Geld verdienen mit DIY Blogs: Jahresrückblick & Blogeinnahmen 12/2016
Auf zu den Dezemberzahlen und dem Jahresfazit, das zwar bei der Auswertung immer den höchsten Aufwand bedeutet, aber mir auch immer sehr deutlich zeigt, was mit den Euronen passiert ist und wo sie wirklich – mit welcher Gewichtung – herkommen. Im Dezember kam mit 117,39 € zwar das fünftbeste Jahresergebnis zusammen, aber gleichzeitig im vierten Jahr auch das schlechteste Ergebnis für den Hauptgeschenkemonat. Von Unzufriedenheit bin ich aber natürlich ganz weit entfernt.

Die Euronen kamen im letzten Monat von:
Amazon*: 87,93 €
Zanox: 10,38 €
Lead Alliance: 9,60 €
Namensbänder*: 7,72 €
Blogfoster: 1,76 €

Die Verteilung war wirklich sehr übersichtlich und ohne den Bücherriesen* hätte es tatsächlich ziemlich mau ausgesehen. Einzig überraschend stabil bleibt Namensbänder*. Dafür habe ich mir selbst einige Wünsche erfüllt wie 20,00 € für Stoff, Speis’ und Strank beim Dresdner Nähbloggertreff, 9,90 € für ein Workbook von Jademond und 89,65 € für den großartigen Taschenbegleiter von RoterFaden. Aus dem Werbungsetat gingen nur wieder die 4,99 € für WinSim* weg. Bei den Spenden hatte ich eigentlich noch ein thematisch passende Spende für den Abschluss der Blogparade von #meinfreundsalim geplant, aber das musste nun doch ins neue Jahr verschoben werden.
Deutlich über den Geldwert lag im Dezember 2016 der Warenwert mit 187,98 € denn dazu gehörten nicht nur die Bücher “Im Garten der Schmetterlinge“*, “Hektor und Omamascha – Der Aufräumtag“*, “Tante Poldi und die sizilianischen Löwen“, “Herr Rumpelpumpel fliegt weg“* und “Das Schönste von Pittiplatsch: Spannende Kobold-Abenteuer mit Schnatterinchen und Moppi“* sondern auch die schon vor langer Zeit gewonnene Wandlampe mit dem kleinen Maulwurf* für 69,00 € und der basische Nackenwickel für 59,00 €.
Geschrieben wurden wieder 21 Blogbeiträge und die Seitenaufrufe stiegen auf 41.820 – so viele hatte ich noch nie.
Damit geht’s nun weiter mit der Gesamtjahresauswertung. Auf den ersten Blick liegt der Geldwert mit 1827,37 € deutlich unter dem Höhenflug von 2015 mit damals 2391,87 €. Da der Warenwert aber um etwa den gleichen Betrag höher ausgefallen ist – wozu unter anderem der Ranzen beigetragen hat – ist die Gesamtsumme tatsächlich fast gleich, was mich selbst überrascht hat. Diese Einheitlichkeit haben aber nur die beiden bezahlten Blogeinträge zum Buch und zur Innendämmung möglich gemacht.

Wie die Verteilung ganz gut zeigt, bildet das zweite Schwergewicht leider nicht mehr DaWanda*, wo es nur 144 statt 415 Bestellungen wie im Vorjahr gab. Die Begründung dafür ist schnell gefunden, denn nach meiner China-Rückkehr und den anschließenden Problemen mit dem Layout hatte ich keine Energie mehr, den Werbeplatz zu füllen. Wenn ich auf der Seite noch ein bisschen mehr aufgeräumt habe, kann es vielleicht 2017 dort weitergehen.
Weiterhin ernüchternd, sind die Einnahmen von den Anbietern, denen ich gerne meinen Blog als Werbeplatz zur Verfügung stelle. Waren es bereits 2015 HessNatur*, Waschbär* oder auch Die Besonderen*, die kaum etwas brachten, sind es 2016 auch noch tausendkind* und Alles-für-Selbermacher*, die nicht mehr laufen. Das vollständige Trennen fällt mir aber weiterhin schwer, denn das Gefühl stimmt so sehr viel mehr als bei Amazon* – dort gab es 2016 immerhin 717 verschickte Artikel mit einem Bestellvolumen von über 13.000 €. Davon sind 67 (!) Rollschneider* … Seit Anfang 2017 bewerbe ich übrigens auch noch die Alternative Fairmondo*. Wegfallen wird aber tatsächlich die Zweitvermarktung meiner Artikel und dafür ein neues Portal getestet.

Die Auswertung der Ausgaben ist auch wieder interessant. Diesmal ist nicht ganz die Hälfte in Stoffe, Nähkurse oder auch die Nähbloggertreffs und nachhaltige Mode geflossen. Insgesamt waren es aber dann doch 772,65 €. Der Ernteanteil zur SoLaWi wurde nur noch im Januar abgezogen und deutlich mehr ist auf die hohe Kante für die Nähmaschinen und den zukünftigen Ofen gewandert. Auch für das Finanzamt liegt nun schon etwas bereit.
Die Liste der Kooperationen war 2016 ein bisschen kürzer, aber es gab neben den ganz vielen Büchern doch feine Sachen, die mir die Bloggerei ermöglicht hat:
– ich konnte dem Mann ein Bio-Shirt von Unipolar schenken
– Papierherzen verschenken
– nach Köln zu einem Workshop vom Lübbe-Verlag reisen
– es gab fünf gesponserte Gewinne von Näähglück*, Clauchichi*, Internaht*, Prachtkinder* und Blaubeerstern*zum sechsten Bloggeburtstag
– in einem Hängesessel von Tropilex schaukeln
– der Tochter einen ergonomischen Schulranzen von Ergobag aufsetzen
– einen Spielzeugtisch von Limmaland dem Sohn hinstellen
– in ein kostbares Loktapapierbuch von NaturalPaperLovers während meiner China-Reise schreiben
– meinen Körper mit Produkten von P. Jentschura basisch pflegen und bürsten
– aus dem Teeglas #teafavs von Amapodo trinken
– eine außergewöhnliche Lampe von conturaProducts* an die Decke hängen
– sowie eine Maulwurflampe im Kinderzimmer anbringen
– und schließlich am Ende des Jahres einen Bronchien- und Nackenwickel von P. Jentschura umlegen
Nun bleibt mir noch, endlich mal wieder richtig deutlich DANKE zu sagen – wer auch 2017 den Weg über die Bestellungen-Seite geht. hilft uns damit sehr.
Rezension: FilzFABRIK: geklebt, genäht, genietet
Das Filzbuch “FilzFABRIK: geklebt, genäht, genietet“* ist zwar nicht mehr so ganz neu, aber hat dennoch den Weg zu meinem Rezensionsstapel gefunden, weil ich mir aus dem Verlagsprogramm ganz frei ein Buch wählen durfte. Dazu kam es diesmal, weil mir die Glücksfee nicht zur Teilnahme am Bloggeradventskalender des Verlags verholfen hat – dafür ein so feines Filzbuch von 2015 zu bekommen, war aber mindestens genauso fein.
![]() |
| Abbildung vom Frechverlag |
Bislang habe ich selbst ja fast nur nassgefilzt und bin etwas erschrocken darüber, wie lange mein letztes Projekt schon her ist. Das Material mag ich aber weiterhin sehr und vor einigen Wochen entstand auch eine Handyhülle aus Fertigfilz. Die Fertig- bzw. Bastelfilzvarianten stehen auch im Mittelpunkt der “FilzFABRIK: geklebt, genäht, genietet“*.
![]() |
| Abbildung vom Frechverlag |
Das Buch wurde von der Diplom-Designerin Kathrin Arens, die wohl Illustrationen wie auch Grafikdesign anfertigt, geschrieben. Überraschenderweise gibt es in ihrem DaWanda-Shop Garnfalter* überhaupt nichts aus Filz. Bereits im Inhaltsverzeichnis bekommt man einen Überblick, welche Objekte man nachgestalten könnte. Zunächst gibt es einen Überblick zu den Filzarten, bei denen ich mir allerdings gewünscht hätte, dass die Autorin angibt, welche Filzart im Buch verwendet wurde – handelt es sich bei den Angaben “Filz” oder “Formfilzplatten” denn nun um Industriefilz oder Tuchfilz oder Pressfilz?
![]() |
| Abbildung vom Frechverlag |
Die 36 Projekte sind dann in die Kategorien “Für Zuhause”, “Taschen”, “Schmuck” und “Ordnungshelfer” unterteilt. Fast die Hälfte wird der ersten Rubrik zugeordnet, während die letzte nur noch vier Modelle auflistet. Jedes Projekt – egal ob aus der Kategorie einfach oder etwas schwieriger – wird auf genau einer Doppelseite präsentiert. Neben wunderbar kontrastreichen und klaren Aufnahmen gehört dazu ein Erläuterungstext, bei dem die Arbeitsschritte mit schematischen Zeichnungen illustriert sind. In einem farblich abgesetzten Kasten stehen die Angaben zum Material (häufig Wollfilz, manchmal aber auch der schon erwähnte unspezifische Filz oder die Formfilzplatten), den Werkzeugen und den Vorlagen. Diese befinden sich masstabsgetreu in Papierform in der hinteren Buchlasche.
![]() |
| Abbildung vom Frechverlag |
Bis auf die Unklarheiten, welche Filzartvariante nun wirklich bei den Beispielen verwendete wurde, begeistert mich an diesem Buch vor allem reduzierten Formen der Objekte. Viele sind ganz wunderbar schlicht und gleichzeitig so klar in ihren Strukturen, dass sie wie kleine Designobjekte wirken. Die Schalen würde ich mir auch gerne in die eigene Wohnung stellen. Damit kommt man ganz bestimmt auch als Geschenk in der Erwachsenenwelt richtig gut an. Der Praxistest wird auf jeden Fall folgen.
amberlights Rezensionsportal
MMM: Jahresrückblick 2016
Nun habe ich doch tatsächlich letzte Woche den Jahresrückblick vom Me-Made-Mittwoch verpasst. Da eine Verlinkung aber ohnehin fast schon peinlich geworden wäre, hole ich zwar diese Woche nach, schreibe aber darüber nur, weil es diese Rückblicke auch 2015 und 2014 gab. Ich mag die Statistikerstellung ja immer sehr.

Während es in den letzten Jahren ja wenigstens sechs Kleidungsstücke für mich waren, sind es diesmal *hüstel* nur zwei. Der Rock ist ja durchgefallen und so bleibt wirklich nur das Mausgrau-Shirtfür mich. Die Arme habe ich aber tatsächlich noch verlängert und trage es gerne und ziemlich oft. Das gute an der Uni-Farbe ist, dass ich mich dabei immer richtig mit meinen deutlich farbenfroheren Schals und Tüchern austoben kann, denn die mag ich das ganze Jahr sehr.
Gewinn Adventskalender Handmade Kultur
Im Dezember hatte ich ja nicht nur die Adventskalender aufgelistet, sondern habe auch fleißig mitgemacht. Diesmal habe ich tatsächlich bei Handmade-Kultur gewonnen. So liegen nun gleich zwei neue DIY-Accessoires auf meinem Creadienstagstisch.

Noch etwas ratlos bin ich über den Loom-Rahmen aus Holz*, denn die Ergebnisse sehen für mich irgendwie ziemlich altbacken aus. Allerdings haben mich auch die Grannys noch nie sehr gelockt. Aber ausprobieren muss man es wahrscheinlich mal. Wenn wir gar nicht miteinander warm werden, wird der Rahmen wohl zu Tauschticket* wandern. Um so mehr begeistert mich die Crafters-Clutch*, die mich von nun an zu den monatlichen Treffen der Dresdner Nähblogger begleiten wird.
Boxershort Mr. Leopard Ottobre 6/2016 Gr. 92/98
Nicht alles hat es rechtzeitig in die Jahresübersicht im Dezember geschafft. Dazu gehörte auch der erste selbstgenähte Schlüpfer für den Sohn. Von der Tochter waren zwar noch einige Modelle vorrätig und der Gewinn von Kleine Griebe ist ohnehin im Dauereinsatz, aber er sollte auch etwas eigenes bekommen.

Beim Nähbloggertreff im Oktober wurde mir bei der kryptischen Ottobre-Anleitung auf die Sprünge geholfen und anschließend konnte ich loslegen. Ohne die Hilfe aus dieser Runde wäre ich wahrscheinlich nie darauf gekommen, wie ich die beiden vorderen Innenteile legen muss, um mit nur einer Naht den Abnäher so hinzubekommen, dass man später keine sichtbare Naht hat.

Anschließend war aber trotzdem ziemlich der Wurm drin. Während meine ursprünglichen Modelle total schnell genäht waren, habe ich hier ziemlich in die Tischkante Nähmaschine gebissen. Es sollte feine Coverlocknähte geben und erst nach der Fertigstellung und wirklich miserablen Nähten wurde mir klar, dass ich falsch eingefädelt hatte. Das ist mir schon lange nicht mehr passiert.

Auch bei der Stoffwahl war ich nicht richtig zufrieden. Meine allerletzten Stückchen vom Nilpferd-Stoff*, den ich von Dani-Ela als Geschenk zur Geburt des Sohnes bekommen habe, reichte nicht mehr ganz, denn daraus ist ja schon ein Shirt und die Hochzeitshose entstanden und musste daher mit Streifenstoff aus den Überraschungstüten von Internahtkombiniert werden. Außerdem war mein Bestand an vorzeigbaren, breiten Gummi erschöpft, den ich eigentlich beim Stoffmarkt wieder auffüllen wollte, dessen Besuch aber notwendiger Schreibtischzeit zum Opfer gefallen ist. Vorrätig war nur noch Samt(?)band in Lila, das ich aus einer Stoffüberraschungstüte aus Leipzig habe.

An die Seite kam mal wieder das Blaubeerstern-Fischewebband* und natürlich mein eigens Nähläbel*. Diese Kombination gab es mittlerweile schon öfter, aber sie passt einfach so gut zum Sohn und natürlich auch irgendwie zum Thema Unterwäsche.

Das größte Problem war nach der Fertigstellung die Passform. Genäht nach der allerkleinsten Größe in 92/98 war das Ergebnis so weit von der Tragbarkeit entfernt, dass sie zunächst nur in den Schrank wanderte. Pünktlich zum dritten Geburtstag trennte er sich von den wunderbaren Stoffwindeln zunächst tagsüber und passt da eigentlich nur in Schlüpfer der Gr. 68/74, die kaum zu bekommen waren. Ein kleiner Größenvergleich ….

Inzwischen hält der breite Gummi die Boxershort zumindest halbwegs am Kind. Der Mann bezeichnet das Modell allerdings als Zu*hält*er-Schlüpfer, weil er Farbton und Material des Gummis grenzwertig findet. Das dünne Söhnchen findet ihn aber sehr schick und ist ohnehin von allen Varianten schwer begeistert, die nicht nach wenigen Schritten in den Kniekehlen hängen. Ein Zweitmodell wird es davon aber nicht geben, denn für das kleine Höschen habe ich viel zu lange gebraucht und war von den vielen Nähten ein bisschen genervt.


Verlinkt bei Made4Boys sowie Kiddykram und “Für Söhne und Kerle“.




