Rezension: Five Minute Mum – Das Ideenbuch für Eltern: Das Ideenbuch für Eltern. Genial einfache Spiele.

24. Juni 2021 | grüner Lesestoff, Anzeige, Erziehung & Familie, Rezensionen | 0 Kommentare

Erst im letzten Monat erschien das Elternbuch “Five Minute Mum – Das Ideenbuch für Eltern: Das Ideenbuch für Eltern. Genial einfache Spiele.“* im Dudenverlag als deutschsprachige Publikation. Die Autorin Daisy Upton gehört nach Verlagsangaben zu den bekanntesten Familienbloggern, wobei ihr Instagramaccount zumindest die große Reichweite bestätigt. Darüber erklärt sich wohl auch der gewählte Titel, der mich im Hinblick auf beispielsweise alleinerziehende Väter oder auch gleichberechtigte Elternpartnerschaften (wie in meinem Umfeld) bereits etwas irritierte. Die englischsprachige Ausgabe* erschien bereits Ende 2019, während dort in diesem Frühjahr bereits die Fortsetzung als Schulvariante erschienen ist. Die Engländerin war als Lehrassistentin in einer Frühförderschule tätig. Der Buchinhalt entstand aber wohl vor allem in ihrem eigenen Familienumfeld mit zwei kleinen Kindern, worüber sie seit Jahren bloggt.

Presse-Abbildung vom Duden-Verlag

Ihr Ideenbuch richtet sich an Kinder zwischen 1 und 5 Jahren, wobei bereits neben den Zahlen auch Buchstabenspiele vorgestellt werden. Zumindest im deutschsprachigen Raum mit einer späteren Schulpflicht, sind diese Kenntnisse häufig im Kindergartenalter noch nicht vorhanden. 150 Spielideen werden in diesem 230seitigen Taschenbuch vorgestellt. In der Einleitung berichtet die Autorin, wie sie Grippe erkrankt, Pappmaschee-Ballons mit ihren ein- und dreijährigen Kindern gestalten wollte, damit diese ein paar Stunden beschäftigt seien, was – natürlich – nicht funktionierte. Darauf aufbauend formuliert die Autorin ihre “Goldene Regel”, die mit Kurzbeschäftigungen verbunden werden. Dabei geht es im Prinzip um die Spielbereitschaft der Kinder (und nicht der planenden Eltern) und Hinweisen, wie man ohne viel Aufwand Beschäftigungsimpulse gibt oder das freie Spiel unterstützt, was mir sehr gefällt.

Presse-Abbildung vom Duden-Verlag

Alle Spielideen werden mit Symbolen klassifiziert: das Alter wird angegeben und die Bereich Grobmotorik, Feinmotorik, Sprache, Malen und Kritzeln, Zahlen und Buchstaben unterschieden. Außerdem gibt es eine Zuordnung zu den Kapiteln “Klassiker – neu aufgelegt”, “Buchstaben und Zahlen kennenlernen”, “Du gegen mich”, “Fit für die Kita” und “Schnelle Ideen für …” Angeben wird dabei, dass man jeweils nur wenige, haushaltsübliche Dinge braucht. Die Fünf-Minuten-Ausrüstung ist aber gar nicht so knapp und tatsächlich gibt es beispielsweise bei uns weder Magnetbuchstaben noch die großen Puzzlematten, mit herausnehmbaren Teilen. Beginnt man diese Materialien erst zu basteln oder mal eben schnell aus Pappe herzustellen, ist das Konzept des Buches, kaum Aufwand in die Spielevorbereitung zu stecken, eigentlich verfehlt.

Presse-Abbildung vom Duden-Verlag

Dennoch bin ich beeindruckt, wie vielfältig die Ideen sind. Nicht wenig ist davon sind wirklich simpel und sicherlich familiäres Allgemeingut, aber man muss eben zum richtigen Zeitpunkt darauf kommen. Diese Zusammenstellung, die vor allem im letzten Kapitel mit “Schnelle Ideen für …” mit 18 Unterkategorien wie … fünf Minuten Ruhe, die jeweiligen Jahreszeiten, Sonnentage, Am Strand, Wütende Zweijährige und selbst für Mukovizidose-Kinder kenne ich bislang so aus keinem anderen Buch. Zwischen den Kapiteln werden jeweils auf einer oder zwei Doppelseiten Erziehungstipps zum Sprechen und Lesen lernen gegeben, aber vor allem darauf hingewiesen, dass man nicht alles schaffen kann. Das “Mein fünf-Minuten-Dreieck” der Autorin fand ich dabei besonders gut – Haushalt, gesundes Essen kochen, Arbeiten und den Kindern die volle Aufmerksamkeit schenken, kann man nicht selbst in der Elternpartnerschaft nicht immer schaffen – und muss es auch nicht.

Presse-Abbildung vom Duden-Verlag

Die Betonung der fünf Minuten haben bei mir zunächst den Eindruck erweckt, dass es um eine möglichst schnelle Beschäftigung der Kinder geht, damit diese nicht mehr stören. Tatsächlich ist der Ansatz aber ein anderer und gibt sehr viele Anregungen, die reine Spielimpulse sind. In meinem (Nebenfach) Erziehungswissenschaftsstudium mit dem Schwerpunkt der kognitiven Entwicklung des Kindes habe ich mal gelernt, dass man das Lebensalter der Kinder verdoppeln kann, um einen Richtwert für die Dauer einer Beschäftigung zu entwickeln. Natürlich gibt es auch dabei immer wieder Ausnahmen, aber ein stundenlanges Beschäftigen in diesem Alter nicht zu erwarten. Diesen Weg gehe ich auch selbst seit einigen Jahren bei meinem Kindergeburtstagsideen – kleine Projekte, die möglichst nicht zu aufwendig sind und mehr Anregung geben. Vielleicht kommen die nächsten Ideen dazu ja auch diesem Buch, denn der Jüngste will seinen 4. Geburtstag diesmal auch mit gleichaltrigen Freunden feiern, was hoffentlich im Herbst möglich sein wird.

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