Bloggerschnack Juni 2026: “Mein Schreibprozess: von der Idee zum fertigen Beitrag”
Ein bisschen habe ich mich beim Monatsthema der Gemeinschaftsaktion “Bloggerschnack” im Bloggerforum der Bloghexe gefragt, ob “Mein Schreibprozess: von der Idee zum fertigen Beitrag” nicht völlig redundant zu den beiden Monatsthemen im April und Mai ist, denn dort ging es um “Wie ich meinen Blog führe (Teil 1): Software & Tools”* und “Wie ich meinen Blog führe (Teil 2): Meine Blogroutine”, was für mich auch schon eher ein Thema war. Wenn nun dieses Mal die Themensuche beschrieben werden soll, kann sich das eigentlich nur auf den Schritt vor dem eigentlichen Schreibprozess beziehen, denn alles andere habe ich schon sehr ausführlich berichtet. Ich wähle daher meine drei Hauptthemen: DIY | Nachhaltigkeit | Rezensionen
DIY

Bei meinen verschiedenen DIY-Themen denke ich tatsächlich immer den jeweiligen Blogbeitrag bereits mit. Deshalb wird vor der Benutzung oder Weitergabe – immerhin 479 größtenteils selbstgemachte Dinge habe ich verschenkt – immer das fertige Stück fotografiert. Bei Kleidung gibt es dazu noch Tragebilder, was am schwierigsten ist, wenn ich für mich selbst nähe. Manchmal entstehen auch Aufnahmen während der Herstellung. Mein Ziel ist tatsächlich alle DIY-Werke hier in diesem Kreativtagebuch zu zeigen.
Nachhaltigkeit

Hinter der Nachhaltigkeit stehen in fast allen Fällen plastikfrei-Themen, die lange Zeit aus Spielzeugrezensionen entstanden sind. In der Babyzeit gehörte hier aber auch das Stoffwindelthema dazu. Alle Themen in dieser Kategorie haben aber immer einen direkten Bezug zu unserem Familienalltag. Die Idee zum Blogbeitrag passiert damit eher nebenbei …
Rezensionen

Bleiben noch die Rezensionen. dort entsteht “die Idee” bei der Auswahl der Rezensionsexemplare aus den jeweiligen Neuerscheinungslisten der Verlage, die ich seit Jahren zugeschickt bekomme. Dabei beschränke ich mich fast ausschließlich auf die Themen Kinder- und Jugendbücher sowie Kreativbücher. Auch dabei spiegelt die Themenwahl meine aktuellen DIY-Interessen und vor allem das jeweilige Alter der Kinder wieder.
Wie ich dann tatsächlich blogge, habe ich bereits bei den beiden vorherigen Bloggerschnack-Monatsthemen berichtet.
Aktuelle Bloggerschnack-Teilnehmer:
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12 von 12 Juni 2026 Dresden
Seit ich im Oktober 2024 wieder begonnen habe, bei der 12v12 Serie mitzumachen – was damals eigentlich nur als Wandertipp für die Sächsische Schweiz gedacht war – habe ich schon einige Male damit gerungen, in wie weit ich damit die Tür zur sonst geschlossenen beruflichen, aber auch privaten Tür wirklich öffne. Das es nun der Zufall wollte, dass der 12. im Juni 2026 auf einen sehr emotionalen Tag fiel, gehört nun eben auch zu unserem neuen Alltag und passt auch zum Jahresmotto.

Der Freitag begann mit einem Schulstart für den Jüngsten erst zur dritten Stunde und so konnten wir uns besonders lang in den Tag kuscheln. Wie sehr genieße ich das mit dem Jüngsten, denn mit den anderen beiden ist diese Zeit nun wirklich vorbei. Noch vor dem Arbeitsstart schrieb ich meinem Blogbeitrag zur gofundme-Aktion der Schulfreundin, die für ihre Tochter mit Kinderdemenz dringend wieder ein Auto benötigt und schickte selbst ein paar Euronen auf den Weg. Das mittlere Kind blieb kränklich zu Hause und musste Mittags verköstigt werden. Leider verpasste er damit auch seine Pfadfinderfahrt, die an diesem Tag starten sollte. Ich blieb im Homeoffice und hatte genug zu tun, um nicht zu sehr über den weiteren Tagesverlauf nachzudenken. Termine gab es zum Glück auch kaum. Statt die Zeugenaussagen in der inzwischen 800-Seiten umfassenden Akte zum Gewaltverbrechen an meinem Vater nochmal zu lesen, bastelte ich lieber noch eine Dankeskarte und widmete mich dem ewigen Wäscheberg.
Kurz nach 18:00 Uhr waren alle drei Kinder wieder daheim und wir schwangen uns nach einer kurzen partnerschaftlichen Krise auf das Fahrrad. Angesichts der drohenden Regenwolken und wenig Begeisterung halb verschwitzt zum Treffpunkt zu kommen, fand ich die Fahrradfahridee meines Mannes absolut doof. Er entzog sich dem Gemeckere meinerseits indem er erst noch einen Kuchen für den Besuch seiner Schwester am nächsten Tag fertig machte und nachradelte. Angekommen sind wir trotzdem fast zeitgleich. Ab 19:15 Uhr trafen wir uns im Carolaschlösschen mit zwei der vier Zeugen und Ersthelfer meines Vaters. So konnten wir uns wenigstens bei den beiden Männern, die den auch gegen sie gewalttätigen Beschuldigten bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort hielten, mit einem Essen bedanken. Es würde zu diesem Abend sehr viel zu berichten geben, aber da gehört nun vorerst tatsächlich nicht in diesen blog. Das wir und meine Mutter an diesem Abend selbst mit einem Rosenstrauß beschenkt wurden, hat uns ebenso sehr berührt, wie die Möglichkeit diese drei Menschen kennenlernen zu dürfen, mit denen sich sonst unsere Wege wahrscheinlich nicht im Leben gekreuzt hätten.
Erst kurz vor Mitternacht waren wir wieder zu Hause. Mein Mann behielt natürlich wie immer recht, dass es zwar dazwischen heftig regnete, wir aber ohne nass zu werden, wieder nach Hause radeln konnten.
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NCL Kinderdemenz Spendenaufruf gofundme Behindertengerechtes Auto für Isabella
Seit zehn Jahren kämpfen meine Freundin aus Kindertagen und ihr Mann mit dem schweren Schicksal ihrer Tochter. Am ausführlichsten habe ich dazu 2017 geschrieben, als wir sie damals mit unseren 2,5 Kindern besuchen konnten und die Erstklässlerin – erst seit wenigen Monaten erblindet – noch ihre neuen Fahrradfahrkenntnisse im Hof ausprobierte. Drei Jahre später hatte der Blog dann immerhin 1000 € für die Forschung gesammelt. Sie selbst bloggt hier und ist auch bei Instagram. In den letzten Jahren habe ich nicht nur bei dem rapiden Fortschritt der umgangssprachlich als Kinderdemenz bezeichneten Krankheit mitgelitten, sondern war auch häufig fassungslos, mit welchen bürokratischen Hürden gekämpft werden muss. Das erste Mal bitten die Freunde nun um Spenden, um den Kauf und Umbau eines behindertengerechten Autos zu ermöglichen:
Spendenaufruf:
Hallo, wir sind Sabine & Jens, die Eltern von Isabella, einer humorvollen, achtsamen jungen Frau, die ein furchtbares Schicksal zu ertragen hat.
Isabella lebt mit der seltenen, stets fortschreitenden und lebenslimitierenden Erkrankung Neuronale Ceroid-Lipofuszinose (NCL), auch bekannt als Kinderdemenz.
Diese unheilbare Krankheit vergiftet ihre Nervenzellen und raubt ihr seit dem sechsten Lebensjahr nach und nach ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Zuerst erblindete sie. Dann verlernte sie das Gehen und ihre Motorik nahm großen Schaden. Sprach- und Wortfindungsstörungen stellten sich ein. Kurz, sie verlor in sehr kurzer Zeit ihre Selbständigkeit.
Doch da macht NCL nicht halt. Epilepsie, Angstattacken und Halluzinationen gehören bei ihr ebenso zu den Auswirkungen und sind eine enorme Belastung. Mittlerweile ist Isabella völlig auf den Rollstuhl angewiesen und ihre Fähigkeit alleine zu essen ist kaum noch vorhanden.
Als Familie erleben wir jeden Tag, wie ihr Leben und ihre Welt kleiner wird – und dennoch werden wir alles tun, um Isabella bis zum bitteren Ende Geborgenheit, Sicherheit und so viel Lebensqualität wie möglich zu schenken.
Eine der vielen großen Herausforderungen des Pflegealltags ist die Mobilität. Die fortschreitende Erkrankung, der Rollstuhl und die zunehmende Menge an Pflegehilfsmitteln zwingen uns nun zur Anschaffung eines geeigneten PKW. Ein behindertengerechtes Fahrzeug ist für uns nicht einfach nur ein Fortbewegungsmittel – es ist die Möglichkeit, Isabella trotz ihrer schweren Erkrankung die Freiheit außerhalb der eigenen vier Wände zu bewahren. Nur damit können wir sie sicher zu Arztterminen, Therapien und notwendigen Behandlungen bringen.
Doch es bedeutet noch viel mehr: Es schenkt ihr Teilhabe am sozialen Leben, Besuche bei lieben Verwandten und Freunden, ermöglicht wichtige Wege im Alltag und kleine gemeinsame Momente, die für die meisten Menschen selbstverständlich sind, für uns aber von unschätzbarem Wert.
Das Auto muss an ihre besonderen Bedürfnisse angepasst sein und genug Platz für Rollstuhl und Hilfsmittel bieten. Diese Anschaffung übersteigt unsere finanziellen Möglichkeiten bei weitem. Deshalb bitten wir von Herzen um Unterstützung.
Jede noch so kleine Spende kann für Isabella und uns als Familie einen großen Unterschied machen. Sie hilft, ihr ein großes Stück Freiheit und Mobilität zurückzugeben, Wege zu ermöglichen, die ohne ein behindertengerechtes Auto kaum noch machbar wären – zu Behandlungen, zu Begegnungen und zu den wenigen Momenten, die ihr noch Freude, Nähe und Teilhabe schenken.
Wenn Sie selbst nicht spenden können, ist auch das Teilen dieses Aufrufs von unschätzbar hohem Wert. Danke, dass Sie uns sehen, mitfühlen, an unsere Tochter denken und uns auf diesem schweren Weg nicht allein lassen.
Die Kosten setzen sich wie folgt zusammen:
– 50.000 € für einen Ford Transit,
– 20.000 € für den rollstuhlgerechten Umbau.Ursprünglich hatten wir die Hoffnung, dass zumindest der Umbau vom Teilhabefachdienst übernommen wird. Nach unserem Antrag erhielten wir bisher nur eine Rückmeldung, dass die Ämter aktuell berlinweit in Klärung sind, in welchem Umfang und unter welchen Umständen der Umbau von Fahrzeugen übernommen wird und dass sie sich melden, wenn neue Infos vorliegen.
Leider arbeitet die Zeit gegen uns, so dass wir uns entschieden haben, den Weg über diesen Spendenaufruf zu gehen.
Wir sind dankbar für jede Unterstützung!
Sabine & Jens
Unser Spendenanteil wird in diesem Fall nicht über den Spendenzehnt der Blogeinnahmen verrechnet. Aber ich nutze den blog sehr gerne für etwas virtuellen Rückenwind. Wenn ich das damit schaffen sollte, weiß ich einmal mehr, warum ich seit 16 Jahren neben den schaut-her-was-ich-genäht-habe-Themen hier schreibe.

Das wenige Stunden nach Start die erste 15% erreicht sind, macht mich hoffnungsvoll … https://gofund.me/648e89744
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Vogelhochzeit Pinguin Basishose Ultimate Casual Ottobre 4/2013 Gr. 128
Passend zum Oberteil des so sehr spontan gewünschten Pinguinskostüms sollte es auch noch eine Hose dazu geben. Ein bisschen schmunzeln musste ich schon, als der Jüngste sofort danach fragte und damit schon fast voraussetzte, dass ich mit meinen Nähkünsten das selbstverständlich auch noch schnell hinbekommen würde. Wie beim Oberteil bliebt ich beim bereits fertig daliegenden Schnittmuster des Faschingskostüms und nähte daher gleich nochmal die Basishose Casual Ultimate aus dem gleichen Ottobre-Heft 4/2013 wie das Kapuzenshirt. Damit fiel wenigstens der Aufwand des Schnittmusterklebens weg.

Ebenfalls wie beim Dinosaurierkostüm wurde auch wieder geplottet. Da ein Pinguin Fische verspeist, gab es einen sehr bunten Meeresbewohner. Wer erinnert sich noch an das Lampendisaster und die wirklich süße Entschuldigung? Dazu gibt es nun schon einige Jahre ein Happyend, das eigentlich auch mal sehr gut zu meiner Nachhole-Blogparty passen würde. Die Plotterdatei gehört zu Maritim 1 Megapack von Growidesign und ich habe dabei mal die Watercolor-Flockfolie ausprobiert, die eigentlich für meine Yogakleidung vorgesehen war.


Der Stoff ist wiederum von der Stoffmeisterei in Radeberg. Oben ist das Bachbündchen grau, während die blauen Bauchbünden ein bisschen das Meereswasser symbolisieren sollten. Als Einnäher gab es wieder mein Nählabel von Dortex und von dem thematisch so gut passenden Fischewebband, habe ich gleich eine ganze Rolle.

Damit war der Vogelhochzeit-Pinguin bestens ausgestattet. Die bequeme Hose mit dem lustigen Fisch wird auch nach dem kurzen Schulauftritt noch gerne getragen. Für das Oberteil ist es aktuell zu warm, aber ich bin noch etwas unschlüssig, ob es in der Verkleidungskiste bleibt oder ob ich den Schwanz abschneide und es damit dauerhaft tragbar wird.


Mit der spontanen Nähherausforderung für die Grundschule ging es übrigens kurze Zeit später noch weiter. Aber davon wird in einem anderen Blogbeitrag zu berichten sein.
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Vogelhochzeit Pinguin Kapuzenshirt Beagle Boy Ottobre 4/2013 Gr. 128
Durch die geografische Nähe zu den Sorben ist hier sowohl die Vogelhochzeit als Fest, wie auch das Kinderlied sehr präsent. Als das Grundschulkind im März verkündete, dass es in der Schule dazu eine Aufführung geben würde, war das wenig überraschend. Ich hatte allerdings weder damit gerechnet, dass er den Pinguin geben würde, noch das eine Verkleidung dazu gebraucht würde. Immerhin gab es die Rückmeldung, dass eine Maske dazu ausreicht. Kein anderer Vogel hätte zu unserem Kind besser gepasst, denn dieses Tier hatte er ja sogar schon als Kindergartensymbol. Die Maske von Pinguinkostüm hatte glücklicherweise eine Einheitsgröße und passte noch. Das Kostüm hingegen, ist nach fünf Jahren gleich mehrere Kleidungsgrößen zu klein. Die Überlegung ein neues zu nähen, verwarf ich aufgrund der aktuellen Lebensthemen wieder – vorerst.


Nach zwei Wochen und nur vier Tage vor dem Auftritt erwähnte das Kind, dass es nun doch ein Kostüm bräuchte. Ganz toll. Der Schnitt Kaputzenshirt Beagle Boy aus einem Ottobre 4/2013 lag vom diesjährigen Faschingskostüm noch bereit und so schnitt ich schwungvoll eine schwarzen Stoff zu, den ich erst kurz vorher bei der Stoffmeisterei in Radeberg gekauft hatte (und der hier noch nicht gezeigt wurde). Der ockerfarbene Stoff für den Kaiserpinguinbauch ist noch von RijsTextiles und das weiß die Rückseite der sehr flauschige Sterntalerkauf.



Die Serpentinennaht als Topstich der Coverlock Primo* erleichterte sehr das aufbringen der Stoffbereiche am Bauch. Wenn ich zu dieser fantastischen Maschine* endlich mal einen eigenen Blogbeitrag schreiben sollte, habe ich schon jede Menge Bilder, die meine eigenen Nähergebnisse zeigen.


Das Shirt hinten wurde mit einem Pinguinschwanz verlängert und er selbst nahm im Kostüm sofort die passende Pinguinhaltung ein. Seine Textzeile war übrigens:
Der Pinguin, nicht schnöde,
der hält die Hochtzeitsre-ede.
Mir selbst war ja eher unbekannt, dass es in diesem Lied überhaupt einen Pinguin gibt, aber wenn es mehr Kinder in der Klasse gibt als klassischerweise Vogelstrophen muss man sich eben etwas einfallen lassen.


Der Pinguinschwanz war aus dünnerem Jersey gab es hier mal auf dem Stoffmarkt und er eignete halbwegs gut, um den Kostümzusatz auf dem Schulweg wegzuklappen. Der Sohn forderte dazu auch noch eine passende Hose ein, die hier aber wieder ihren Einzelauftritt bekommt. Solche spontanen Wünsche durch das Nähhobby erfüllen zu können, macht Spaß.
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