So lange hier alle an die Schulsommerferien gebunden sind, wird der Geburtstag des mittleren Kindes wohl fast immer direkt im Urlaub stattfinden. Letztes Jahr feierte er bei einer zweitägigen Hüttentour in Österreich und dieses Jahr nun mitten in unserer Wanderwoche auf dem Dinge Way in Irland. Den Tag zu vor waren wir die erste reguläre Etappe von Tralee nach Camp gelaufen, die mit fast 22 km und 430 Höhenmetern bei durchgängig Sommersonne für mich schon ziemlich herausfordernd war. Der Verfügbarkeit der Unterkünfte geschuldet, blieben wir an seinem Geburtstag aber tatsächlich ganztägig vor Ort und wanderten erst am nächsten Tag weiter.

Aufgewacht wurde in einem Glamping-Pod im Coach Field Camp, das rechte bequeme Betten bot und saubere Sanitäranlagen aber kein preiswertes Vergnügen war. Für weniger Geld hatten wir die drei Tage davor im Hotel mit umfangreichen Frühstück übernachtet. Immerhin gab es ein Tippi, in dem die Kinder am Abend zusammensaßen. Auch unsere Tochter freundete sich schnell an und kam erst Mitternacht ins Bett. Der 12. Juli 2026 begann an einem Sonntag mit einem sehr improvisierten Geburtstagstisch, da wir unser Gepäck in dieser Woche komplett tragen mussten. Band 17 von Skullduggery Pleasant in der Kindle-Version wurde sehnlichst erwartet, die Wanderhose gab es bereits vor dem Urlaubsstart und so blieb das Geburtstagsshirt und die Gutschein-Ankündigung, dass er seine Pfadfinderpatches noch vor dem Bundeslager kurz nach unserem Irlandurlaub nun doch mit der Nähmaschine aufgenäht bekommt, die einzigen richtigen Überraschungen.
Der Vormittag verstrich mit Wandersachen durchwaschen, Volle Lotte – das inzwischen Tutto* heißt – spielen und einem sehr improvisierten Mittagessen. Die Minispiele die sich bislang wirklich bewährt haben, beginne ich übrigens hier zu sammeln*. Am Nachmittag liefen wir bei heißen Sommertemperaturen zum Strand und gingen im Atlantik baden. Miloq von Schnittbox bewährt sich sehr für meinen Mitnahmekrimskrams. Mein Mann spielte sogar ein Mühlespiel im Sand mit seinem jüngsten Sohn. Am Abend gingen wir in “The Junction Bar” essen und es gab einen zweiten Geburtstagkuchen. Auf dem Weg zurück teilte sich die Familie gleich in drei Gruppen: mein Mann und der Jüngste wählten den längsten Weg über den Dinge Way Abschnitt des Vortages, ich den kürzesten via Straße, aber ging dafür einkaufen und die beiden Teenager liefen noch einmal den Strand entlang. So große Kinder sind schon toll. Der Sohn war recht zufrieden mit seinem Geburtstag. Am nächsten Tag folgte die Etappe Camp nach Annascaul mit 17 km. Danach war ich so Fußlahm, dass wir bei Etappe 3 mit 24 km geschummelt haben und nur der Mann wanderte. Dafür werden von diesem Folgetag noch zwei weitere Blogbeiträge folgen.
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