Rezension: Heute ist Schneckentag: Köstliche Schnecken backen – am besten jeden Tag

30. März 2017 | Anzeige, Rezensionen | 3 Kommentare

Ein reines Backbuch – jenseits vom grünen Faden – ist für diesen Blog ja eher ungewöhnlich, auch wenn ich mich manchmal an Partyrezepten versuche. Daher war “Heute ist Schneckentag: Köstliche Schnecken backen – am besten jeden Tag“* auch eher als Zusatz zur Kreativbuchbestellung gedacht. Ich war anschließend etwas überrascht, dass ich tatsächlich zunächst nur ein Buch bekam und das dann noch das Backbuch war. Vielleicht hat mich auch noch das Cover, dass so sehr an die Kreidefensterbilder von Bine Brändle* erinnert, besonders angesprochen.

Abbildung vom Topp-Kreativ-Verlag

Verlockend ist natürlich dabei, dass auch mal ich – im Gegensatz zum so sehr viel besser backenden Mann, der auch Sachertorte hinbekommt – mal was anderes präsentiere, als Selterwasserkuchen und Apfeltaschen. Die werden zwar immer hochgelobt, aber irgendwann wird es damit auch langweilig. Spannenderweise hat die Publikation die Bäckereikette “Zeit für Brot” realisiert, die Niederlassungen in Berlin, Frankfurt, Hamburg und Köln hat. Meine Stadt fehlt also noch.

Abbildung vom Topp-Kreativ-Verlag

Nach den Grundlagen zu verschiedenen Teigen werden Schnecken passend zu den Jahrezeiten vorgestellt – so gibt es Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Winterschnecken. Insgesamt werden dadurch 25 Rezepte aufgelistet. Dabei wird so ziemlich jede denkbare Form und Füllung abgedeckt – von Faschingsschnecken, über die vegane Variante, herzhafte Schnecken mit Roquefort, der Alkoholvariante bis zu Silvesterschnecken mit Champagner-Creme.

Abbildung vom Topp-Kreativ-Verlag

Wie immer in solchen Büchern sehen die Ergebnisse perfekt aus. Via Freischaltcode kann man sich zwar auf den Verlagsseiten in Zeitraffer von vier Rezepten die Herstellung ansehen, aber selbst dort sieht man. dass die Fertigstellung, wie der Zuschnitt der gefüllten, weichen Rollen, alles andere als leicht ist. Gestört hat mich außerdem, dass es bei den Rezepten, die alle auf Doppelseiten mit einem großformatigen Foto präsentiert werden, immer nur das Endergebnis zu sehen gibt. Wie die große Rhababer-Zimt-Schnecke zu rollen ist oder die Brot- bzw. Mohnschnecke gefaltet wird, erschließt sich für mich nicht aus dem Text. Bei der Mohnvariante wird von einer reinen Kochlöffel-Eindrückung gesprochen, aber ob davon die rausgequetschte Form wirklich so gleichmäßig wird?

Abbildung vom Topp-Kreativ-Verlag

Am schwierigsten sind für mich die Zeitangaben in diesem Buch. Es wird immer nur die Backzeit angegeben und erst bei der Lektüre des Buches erkennt man, dass das Ergebnis zwar nur 10 Minuten in den Ofen muss, aber vorher Geh- und Ruhezeiten sowie die eigentliche Zubereitung doch deutlich zeitaufwendiger sind. Wahrscheinlich schmunzelt der versierte Bäcker über meine Kritikpunkte nur und ich bin mir sicher, dass – bei genügend Zeit und Fingerfertigkeit – die kulinarischen Ergebnisse sehr überzeugen werden.

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Nachtrag zum Kritikpunkt in den Kommentaren:

Schockieren möchte ich natürlich niemanden und wahrscheinlich war ich in diesem Punkt auch nicht ausführlich genug – die mehreren Standorte belegen zwar, dass es kein Einzelunternehmen ist, aber der Ansatz ist laut Angaben auf der Website, dass mit Bio-Zutaten aus ökologisch-nachhaltiger Landwirtschaft und Region-Bezug ohne chemische Zusatzstoffe gebacken wird. Die Bäcker backen in offenen Bachstuben direkt vor Ort und wärmen nicht nur maschinell vorgeformtes auf. Da es in diesem Buch aber eben nicht um Brot ging, bin ich darauf nicht näher eingegangen. Vor diesem Hintergrund würde ich eine Filiale in Dresden durchaus begrüßen, denn einige nachhaltige Bäcker gibt es zwarin unserer Stadt, aber die Großketten dominieren das Angebot …. 

amberlight-label

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, zwei Schulkindern (*01/2010 & 07/2013) und einem Kindergartenkind (*09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.

3 Kommentare

  1. Hallo Amberlight,

    ich finde Zeitangaben, die zusätzlich zur Back-/Kochzeit auch die Vorbereitungszeit mit erwähnen absolut hilfreich. Schließlich weiß ich immer, wie lange es noch dauert bis zur nächsten Mahlzeit und will dann einschätzen können, ob das Rezept in diesem Zeitfenster noch zu schaffen ist.
    Liebe Grüße
    Co Ba

    Antworten
  2. Leider muss ich sagen, dass ich in "unserer Stadt" keine Kette vermisse, die auch schon Filialen in anderen deutschen Großstädten hat und ich bin auch schockiert, solche Meinungen hier auf diesem "nachhaltigen" Blog zu lesen!! Es kommt ja gerade darauf an,
    sein Brot regional produzieren zu lassen und da gibt es schon einige sehr unterstützenswerte Bäckereien, die ökologisch wirtschaften, in Dresden.
    Also diesen Satz fand ich schade, es klingt einfach zu sehr nach Werbung!
    Liebe Grüße, Sandra aus DD:-)

    Antworten
    • Schockieren möchte ich natürlich niemanden und wahrscheinlich war ich in diesem Punkt auch nicht ausführlich genug – die mehreren Standorte belegen zwar, dass es kein Einzelunternehmen ist, aber der Ansatz ist laut Angaben auf der Website, dass mit Bio-Zutaten aus ökologisch-nachhaltiger Landwirtschaft und Region-Bezug ohne chemische Zusatzstoffe gebacken wird. Die Bäcker backen in offenen Bachstuben direkt vor Ort und wärmen nicht nur maschinell vorgeformtes auf. Da es in diesem Buch aber eben nicht um Brot ging, bin ich darauf nicht näher eingegangen. Vor diesem Hintergrund würde ich eine Filiale in Dresden durchaus begrüßen, denn einige nachhaltige Bäcker gibt es zwar in unserer Stadt, aber die Großketten dominieren das Angebot ….

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