch mal kommen können *hmpf*
    Ein nähender Ehemann! Was will man mehr? (Okay, ich bräucht überhaupt er mal das etwas hinter dem Wort Ehe, ehe ich was Nähendes haben könnte, aber na gut, man wird ja noch mal träumen dürfen *g*)

    Antworten
    • Gut, oder? Von der Oma mal eben so im Nebensatz dahin gesagt und eigentlich eine richtig gute Idee, auf die man nur kommen muss. So ein Mann an der Seite muss schon sorgsam ausgewählt werden und für beide passen, wie das – glücklicherweise – bei uns der Fall ist. Die männlichen Exemplare die Kochen, Backen, Nähen und nachts das Kind eher hören, als die Mutter werden aber recht rar sein. Sonst kann Frau doch auch ganz gut alleine …

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    • Hei, das zeigt mal wieder, dass man als Kinder vieles ausprobiern muss – und Omas haben offensichtlich Geduld. Bei meinem Bruder und mir war das ähnlich, wir durften uns, unter Anleitung, auf Omas alter Singernähmaschine austoben. Mein Bruder, er hat einen richtigen "Männerberuf" kann sticken und nähen. Als Überraschung für seine Frau näht er ihr mal so nebenbei eine Rock (ohne Schnittmuster – da kommt der Techniker durch) etc. und verblüfft uns alle immer wieder.
      Als, ein Hoch auf die handarbeitenden Männer!
      Sofi

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    • Ja bei sorgsam auswählen sachste was … momentan ist die Auswahl eher klein (um nicht zu sagen bei NULL :-)), aber wat soll es, so kann ich meine kinderfreien Tage jetzt erst recht genießen 🙂

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  7. Ui, da staune ich aber! Wie toll!!
    Die Stickerein sind ja auch wirklich lustig, für eine Küchenschüze! Klasse!
    Herzlichen Gruß
    von
    Mara Zeitspieler

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  8. tolle schürze!

    Antworten
  9. Dein Ehemann ist nicht nur beim Nähen pedantisch. Mir gefällt ja so eine Eigenschaft, obwohl ich mit Nähen nicht viel am Hut habe.LG Schopka

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