Der 12. August 2026 fiel auf einen Mittwoch und in die letzte Schulsommerferienwoche. Am Sonntag zuvor waren wir nach insgesamt 32. Urlaubsreisetagen mit drei Wochen Irland und nach drei Arbeitstagen der traditionellen Chorwoche im Harz wieder zu Hause angekommen und wir Eltern starteten am Montag in den Arbeitsalltag. Der Jüngste ging in den Schulferienhort und das mittlere Kind kam am Vortag aus Leipzig zurück, wo er Freunde besuchte und auf dem Rückweg zufällig den gleichen Zug wie seine Patentante nahm.

Ich entschied mich für’s Homeoffice, wie häufig an diesem Wochentag, da ich am Nachmittag zum Yoga wollte. Da es aber noch Schulferien waren, startete der Tag sehr entspannt mit dem Jüngsten gegen 7:00 Uhr. Ich gönnte mir einen schnellen Blogartikel, für den ich die Bilder bereits im Auto auf der Harz-Rückreise bearbeitet hatte. Am gleichen Platz auf dem Lieblingsdachboden bei erträglichen Temperaturen folgte ein Arbeitstag mit Terminen von 9.00-9:30 Uhr, 10:00-12:00 Uhr und 13:00-14:00 Uhr. Halb vier beschloss ich, dass ich zur Entspannung nach der Arbeit nochmal ein bisschen am Bloglayout rumprobiere und schaffte es tatsächlich mit KI Unterstützung das vermisste “One day bevor” Plugin nachzubasteln. Ganz zufrieden bin ich noch nicht, aber ich finde es genial, dass es überhaupt geht. Die beiden großen Schulkinder waren unterwegs – die Tochter mit einer Freundin im Kino und der mittlere ohne jegliche Info bei einem Freund (wie sich am Abend herausstellte).
Am Nachmittag kam die Nachricht, dass die Yoga-Runde von 17:00 Uhr mit der Gruppe von 19:00 Uhr zusammengelegt wird. Für mich gab es daher die Entscheidung weiter drei Maschinen Wäsche zu legen, einkaufen zu gehen oder mit dem Mann und dem Jüngsten im Zschonergrundbad – übrigens das laut aktuellem Ranking beste Freibad von ganz Deutschland – abzutauchen. Wir müssen uns dazu nur auf das Rad schwingen, aber auf dem Rückweg einen ordentlichen Berg absolvieren, was mich häufig abschreckt. Zurück zu Hause fanden sich auch die anderen Kindern wieder an, es wurde etwas hektisch mit vielen Gartentomaten Abendbrot gegessen und anschließend zur Sonnenfinsternis gestartet. Es ist sehr genial, dass der Patenonkel der Tochter sie zu ihrem 11. Geburtstag so perfekt mit einem Teleskop* ausgestattet hat und wir inzwischen von ihm auch einen Sonnenfilter* und einen Spiegelreflexadapter haben. Unser Abend endete anschließend 22:30 Uhr. Der Start ins Arbeitsleben macht uns aktuell noch ganz schön müde …
Ich kann mich übrigens noch sehr gut daran erinnern, wo ich die totale Sonnenfinsternis 1999 verbrachte habe – ich hatte mit 22 Jahren gerade mein Magister-Grundstudium beendet und war durch die Latinumsprüfung mit einer Durchfallquote von 73% ebenfalls durchgefallen. Meine Rettung des bereits geplanten Auslandssemesters in Wien war ein Sommer-Latein-Kurs in Frankfurt am Main und eben dort wurde der Unterricht unterbrochen und wir schauten zusammen mit dem Griechisch-Kurs fasziniert in die Sonne. Brillen gab es damals nach meiner Erinnerung überall … ich bin dankbar, was mein Leben seit diesen Studientagen alles möglich gemacht hat.
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