Rezension: Die geheimnisvolle Welt der Pilze: Das Natur-Mitmachbuch für Kinder

Die erste Buchrezensionim Herbst ist passenderweiseein Pilzbuch. Wie bereits bei den bereits vorgestellten Büchern aus der Natur-Mitmachbuchreihe “Wald und Wiese” und “In Garten, Haus und Hof” bekommen die jungen Leser auch bei “Die geheimnisvolle Welt der Pilze: Das Natur-Mitmachbuch für Kinder“* wieder keine reinePublikationen, in der nur Wissen nachgeschlagen werden kann, sondern das zum mitmachen, reinschreiben und ausprobiereneinlädt.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Die beiden Autoren Rita und Frank Lüder sind beide PilzCoach-Ausbilder bei der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, wobei Rita Lüder als promovierte Biologin wahrscheinlich das größere Fachwissen für dieses Buch beigetragen hat. Interessant fand ich, dass sie gleichzeitig als freischaffende Illustratorin bei Kreativpinselarbeitet.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Die 126 Seiten sind nicht in Hauptkapitel gegliedert, sondern in 57 Einzelthemen unterteilt, die jeweils auf einer Doppelseite präsentiert werden. Danach folgt der Lösungsschlüssel zu den Aufgaben des Buches, eine Anleitung, wie man sich bei Pilzvergiftungen verhalten soll, Bildnachweis, Literaturtipps, Links und Stichwortverzeichnis. Über den Hinweise zum Verhalten bei Vergiftungen “Wichtig ist zunächst, Ruhe zu bewahren. […] Der Blutkreislauf wird durch Aufregung nur zusätzlich angeregt und dadurch das Gift besonders gut transportiert.” (S. 122) musste allerdings selbst die befreundete Ärztin etwas schmunzeln. Überraschend fand ich übrigens, dass gleich an zwei Stellen des Buches betont wird, dass es keine kontaktgiftigen Pilze gibt und man daher jeden Pilz anfassen kann. Das ist mir wirklich neu.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Im Gegensatz zu den meisten Pilzbüchern, bei denen nur Artenbestimmung und die Unterscheidung in giftig oder essbar thematisiert wird, beschäftigen sich die fast 60 Einzelthemen mit einer ganzen Bandbreite an interessanten Informationen rund um die Welt der Pilze. Besonders gut gefällt mir dabei, dass viele Kreativideen vorgestellt werden. Da wird mit Pilzen gestempelt, gefärbt, gezeichnet und sogar Papier aus Pilzen hergestellt.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Überrascht hat mich, dass bei dieser Neuerscheinung aus der Mitmachbuch-Reihe auf die Einbindung von Zusatzmaterial via QR-Code verzichtet wurde. Wahrscheinlich sind aberdie Pilze auch weniger informativ bei Videoaufnahmen als die Tierwelt. Es bleibt ein Buch, mit dem nicht nur Kinder in die geheimnisvolle Pilz-Welt einsteigen sondern auch der Erwachsene Pilzsammler viel Neues erfahren kann.

Vom Haupt-Verlag wurde bereits vorgestellt:


“essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche”


“Wald und Wiese: Das Naturmitmachbuch für Kinder”


 “Feiern mit den Naturkindern”


“Selbst verpackt. Schöne Verpackungen für handgemachte Produkte”


“Carrom, Kreisel, Murmelbrücke: Kinderspiele aus aller Welt zum Selbermachen”


“Quilten in der dritten Dimension: Techniken und Projekte” 



“Bildtransfer. Materialien, Techniken und Projekte”  


“Schriftenwerkstatt. Fonts und Schriften von Hand entwerfen” 


“Die Biene. Geschichte, Biologie, Arten”


“Naturnah gärtnern: Die 140 wertvollsten Pflanzen für den Naturgarten”
“Lob des Unkrauts: Wilde Pflanzen in Garten und Stadt – nützlich und schön”


“Kinderkleidung im japanischen Stil: 20 Nähprojekte” 


“schneiden, tauschen, nähen: Neues aus gebrauchten Kleidungsstücken”


“Krimskrams finden und was draus machen: Das Sammelsurium-Schnipsel-Mitmach-Buch”



“
In Garten, Haus und Hof – das Natur-Mitmachbuch für Kinder”

“An die Töpfe, gärtnern, los!: Praxiswissen und Ideen fürs urbane Gärtnern” 

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12tel Blick August 2015 Vierseithof

Im August haben wir das dritte von vier Richtfesten auf dem Vierseithof gefeiert und langsam sind wir in den Abläufen – Zimmermannsrede, Richtkranz, Sektglas werfen, Nagel einschlagen, Festgelage – richtig fit. Auch der Blick auf die Gebäude, die vom 12tel Blick für die Fotoaktion von Tabea Heinicker erfasst werden, sieht man den Baufortschritt. Die beiden Neubauten haben ein geschlossenes Dach, wobei auf dem Anbau sogar eine Solaranlage installiert werden konnte, und am Herrenhaus gibt es die neuen Gauben sowie die erste Biberschwanzreihe. 

Reist man in die Vergangenheit haben wir vor zwei Jahrennach den (nicht vorhandenen) Fundamenten gesucht und letztes Jahr nach dem vollständigen Gebäudeabbrüchen Knochen gefunden.

August 2013& August 2014

Dank eines etwas verrückten Bauherren, der regelmäßig auf den Krahn klettert, gibts auch diesmal wieder beeindruckende Bilder von oben, die ich hier zeigen darf.

Schaut man aber ins Innere der Altbaugebäude wird schnell klar, dass es da noch einiges zu tun gibt, wobei der bereits sanierte Bereich mein Herz hüpfen lässt …

Auch wenn der Sinnblick von blick7 dieses Jahr nicht weitergeführt wird, bleibe ich aufmerksam und freue mich heute am Freitag über folgende fünf Dinge:

Gesehen:

Viele der zukünftigen Nachbarn, denn an diesem Tag wurde Richtfest für das Südhaus gefeiert.

*

Gehört:

Das klopfen der hämmernden Bauherrenfrauen auf dem neuen Dachstuhl.

*

Gerochen:

Leckere Suppe und Schokokuchen.

*

Gedacht:

Wir schaffen das – irgendwie. 

*

Gefühlt:

Ein bisschen stolz, dass wir nun auch beim ersten Altbau diesen wichtigen Schritt gemeinsam feiern können.

2013

Prolog  [Januar 2013]

Verkauf durch den Eigentümer [Juli 2013]

Kauf des Hofes durch die Baugemeinschaft & Außenansicht der Gebäude vor der Sanierung [Dezember 2013] 

2014

Innenansicht des unsanierten Gebäudes [Januar 2014]

1. Baumaßnahme [Februar 2014]

300 Balkenköpfe in Eigenleistung freilegen [Frühjahr 2014]

Abriß Anbau & Scheune [Juli 2014]

 Unterfahrung mit neuem Fundament Altbauten [Winter 2014]

2015

Bodenplatte [Januar 2015]

Richtfest Scheune [Mai 2015] 

Richfest Anbau & Fenstereinbau [Juni 2015]

#bloggerfürflüchtlinge Essenausgabe in der Dresdner Zeltstadt

Meine Sonntagsfreude ist heute, dass ich gestern im Dresdner Zeltflüchtlingelager Obst und Gemüse von der Dresdner Tafel mit sortieren und austeilen durfte.

Nun bin ich zwar glücklich, endlich etwas getan zu haben, aber auch tief emotional betroffen, wie wir “was von des Reichen Tische fällt” an Flüchtlinge verteilen. So viele junge und alte Menschen, Familien mit Babys, die auf eine kleine Tüte Obst warten, denn nur wer sich persönlich anstellt, bekommt etwas … ich glaube, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich dort mit geholfen habe …

Verlinkt auch bei meiner eigenen Blogparade #meinfreundsalim, denn dort freue ich mich über jeden (Blog)Beitrag – auch von Nicht-Kinderbuch-Lesern, der dieses wichtige Thema aufgreift …

Etsy Design Awards Finale #etsydesignawards

Ende Juni habe ich ich bereits von den Etsy Design Awards berichtet. Aus den vielen Einsendungen wurden 60 Finalisten gekürt, für die nun noch bis zur kommenden Woche beim Community’s Choice Award abgestimmt werden kann.

Die Finalisten verteilen sich auf fünf Kategorien, bei den jeweils 12 Etsy-Shops in der Finalrunde dabei sein dürfe, die sich wiederum mit einem Produkt aus ihrem Angebot vorstellen

1.) Kategorie Art & Illustration

Aus dem Bereich Art & Illustration war mir bislang nur hebbedinge* bekannt, deren Werke ich bereits zum etsy kids pop-up shop in Dresden bestaunt habe. Meine Stimme wird aber an die Berliner Illustratorin Theresa Grieben* gehen, deren handgezeichnete Neuseeland- und Berlin-Karten mich sehr überzeugen.

2.) Home & Living

Auch bei Home & Living gibt es bereits einen bekannten Namen für mich, denn bastisRike, die eigentlich auch in den Bereich Illustration gehört und unser Hochzeitssymbol entworfen hat, sich hier aber mit einer kuschligen Wohndecke präsentiert, ist in dieser Kategorie mit dabei. Voten werde ich aber für ChaRasMatic*, denn ihre sich drehenden Hängepflanzampeln aus Holz könnte ich mir auch gut im eigenen Wohnzimmer vorstellen.

3.) Fashion

Bei den Kleidungsmachern ist Kandatsu* vertreten, der ich beim Dresdner etsy kids pop up shop sogar schon persönlich begegnen durfte. Nachdem ich aber auch dieses Jahr wieder daran gescheitert bin, eine Bademode zu finden, die mir wirklich gefällt, stimme ich für 1979swimmwear*aus Berlin.

4.) Accessoires

Bei den zwölf Finalisten aus dem Bereich Accessoires sind alle Namen für mich neu. Bei naneadam* aus Weimar gefallen mir die leuchtenden Ringe, die auf dem Tragebild wirklich schick am Finger aussehen.

5.) New Talent

Auch von den neuen Talenten kommt mir bislang niemand bekannt vor. Federleicht und in Glas erstarrt, begeistern mich in dieser Kategorie aber die Papgeienfeder-Ringe von patamaker*, die übrigens angibt, dass die verwendeten Federn alle bei der natürlichen Mauser ausgefallen sind und kein Papagei für die Ringe gerupft wurde.

Stimmt ihr denn auch mit ab und was sind eure Lieblingsfinalisten?

Rezension: Leo Lausemaus – Meine schönsten Geschichten

Unsere Entscheidung beim Spielzeuggebirge der Kinder auf unser Bauchgefühl zu hören und den Plastikanteil dabei möglichst gering zu halten, sowie der nicht vorhandene Fernseher führt zwangsläufig dazu, dass das Tochterkind im Kindergarten weder mit dem Filly Fanbuch* auftauchen noch bei der neuesten Staffel von Germany Next Topmodel mitreden kann. Kürzlich habe ich aber ein Leo Lausmaus-Buch bei der Kindergartenfreundin entdeckt und als wenige Tage später der Lingen-Verlag ein Sammelband aus der dieser Serie anbot, konnte ich wenigstens diese Wissenslücke schließen.

Abbildung vom Lingen-Verlag

In “Leo Lausemaus – Meine schönsten Geschichten“* sind mit “Leo Lausmaus will sich nicht die Zähne putzen”, “Leo Lausmaus trödelt mal wieder” und “Leo Lausmaus will nicht teilen” gleich drei Geschichten enthalten. Zusätzlich gibt es nach jeder Geschichte einen kleinen Zusatz. Das sind die zwei Rezepte für Möhrchenfit-Pfannkuchen und Schoko-Möhren-Muffins sowie eine Übersichtsseite zum Zähne putzen. Sehr gut gefallen mir auch die farbenfrohen Illustrationen von Marco Campanella.

Abbildung vom Lingen-Verlag

Die Texte können aber weder sprachlich noch inhaltlich wirklich mithalten. Thematisch sind die Leo-Lausmaus-Geschichten mit einem sehr erhobenen-Zeigefinger-Gestus für Vorschulkinder konzipiert, wobei eine Schrift(über)größe gewählt wurde, die nur verständlich wäre, wenn hier das Erstlesealter angesprochen werden sollte. Immerhin können diese Bücher sicherlich auch Großeltern, die ihre Lesebrille vergessen haben, mühelos entziffern. Der gewählte Sprachstil ist mir persönlich zu einfach gehalten, denn da wurden so einfache Satzkonstruktionen gewählt, dass der Vorlesefluß fast schon ins stocken kommt:

“Leo Lausmaus und Didi haben sehr gut geschlafen. So ausgeruht denken die beiden auch schon ans Frühstücken. Gut, dass die Mama etwas vorbereitet hat.” (S. 26)

Damit wären wir auch gleich beim Hauptkritikpunkt des Buches, denn die Familienwelt wird ebenso plakativ dargestellt, wie die Sprache. Auch wenn die Maus-Mama zur Arbeit geht, scheint sie sämtliche Familienaufgaben alleine zu übernehmen. Sie macht Frühstück und Abendbrot, bringt zum Kindergarten, holt dort wieder ab, liest die Abendgeschichte vor, tröstet, ermahnt und der Mausvater erscheint lediglich am Frühstücktisch sitzend oder Zeitung lesend auf dem Sofa. So ein Familienalltag erscheint mir (hoffentlich) schon deutlich antiquiert.

Die Buchrezension wurde übrigens an einem Tag geschrieben, als die Blogschreiberin den Kinderlein nur einen Guten-Morgen-Kuss zuwarf, während der Mann die beiden Kinderlein weckte, den Jüngsten Stoffwindel-wickelte, anzog, mit ihnen frühstückte und sie anschließend bei Tagesmutter und Kindergarten ablieferte. Beim Nachmittags-Abend-Programm wurden die Rollen dann getauscht …

Vom Lingen-Verlag wurde bereits vorgestellt:

“Tilly und ihre Freunde – mein bunter Mitmachkoffer”

“Wir lernen Zahlen – Waldtiere: Mein kleines Fühlbuch”

“Outdoor-Handbuch für kleine Entdecker und Naturforscher”

“Land der Träume”

“Tilly und ihre Freunde – das Sternenfest”

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Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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