#schlittenfahrtbruchpilot

11. Januar 2017 | Kindermund, o(ne)-l(ittle)-w(ord), unbezahlte Werbung | 3 Kommentare

So hatte ich mir das mit meinem Wort des Jahres eigentlich nicht vorgestellt, aber es bleibt tatsächlich dennoch ganz viel Dankbarkeit …

… für die Mutter des rasanten Schlittenfahrkindes, die sofort den Notarzt informierte und den Bruchpiloten mit mir auf dem Schlitten liegend bis zur Straße transportierte,

… für nur ein schwerverletztes Kind (und nicht zwei – wobei ich zugeben muss, dass ich mich zunächst zu wenig nach dem zweiten Bruchpiloten erkundigt habe),

… für die schnelle Hilfe der Retter mit Wagen und eingeflogenen Notarzt, für den Sohn, der selbst mit Knochenbruch noch genau zeigte, dass ihm “nur” der Oberschenkel weh tun würde und noch in der Notaufnahme seinen Überwachungsfinger als “wunderscherschönen Leuchtefinger” bezeichnete,

… für nur den Knochenbruch an reparabler Stelle und keine weiteren inneren und äußerlichen Verletzungen,

… dafür, dass ich selbst so ruhig bleiben konnte, dass die Frage aufkam, ob ich “vom Fach” sei,

… für die vielen Besuche im Krankenhaus und mein beim-Sohn-bleiben-können

… sowie einen geduldigen Silvesterverunglückten 12jährigen, der die “Armes Häschen bist du krank” gemischt mit  “Feliz navidad” Dauergesänge des Sohnes klaglos ertrug

… für die Zaubereien der minimal-invasiven Chirurgie, die wirklich nur zwei Pflaster links und rechts am Knie (und zwei Stäbe im Oberschenkel) zurückgelassen hat, für eine schnelle Entlassung, für einen Herzschokokuchen der Nachbarn als Empfang, ganz viel Besuch, Beschäftigungsgeschenke und einen Kinosofanachmittag, für einen einfach großartigen Kindergarten, dessen Gruppe ihn besucht hat, wobei jedes Kind ihm ein Bild gemalt hat.

Für die Kindermund-Sammlung gab es dabei auch endlich mal wieder etwas. Der Sohn verkündete: “Stimmt’s Mama, wenn wir zusammen kuscheln, verheiraten wir uns.” Meine Nachfrage, ob ich dann mit zwei Männern verheiratet sein dürfte, wurde abgelehnt – aber er hat einen Gegenvorschlag, denn der Papa darf dafür die Tochter heiraten. Der Klassiker. 😉 Außerdem berichtet er nun immer: “Ein Junge hat mir das Bein verrodelt.

Verlinkt bei Mittwochs mag ich.

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Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

3 Kommentare

  1. Bevor ich hier schreiben kann, muss ich mir erst einmal die Rührungstränen aus den Augen wischen. Ich freue mich sehr, dass das alles so glimpflich ausgegangen ist und ihr soviel Zuspruch von allen Seiten bekommen habt.

    Liebste Grüße
    Bine

    Antworten
  2. Wow, ich bewundere dich gerade ein bisschen dafür, wie gelassen und positiv du mit dieser Erfahrung umgehen kannst. Das ist stark. Und natürlich freue ich mich auch für deinen Sohn, dass es ihm anscheinend auch einigermaßen gut geht. Wie schön, dass er sich über seinen Leuchtefinger so freuen konnte!

    Liebe Grüße,
    Sabrina

    Antworten
    • Danke! So ganz kann ich das auch immer nicht erklären, aber je dramatischer es aussieht, um so ruhiger werde ich selbst, weil ich das Gefühl habe, dass in diesen Situationen das – vor allem meinen Kindern – am meisten hilft. Ein bisschen Halt geben und Überzeugung vermitteln, dass es wieder gut wird sowie erklären, was die nächsten Schritte sind, hilft wahrscheinlich wirklich mehr, als wenn auch noch die engste Bezugsperson panisch wird …. der Mann meinte übrigens zum Oberschenkelbruch: lieber mit 3 als mit 83 ….

      Antworten

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