Der 12. im September 2026 fiel auf einen Sonnabend, an dem ich nach meiner Dienstreise von Linz über Prag direkt zum Nähwochendende nach Rathen in die Sächsische Schweiz mit den Dresdner Nähbloggern reisen konnte. Hinter mir lag eine Wien-Woche mit einem Fachvortrag, die mir meine Teilnahme 2023 an einer Summer School ermöglicht hatte. In die Stadt meiner Studienzeit einmal mehr zurückkehren zu können, war wunderbar. Am Freitag ging es allerdings schon nach Linz zur Ars Electronica und so begann ich meinen Sonnabend-Morgen bereits in Oberösterreich.

Am Abend vorher war ich nach einem 12-Stunden-Programm mit vielen Laufkilometern erst 20:00 Uhr im Hotel angekommen und stellte dort etwas enttäuscht fest, dass der Fernseher nicht funktionierte und das Hotel-WLAN nach einer halben Stunde ebenfalls ausstieg. So wurde es ein unfreiwilliger digital-detox-Abend, aber ich ging wenigstens rechtzeitig in den Nachtschlaf über.

Auch wenn mir die sehr unregelmäßig getragene Überwachungsuhr* mir dadurch einen ausgezeichneten Schlaf bescheinigte, schaute ich gefühlt viel zu oft nach, ob ich nicht verschlafe. 5:13 Uhr war ich dann endgültig wach, blieb aber bis zum Weckerklingeln 5:39 Uhr im Bett. Mein Versuch wenigstens noch ein Brötchen vom verpassten Hotelfrühstück zu bekommen, scheiterte, aber so war ich pünktlich 6:20 Uhr am Linzer Bahnhof. Auf dem Weg nach Prag gab es im tschechischen Zug erst nach dem Grenzübertritt WLAN, aber vor der Ankunft 10:39 Uhr konnte ich immerhin noch diesen 12 von 12 – Blogbeitrag im immer voller werdenden Zug anfangen. In Prag mit knapp 2h Aufenthalt überlegte ich erst, ob ich mitsamt Gepäck einmal schnell zur Karlsbrücke laufe, entschied mich dann aber doch für ein paar weitere Runden an meiner never-endig-Socken-Challenge, wobei die erste anziehbare Socke und die zweite jemals in fair-ilse-Technik gestrickte fast fertig ist.

15:00 Uhr kam ich in Rathen an und ging direkt ins 12. Nähwochenende mit den Dresdner Nähbloggern über. Die Gruppe hatte sich natürlich schon am Freitag getroffen, aber da sogar beschlossen wurde am Sonntag bis 16:00 Uhr zu nähen, hatte ich noch eine richtig lange Auszeit vor mir. Von einer Dienstreise direkt ins Freizeitvergnügen weiterzureisen, gab es auch noch nie. Selbst mein Mann war aber mit den beiden Jungs zum Wanderwochenende mit Übernachtung – ebenfalls in der Sächsischen Schweiz – unterwegs, da sich die 16. jährigen Tochter das erste Mal richtig sturmfrei für ihre nachzuholende Geburtstagsfeier gewünscht hatte. Nach einem ersten Kaffee auf der Terrasse mit Blick auf die Bastei nähte ich endlich ein Dezember-Ufo fertig, das nun schon ein Geburtstagsgeschenk für dieses Jahr sein wird. Meine Maschinen waren dank Stoffverzückt bereits vor Ort, aber ich hatte dieses Mal tatsächlich nicht den richtigen Stoff für das zweite Nähprojekt mit. Glücklicherweise war ich aber in den Dienstreisetagen in Wien und Linz gleich in drei Stoffläden und mein Koffer daher gut gefüllt. Der Abend brachte nicht nur leckeres Essen sondern sogar noch einen Saunagang, bevor ich kurz vor Mitternacht dann doch so müde war, dass ich nicht wie sonst am Nachwochenende erst mit dem neuen Tag ins Bett gehen konnte …

12 von 12 September 2025 Sächsische Schweiz Rathen Nähwochenende

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