Rezension: Gärtnern fürs Marmeladenglas

7. Juni 2018 | Anzeige, Gartenbücher, grüner Lesestoff, Kochbücher, Rezensionen | 2 Kommentare

Obwohl ich in diesem Jahr tatsächlich noch die Möglichkeit nutze, der Schwiegermutter die Gartenerzeugnisse in die Hand zu drücken, um später leckerste Marmeladen in Empfang nehmen zu dürfen, lockt mich die (spätere) eigene Marmeladenherstellung schon sehr. Bislang gab es bei uns höchstens Quittengelee und Holundererzeugnisse. Gut vorbereitet für etwas mehr Abwechslung bin ich nun mit “Gärtnern fürs Marmeladenglas*.

 

Abbildung vom Hauptverlag

Die britische Autorin Holly Farrell hat in dieses Buch gleich 50 Rezepte gepackt und verarbeite dabei nicht nur die Standardbeerensorten sondern immerhin 28 verschiedene Pflanzen. Nach der Einführung mit Tipps für Gartenfreunde und Marmeladenköche unterteilt sich der Inhalt in die drei Hauptkapitel “Aus dem Obstgarten”, “Aus dem Gemüsegarten” und (in falscher Schrifttype im Inhaltsverzeichnis gesetzt) “Aus dem Kräutergarten”. Beim Obst und Gemüse unterscheidet sie die Jahrenzeiten “Frühjahr und Sommer” sowie “Spätsommer und Herbst”. Die sechs Kräutergartenrezepte sind eher ein Zusatz.

Abbildung vom Hauptverlag

Das Buch schafft den Spagat zwischen Gartenratgeber und Rezeptesammlung, denn neben den Kochanleitungen gibt es jede Menge zu den Pflanzen im Garten. Die “Kultivierungsseiten” mit Hinweisen zu den besten Sorten, Pflanzung, Pflege und Ernte tauchen aber im Inhaltsverzeichnis nicht auf und können nur über das Register gefunden werden. Dafür sind die Rezepte aber oft überraschend und gehen weit über das hinaus, was ich beim Wort “Marmeladenglas” erwartet hätte.

Abbildung vom Hauptverlag

Von einem Stachelbeerkäse, Rhabarberketchup oder Zwiebelmarmelade hatte ich vorher noch nie gehört. Mein Plan ist daher tatsächlich, davon einiges auszuprobieren, denn die – hoffentlich schmeckenden – Ergebnisse wäre auch gleich feine Geschenke. Das jährliche Quittengelee wird ja dann doch irgendwann langweilig. Die Zutatenlisten sind in den meisten Fällen angenehm kurz. Relativ häufig wird allerdings ein Muscovadozucker verwendet, von dem ich bislang noch nie gehört hatte.

Abbildung vom Hauptverlag

Habt ihr Rezepte bzw. Obst- oder Gemüsesorten, die ihr jedes Jahr verarbeitet?

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Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

2 Kommentare

  1. Liebe Frau Amberlight,
    ich finde, dass Marmeladekochen eine absolut befriedigende Angelegenheit ist! Mit relativ wenig Aufwand bekommt man ein i.d.R. attaktives Ergebnis, mit dem man auch die Kinder beglücken kann. Unsere Favoriten sind "Sonnenmarmelade" aus einheimischen Aprikosen, die als Marmelade am besten schmecken; Holundergelee auf Apfelsaftgrundlage, Sauerkirschen mit Apfelraspeln als Konfitüre, gemischtes Beerengelee aus allen Beeren, die der Garten hergibt (oft reicht eine Sorte nicht für eine Kochung, dann friere ich erst mal ein und verkoche gemixt später)
    Ich benutze 3:1 Gelierzucker und nutze die Rezepte immer nur für die Idee der Zusammensetzung. Das ewige Rühren der Stachelbeeren wäre mir schon zu aufwändig – soll ja Spaß machen und nicht in Stress ausarten, dieses Marmeladekochen! 😉
    LG
    Valomea

    Antworten
  2. Marmeladen koche ich gerne, bin aber nicht mehr sehr experimentel. Ich möchte ja, dass sie vielen schmecken und nicht Schrankleichen werden. Favoriten sind Erdbeermarmelade (zB in Kombination mit Rhabarber und Zitronensaft/Limettensaft sehr lecker und gestern ausprobiert, Erdbeer-Minz Marmelade, aber auch mit Vanille verfeinert sehr lecker oder eben pur ein Klassiker). Wir alle mögen gerne Aprikosenmarmelade und auch Hollunderblütengelee. Im Herbst koche ich Gelee aus Hollunderbeeren und Apfelsaft und oft auch Quittengelee, da wir idR Quittensaft in rauen Mengen zur Verfügung haben. Wenn ich ausreichend finde gibt es auch Himbeermarmelade. Manchmal kombiniert mit Erdbeeren (die kann man ja einfrieren bis die Himbeeren reif sind) oder Johannisbeeren.
    Ich kenne nur Macobadozucker, einen Rohrzucker mit feinem Aroma. Aber die oben genannte Sorte sagt mir nichts. Ich nutze idR 3:1 oder 2:1 Zucker.
    LG Stefanie

    Antworten

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