Rezension: Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen

14. Januar 2016 | Anzeige, Gartenbücher, grüner Lesestoff, Rezensionen, unbezahlte Werbung | 0 Kommentare

Die Publikation “Das Herbarium der Heil- und Giftpflanzen“* aus dem Haupt-Verlag ist ein wahrer Prachtband, der mit 23 x 34 cm bereits in der dafür passenden Übergröße daher kommt. Die französische Originalausgabe “L’herbier toxique : Codes secrets pour plantes utiles“* erschien bereits 2009 und verwies im Titel noch etwas mehr auf die toxische Wirkung der hier vorgestellten Pflanzen.

Die Herbariumsblätter in diesem Buch zeigen einen Ausschnitt aus den Sammlungsbeständen des Herbariums des Instituts für Botanik und der Drogensammlung der Pharmarzie, die beide zur Universität von Montpellier gehören und jeweils eine historische und umfassende Sammlung besitzen. Im Einleitungsblatt taucht übrigens etwas überraschend eine rote ² im Text auf, bei der man den Eindruck bekommt, dass der Korrekturmodus vor dem Druck noch nicht ganz beendet war. Nach dem Vorwort von Professor Saller von der Universität Zürich folgt ein Essay zu den Giftpflanzen bevor die eigentlichen Herbarienseiten folgen.

Über 70 Heil – und vor allem Giftpflanzen werden im Hauptteil jeweils auf einer Doppelseite vorstellt. Das besondere dabei ist, dass alle Präparate in Originalgröße gezeigt werden, was auch das Großformat des Buches erklärt.

Wie die Seitenansicht bereits illustriert, werden aber nicht nur die Pflanzen gezeigt, sondern jeweils – höchst kurzweilig – die Geschichte dazu erklärt. Neugierig darauf macht bereits der Zusatztitel. Dazu gehören “Der Tod in den Wiesen” ebenso wie “Die Droge, die Flügel verleiht” oder “Diabolischer Cocktail”.

Auf jeder Seite gibt es neben dem lateinischen Namen einen kurzen Steckbrief mit einer Aufnahme der frischen Pflanze, die Rubrik Wirkstoffe, Botanisches und Verwendung sowie den Haupttext. Berufsbedingt gefällt mir außerdem sehr gut, dass neben dem Haupttext jeweils eine Bezug zu einem Gemälde, einer historischen Fotografie oder Illustration gesetzt wurde. Ganz glücklich wäre ich gewesen, wenn es dazu noch ordentliche Bildbeschriftungen geben würde.

Das Prachtband für knapp 40 Euro, dass mit Hinweisen, wie man sein eigenes Herbarium anlegt sowie einem Glossar mit medizinischen und chemischen Begriffen endet, ist ein Buch, dass man sicherlich immer mal wieder gern in die Hand nimmt. Manchmal können Herbarien ja auch ziemlich vertaubt wirken, weshalb es mich trotz geeigneter Pflanzenpresse noch nicht wirklich zum eigenen Herbarium lockt. Auch ob ich die historischen Rezepte ausprobiere – wie beispielsweise den Medizinalwein mit Stechpalmenblättern, der gegen Fieber helfen soll – weiß ich noch nicht. Der Mann hat es jedenfalls zum Geburtstag geschenkt bekommen und ich kann nur hoffen, dass er bei den nächsten Ärgernissen im Bauprojekt nicht entsprechende Giftpflanzen für einen Umdrunk sammeln geht.

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Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

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