Rezension: Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen

7. Mai 2020 | Anzeige, Erziehung & Familie, Lesestoff, Rezensionen | 0 Kommentare

Selten habe ich bei meinem zahlreichen Rezensionen, von denen nun heute schon die 246. hier geschrieben wird, einen bereits längeren (virtuellen) Kontakt zu den Autoren. Bei Béa Beste, die zusammen mit Stephanie Jansen “Gemeinsam schlau statt einsam büffeln: So lernen Kinder und Eltern zusammen“* geschrieben hat, ist das anders, denn auch ich habe vor nun schon vielen Jahren hier auf dem blog über die Tollabox berichtet und mich vor allem gefreut, dass sie sich im Flüchtlingsjahr an meiner Blogparade mit ihrer ganz eigenen (unglaublich berührenden) Flüchtlingsgeschichte beteiligt hat, die bei mir verlinkt werden konnte. Seit dieser Zeit hat sie mit ihrem blog und dem Instagram-Kanal einen festen Platz in meiner DIY-Freizeitwelt. Die Neuerscheinung aus dem Frühjahrsprogramm hat mich daher besonders neugierig gemacht.

Abbildung vom Duden-Verlag

Natürlich muss es Zufall gewesen sein, aber zu keinem anderen Zeitpunkt wäre das Buch der Gründerin einer Privat-Schulkette und einer dort unterrichtenden Lehrerin passender gewesen, als in diesem für uns alle so merkwürdigen Frühjahr. Das bislang wenig flexible staatliche Schulsystem musste sich über Nacht neu erfinden, was in den wenigsten Fällen wohl bislang wirklich gut gelungen ist. Von unseren drei Kindern ist erst eines schulpflichtig. Über unsere Grundschullherer-Oma, die bis vorgestern täglich via Skype zugeschaltet wurde, habe ich schon berichtet.  Unser momentan völlig unterforderter Kindergartenkind erobert dafür gerade selbstständig via Lern-App die Buchstabenwelt und rechnet begeistert bis zur 12. Welchen Ansatz verfolgt nun das Lernwissen-Aneignungsbuch der freien Pädagogen, das im Duden-Verlag erschienen ist?

Abbildung vom Duden-Verlag

Obwohl es im Klappentext als Buch zum (mir gut bekannten) blog angekündigt wird, ist es eine 360seitige, umfangreiche Publikation, die überraschenderweise – bis auf wenige Strichzeichnungen – völlig ohne Abbildungen daher kommt. Für die Bild-Text-lastige Bloggerwelt ist das sehr ungewöhnlich. Die Gestaltungselemente begrenzen sich auf Piktogramme in grün, ganzseitige rote Zitatseiten und sechs Checklisten im ersten und zweiten Teil. Darin geht es zunächst – wiederum sehr textlastig – erst um die Kinder, dann um die Eltern. Jeder dieser Teile ist in drei Unterkapitel gegliedert. Im besten Falle hat man nach der Lektüre und der Beschäftigung mit den Checklisten eine Vorstellung davon, welchem Lerntyp sein Kind (und auch man selbst) entspricht und wie – das ist die Kernbotschaft des Buches – gemeinsames lernen statt auswendig gebüffelte Inhalte – spielerisch funktionieren kann. 

  

Abbildung vom Duden-Verlag

Teil 3 umfasst die Hälfte des Buches und stellt die 188 Spiel- oder eher Co-Lern-Ideen vor, die bereits auf dem Cover beworben werden. Für Kinder ab fünf, teilweise an drei werden die Ideen dabei an den im ersten Teil erkannten Lerntypen strukturiert und mit den entsprechenden Piktogrammen die Lernziele wie Wort-schlau, Körper-schlau, Wir-schlau oder Umwelt-schlau definiert. Bei jeder Lern-Spiel-Idee wird das empfohlene Alter angegeben, das unterschiedlich jung beginnt, aber immer erst mit 15 Jahren endet sowie die Anzahl der benötigten Personen. Es folgt jeweils der Beschreibungstext und in einigen Fällen ein bloglink, der allerdings nicht durch QR-Codes direkt aufgerufen werden kann und damit abgetippt werden müsste.

Abbildung vom Duden-Verlag

Es bleibt ein Buch, dass den Spagat zwischen Erziehungsratgeber und Spielesammlung versucht. Ansprechpartner bleiben aber aus meiner Sicht nicht die Kinder direkt, die dann doch oft das Bild brauchen, damit Interesse geweckt wird, sondern die Eltern als Spielideegeber. Andererseits hätte man mit zahlreichen Illustrationen das ohnehin schon umfangreiche Buch wahrscheinlich inhaltlich kürzen müssen, was schade gewesen wäre. Außerdem schränken vorgegebene Abbildungen häufig auch die Kreativität ein und verleiten zum genauso-machen-müssen. Das die beiden Autoren genau das vermeiden wollten, passt wiederum mehr als gut. So ist weniger hier dann doch mehr.

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