Rezension: Gestalten mit Ton: Grundtechniken und Projekte

17. Oktober 2019 | Anzeige, Holz & Ton, Lesestoff, Rezensionen | 0 Kommentare

Dieses Jahr ist es mir glücklicherweise gelungen, mit der Tochter stundenweise einen Töpfernachmittag zu besuchen. Was ursprünglich als Winterferien-Feriengestaltung mit der Freundin geplant war, stellte sich dann aber doch als Mutter-Tochter-Zeit heraus. Nach der Gestaltung und dem ersten Schrühbrand waren wir zwar leider mit einem riesigen Abstand vor den Sommerferien beim bemalen, haben die Ergebnisse nach dem Glasurbrand aber immer noch nicht abgeholt. Da inzwischen der Kursleiter wohl gewechselt hat, hoffe ich immer noch sehr, dass unsere Werke überhaupt noch da sind. Die Publikation  “Gestalten mit Ton: Grundtechniken und Projekte“* passte aber daher derzeit perfekt.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Die Autorin Petia Knebel, die in Deutschland, Großbritannien und Italien Bildhauerei studierte, aber auch ein ein Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien hat, legte mit diesem Buch eine hochwertige, über 200 Seiten umfangreiche Publikation vor. In sieben Kapiteln wird in die Technik der Tongestaltung eingeführt. Nach der Einführung in die Arbeit mit dem Werkstoff Ton folgen in drei Abschnitten die Grundtechniken zum plastischen Gestalten, der farbigen Bemalung mit Engoben und Glasuren sowie dem zweistufigen Brennen. In drei Kapiteln im zweiten Teil werden Gebrauchsgegenstände, Reliefs und abstrakte Plastiken sowie Figürliche Plastiken vorgestellt. Es folgt ein umfangreicher Anhang, in dem beispielsweise auch museale keramische Sammlungen aufgelistet sind.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Mit diesem Aufbau will das Buch viel, denn im Projektteil werden neben den konkreten Projekte in Schritt-für-Schritt-Anleitungen gleichzeitig nicht nur eine themenspezifische Einführung mit einem umfangreichen Textteil gegeben, sondern auch noch der kunstgeschichtliche Kontext anhand bekannter Kunstwerke benannt. Die jeweiligen Projekte zeigen außerdem deutlich die Formensprache einer Künstlerin.

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Den kunstgeschichtlichen Kontext finde ich schon fast etwas zu bemüht, denn ich bezweifle, dass die Aufzählung der zahlreichen Bezüge  quer durch den Kunstgeschichtskanon tatsächlich dazu führt, dass sich der Leser des Buches ausführlicher damit beschäftigt. Es bleibt dabei bei der reinen Nennung. Eine Abbildung der zahlreichen Kontextwerke gibt es verständlicherweise nicht.

Abbildung vom Haupt-Verlag

So bleibt es dennoch ein Buch, dass nicht nur inhaltlich durch fundiertes Wissen überzeugen kann, sondern auch durch die klare Gestaltung und Bildsprache. Außerdem bekommt der Fortgeschrittene wohl tatsächlich neue Anregungen, denn viele der vorgeschlagenen Projekte aus den Werkteilen kenne ich in dieser Form aus anderen Publikationen zu diesem Thema nicht. Am meisten haben mich übrigens die Schüttelidophone begeistert – archaische Rassel, bei denen kleine Tonkügelchen im Inneren Geräusche erzeugen.

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