Im Herbstprogramm 2025 kam die erste Romanveröffentlichung “Baobab – Die Legende vom Baum der Erinnerungen”* der Österreicherin Ada Diagne auf den Markt. Bei einem Jugendbuch, dass unseren Nachbarkontinent thematisiert, bin ich immer neugierig, wie sehr der eurozentristische Blick dominiert und in welcher Form die sehr unrühmliche Kolonialgeschichte Europas, die sich viele nur selten bewusst machen, thematisiert wird. Da es dazu noch ein Jugendbuch für junge Leser ab 12 Jahren ist, habe ich es sehr gerne auf meinen Rezensionsstapel gelegt.

Presse-Abbildung vom Leykam-Verlag
Die Wiener Autorin Ada Diagne bekam für ihre mit über 300 Seiten als gebundene Ausgabe im Leykam-Verlag erschienen Jugendroman ein Literaturstipendium der Literar Mechana, hinter denen ein österreichisches Verlegernetzwerk steht. Bereits 2021 erhielt sie den Young Storyteller Award für zwei Kurzgeschichten, die unter dem Titel “Menschen“. erschienen. Nach den Verlagsangaben beschäftigt sie sich mit “Afrozentrismus, Erinnerungskultur und Machtkritik” und thematisiert damit genau den Blickwinkel auf Afrika, den ich mir gewünscht hatte.
Die Geschichte für Jugendliche mit dem Titel “Boabab”, womit der Affenbrotbaum gemeint ist, tangiert ein afrikanisches Märchen, dass interessanterweise wie “Der Fischer und seine Frau”, das wiederum zu dem Grimmschen Hausmärchen aus dem 18. Jahrhundert gehört, beschreibt, wie in diesem Fall der Baum, immer mehr will und nie zufrieden zu stellen ist, bis die Götter seine Maßlosigkeit zügeln und seitdem seine Wurzeln in den Himmel wachsen, da er zur Strafe herumgedreht wurde. Im Buch ist der namensgebende Affenbrotbaum aber nur der mystische Begegnungsort zweier Kinder. Die zwei Mädchen – Ava, mit der Bedeutung Leben und Vogel – sowie Zeyna, deren Name für Kraft und Wurzel steht, leben zu verschiedenen Zeiten. Während Ava in der Zeit der Kolonialisierung in einer Goldmine arbeiten musste, kommt Zeyna in der Gegenwart als weißes Kind nach einer Sturmnacht in das westafrikanische Lagunendorf. Den mystischen Kontakt am Baum gibt es, nachdem die Fische in der Lagune verschwinden. Damit ist es ein Jugendbuch, dass sich nicht nur ausgesprochen spannend liest, sondern die Welt zu dem bis heute andauernden Traumata des afrikanischen Kontinents öffnet. Darüber mit meinen Kindern reden zu können, finde ich selbst sehr wichtig.
Bestelllink: “Baobab – Die Legende vom Baum der Erinnerungen”*
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