Rezension: Das gute Ei

Als ich vor einigen Woche die Neuerscheinung "Der böse Kern" als Rezensionsexemplar bekam, konnte ich mich noch gut an die Entscheidung für dieses Kinderbuch erinnern. Die damit korrespondierende Ausgabe  "Das gute Ei"* hatte ich aber tatsächlich etwas vergessen und...

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Spiel(zeug)rezension: Kurz vor Knapp von Zoch

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Rezension: Versuchen: Das besondere Kinderbuch

Wenn unsere drei Kinder später an ihre Familienzeit bei uns denken, haben sie hoffentlich eine Erinnerung an ganz viele Kinderbücher. Irgendwann jenseits der 100 habe ich aufgehört zu zählen. Die besonderen Bücher sind mittlerweile nun auch über eine Empfehlungsliste...

Jahreszeitentisch Winter 2019/2020/2021

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Rezension: Das gute Ei

Rezension: Das gute Ei

Als ich vor einigen Woche die Neuerscheinung “Der böse Kern” als Rezensionsexemplar bekam, konnte ich mich noch gut an die Entscheidung für dieses Kinderbuch erinnern. Die damit korrespondierende Ausgabe  “Das gute Ei“* hatte ich aber tatsächlich etwas vergessen und war daher selbst überrascht. Alleine die Gegenüberstellungen der beiden Titel ist natürlich amüsant. Die Handschrift der Illustrationen und Textformulierungen sind nah beieinander, denn wieder ist der bei der New York Times gelisteter Bestsellerautor für Kinder- und Jugendbücher Jory John der Autor und die Illustrationen von Pete Oswald.

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Der Verlag gibt auch diesmal wieder eine Verlagsempfehlung für das Kindergartenalter mit 3-5 Jahren. Während ich beim Kern-Buch schon betont habe, dass ich diese Alterseinschätzung nicht nur zu früh finde, sondern auch ein Erwachsenenbuch durch die Themenwahl sehe, kippt das Eibuch meiner Meinung nach komplett aus der Kinderwelt heraus. Das Ei will ein gutes Ei sein und es allen recht machen. “Wann immer du irgendwie Hilfe brauchst, ich bin dein Ei.” (S. 4)

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Da Ei bekommt einen (Rührei)-Burnout und muss ich mühsam selbst finden, in dem es den Eierkarton verlässt. Am Ende ist es ein glückliches Ei, das gelernt hat, dass es nicht nur anderen alles recht machen darf, sondern vor allem Selbstzufriedenheit finden muss. Kein einfaches Thema. Was soll damit ein Kindergartenkind anfangen? Das Ei verrichtet nicht nur laute Erwachsenentätigkeiten, wie den Reifenwechsel, sondern wählt vor allem das Fortgehen von seinem Zuhause.

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Was für die Erwachsenenwelt bereits nur eingeschränkt funktionieren kann, ist aus meiner Sicht als Ratschlag für so kleine Kinder geradezu fahrlässig. Will ich meinem kleinen aber auch größeren Ei-Kind wirklich vermitteln, dass es nicht das Gespräch sucht, sondern (in der Nacht!) das Zuhause verlässt und komplett alleine geht? “Ich wanderte von Stadt zu Stadt. Aus Stunden wurden Tage. Aus Tagen wurden Wochen. Ich verlor mein Zeitgefühl. Ich war alleine.” (S. 17)

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Den einzigen Kinderbezug, den ich mir vorstellen könnte, war ein Erklärbuch für Familien, in denen ein Elternteil durch Depressionserkrankungen die Kinder längere Zeit verlassen muss, um sich selbst zu finden. Noch besser passt es aber wahrscheinlich direkt für Betroffene, wobei mir da wiederum die Erfahrung fehlt, wie so ein Buch in solchen schwierigen Zeiten wahrgenommen wird.

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Schlaufengiraffe statt Hochzeitskissen

Schlaufengiraffe statt Hochzeitskissen

Denkt ihr auch manchmal darüber nach, was euch im Jahr 2020 eigentlich erwartet hätte, wenn das Weltgeschehen sich nicht so überraschend radikal geändert hätte? Bei uns wäre es unter anderem eine Hochzeitsfeier gewesen, auf der ich so gerne zu Gast gewesen wäre. Wenn jemand im Freundeskreis heiratet, den man nun schon mehrere Jahrzehnte kennen darf, ist der Schritt zum Ja-Wort eine besondere Freude. Das rauschende Fest musste ausbleiben, aber es gab nun “übers Jahr” immerhin einen großartigen Grund, eine Schlaufengiraffe zu nähen.

Der halbe Engländer bekam einen wunderbar britischen Namen und von mir eine Giraffe in Türkis. Den Kindermotivstoff habe ich passenderweise auf der Rückfahrt von unserer eigenen Hochzeitsreise gekauft und damit bei meinem allerersten Stoffmarkt in Potsdam. Als Webbandeinnäher habe ich mich neben dem eigene Nählabel von Namensbänder* für ein Auto-Webband von Volksfaden mit passenden blau-grün Tönen und zwei Blaubeerstern-Webbändern – wie die Elefantenparade* – entschieden.

Leider konnte ich die Schlaufengiraffe diesmal nicht selbst überreichen, denn die Freude der Eltern über diese kleinen, personalisierten Geschenke verpasse ich eigentlich ungern. Aber bei zu so einem neuen Erdenbürger hält man natürlich noch mehr Abstand, um ihn besonders zu schützen. Ein bisschen träume ich aber schon von einer nachgeholten Hochzeitsfeier und hoffe, dass es mit guten Gefühl möglich sein wird.

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Spiel(zeug)rezension: Kurz vor Knapp von Zoch

Spiel(zeug)rezension: Kurz vor Knapp von Zoch

Wenn man es genau nimmt, gehört auch die heutige Spielzeugrezension noch zu den nachgereichten (fast weihnachtlichen) Themen, denn während das Schulkind sich an Riff Raff begeisterte und der Jüngste Kaffee kochte, fand die Tochter mit “Kurz vor Knapp“* ein Geschicklichkeits- und Strategiespiel für Kinder ab acht Jahren unter dem Weihnachtsbaum. Das erklärt auch, warum sie bei den Spielebildern ihren Jumpsuit an hat.

Das Spiel für die ganze Familie wird mit einem losen Faden und jeweils in einem Plastikbeutel verpackten Säulenstücken und Holzstäben sowie der Spielanleitung geliefert. Man muss nichts zusammenbauen und kann sofort los spielen. Bis auf die zwei Verpackungstüten ist das Spiel wieder plastikfrei. Selbst die Regeln sind relativ einfach und doch bringt es viel Spaß für ältere Kinder und auch Erwachsene.

Zunächst definiert man mit dem Band das Spielfeld, positioniert zehn rote Säulen und legt die Stäbe mit unterschiedlichen Längen spiralförmig außen herum. Dann beginnt man mit Augenmaß abzuschätzen, wo man Stäbe zwischen den Säulen positionieren kann. Sie dürfen dabei aber nicht überstehen und natürlich auch nicht zu kurz sein, da es sonst ja nicht halten würde.

Das ist am Anfang noch relativ simpel, wird aber komplexer, wenn man mehrere Ebenen gebaut hat. Dann dürfen die Mitspieler behaupten, dass sie auf höheren Ebenen eine Kombination entdeckt haben und den Spielzug damit abjagen. Halten die Stäbe, darf man weitere Säulen verbauen, deren Anzahl von der Ebene abhängt. Wer zuerst keine Säulen mehr hat, ist der Gewinner. Hat man aber jemand einen Spielzug abgejagt und misslingt es, bekommt man beispielsweise wieder Säulen dazu. Vier Spieler können maximal mit spielen.

Wenn ich meine Spielebilder genau anschaue, begeht die Tochter auf ihre Säule sogar gerade einen Fehler, denn das bereits gelegte Stäbchen darf nicht verschoben werden und auch nicht über die Plattform rausragen, aber in der Weihnachtszeit waren wir da wohl nicht ganz so kritisch.

Auf jeden Fall macht das Spiel großen Spaß. Bei uns ist derzeit noch die Herausforderung, dass die jüngeren Geschwister mitspielen wollen, wofür man bei vielen Spielen ja gut Kompromisse findet. Kurz vor Knapp funktioniert aber wirklich nur für Kinder, die konzentriert spielen und nicht, wie auch noch der Schulanfänger oder gar das Kindergartenkind schwungvoll an der Konstruktion wackeln. Kennt ihr das Spiel und bis in welche Ebene seid ihr schon gekommen?

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Rezension: Versuchen: Das besondere Kinderbuch

Rezension: Versuchen: Das besondere Kinderbuch

Wenn unsere drei Kinder später an ihre Familienzeit bei uns denken, haben sie hoffentlich eine Erinnerung an ganz viele Kinderbücher. Irgendwann jenseits der 100 habe ich aufgehört zu zählen. Die besonderen Bücher sind mittlerweile nun auch über eine Empfehlungsliste hier auf dem Blog hinterlegt. Das Vielleicht-Buch von Kobi Yamada gehört da unbedingt dazu und wurde von der Tochter letztes Jahr sogar in der Schule vorgestellt. Um so neugieriger war ich deshalb auf die Versuchen-Fortsetzung*. Schafft der Autor, der eigentlich kein klassischer Schriftsteller, sondern eigentlich Geschäftsführer einer Firma ist, nochmal diesen besonderen Lesezauber zu entfachen?

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Nach meiner Einschätzung ist das tatsächlich gelungen, was bei Fortsetzungen meistens gar nicht so einfach ist. Wie der Titel, der wieder auf dem Cover in Schreibschrift Bronzefarben reflektiert, schon verrät, ist es auch diesmal wieder eine Mutmach-Buch (nicht nur) für Kinder. Traut man sich, etwas Neues zu beginnen, auch wenn man scheitern kann? Mein Lieblingssatz des Buches ist: “Wenn man nichts ausprobiert, gibt es weniger zu erleben, weniger zu lieben und weniger zu lernen.” (S. 9)

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Natürlich führt die Geschichte zum “versuchen” geht aber auch auf Rückschläge und Enttäuschungen ein, wobei sich ganz zauberhaft der gesamte Lebenskreis schließt. Mehr sollte man noch nicht verraten, sondern selber lesen. Die eigentliche Beschäftigung mit diesem Thema beginnt dann auch erst danach, denn auch dieses zweite Yamada-Buch ist eine Anregung für die eigene Gedankenwelt und bei Kindern vor allem zum persönlichen Gespräch. Das auch dieses Buch diese Möglichkeit wieder schafft, ist bemerkenswert.

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Wer das erste Buch kennt, war dort sicherlich auch von der Illustration und Farbigkeit fasziniert. Diesmal illustrierte die Australierin Elise Hurst. Das Buch ist dabei fast durchgängig in Grautönen gehalten und setzt sparsame Farbakzente. Bei der Technik bin ich mir im Druck nicht sicher, ob es kolorierte Radierungen mit Federzeichnungen sind oder eine Mischung aus verschiedenen Graphiktechniken.

Presse-Abbildung vom Adrian-Verlag

Die Altersempfehlung mit 6-8 Jahren ist zwar ein bisschen später angesetzt, als das  das Vielleicht-Buch, aber aus meiner Sicht immer noch sehr früh. Auch wenn die Abbildungen hervorragend zum Buch passen und mich sehr begeistert, trägt diesmal vor allem der Text und damit auch der Themeninhalt. Größere Kinder – deren Altersgrenze aus meiner Sicht das ganze Leben umfasst – werden davon sicherlich deutlich mehr angesprochen. Auch dieses Jahr wird die große Tochter dieses Buch wieder am Zeugnistag bekommen.

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Jahreszeitentisch Winter 2019/2020/2021

Jahreszeitentisch Winter 2019/2020/2021

Ob ich die Woche der nachzureichenden Blogthemen ausrufe? Heute wage ich sogar Winterbilder, während sommerliche Temperaturen mich umgeben – Weihnachtsmänner im Juni, die wahrscheinlich gerade niemand sehen will. Eigentlich hatte ich ja den Plan, die Jahreszeitenthemen Quartalsweise mit dem ebenfalls bereits schon ausgelassenen Vorjahr zu koppeln und so nichts komplett wegfallen zu lassen. Nach meiner Erinnerung war ich damit beim Herbstbericht 2019/2020 sogar fertig geworden, denn der Winter 2019 wurde eigentlich noch einzeln eingestellt. Komischerweise fehlen dort aber die schönsten Dinge und damit wird es nun ganz wirr. Ich berichte nun also komplett verspätet nicht nur über den Winterjahreszeitentisch 2020/2021 sondern reiche auch noch Fundstücke von 2018/2019 nach … nun ja. Ob das jemand (jetzt) lesen mag?

Dem November aus dem letzten Jahreszeitentischbericht folgte natürlich der Dezember und damit durften meine zahlreichen Köhler Weihnachtsmänner* aus ihren Kisten aussteigen. Inzwischen habe ich schon fast so viele, wie der Dezember Vorweihnachtstage hat. Auch das Themenbuchfach, dass ich diesmal nicht komplett fotografiert habe, ist  dank der Rezensionsexemplare gut gefüllt. Die Grüffelo-Box kann man erkennen und das Winterbuch. Außerdem suchte der Mann sich diese Ecke für seinen persönlichen, von einem Kollegen geschenkten Schokokalender raus, der ja nicht der einzige in der Wohnung war. Ich selbst hatte mir ja den Naturkinder Weihnachtskalender gegönnt, der zwar nicht in die Jahreszeitenecke passte, aber trotzdem seinen Auftritt hier bekommen soll.

Es waren wirklich feine Dinge dabei, auch wenn er noch besser zu Strickern passt. Der Lieblingsbügel ist beispielsweise nun immer auf meinen Blogbildern zu sehen, der Kartenhalter in der Jahreszeitenecke und die Wollstränge passen perfekt zur PuppenMitmacherei2021. Das Windlicht wanderte ebenso wie eine dem Mann zum 40. Geburtstag geschenkte Sanduhr* in die Januar-Ecke. Er bekam ein 40wöchiges Zeitungsabo für die Zeit und sollte sich mit der Sanduhr regelmäßig bewusst Zeit zum Zeit lesen nehmen.

Folgt noch der Februar. Die Kinder waren in der dritten Coronawelle wieder zu Hause und ich hatte Mühe dem Erstklässler doch noch rechtzeitig seine noch nicht gekaufte Zeugnismappe* zu besorgen. Die Tochter wiederum bekam ihre ersten Gymnasiumsnoten ohnehin nur via E-Mail. Für den Valentinstag folgte ich einer Instagraminspiration und schenkte “uns” eine Losbox für Paare*. Mein Mann hat sehr viele Vorzüge, aber das spontane umsetzen von Redethemenvorschlägen oder Aktivitäten gehört eher nicht dazu. Daran hat auch die Box nichts geändert und so werden die Lose nun mittlerweile doch eher (ungeöffnet) verschenkt.

Rückblick 2019:

Was fehlt nun vom Vorjahr? Ausgerechnet das Bild mit den feinen Kinderkunstwerken, wobei der Schwibbogen wenigstens seinen verdienten Einzelauftritt bereits hatte.

Außerdem habe ich wohl nie gezeigt, was aus dem Gemeinschaftskalenderprojekt geworden ist, für das ich erst die vielen Zahlen gestickt hatte und dann das erste Mal Kerzen bestempelte. Allein die Verpackungsansicht war wunderbar und der Inhalt noch viel mehr.

Letztes Jahr war mir klar, dass es eine Herausforderung wird, mental gesund durch diese Coronazeit zu gehen und ich sagte deshalb nicht zu. Ob sich die Damen auch 2021 beschenken? Ich muss wohl mal nachfragen …

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