Ich mag die roten Erzählfäden ja sehr und wenn sie dann noch kleine Lebensgeschichten miteinander verknüpfen, die ich sonst ganz bestimmt vergessen würde, finde ich das um so besser. Vor nun schon fünf Jahren nähte ich der Tochter für ihr allererstes Taschengeld eine Geldbörse nach dem Schnitt von Näähglück. Wie ich heute noch nachlesen kann, entstand die kleine Geldtasche an einem Nähabend mit Nichtbloggern und nicht mit meiner Dresden Näht Runde.
Nun bekommt schon das zweite Kind Taschengeld und auch für ihn wollte ich daher nach dem gleichen Schnitt eine solche kleine Geldbörse nähen. Witzigerweise war es auch diesmal wieder ein Abendprojekt, mit dem ich in eine Nährunde startete, die nichts mit meinen Bloggerkreisen zu tun hatte. In Altpieschen bei Kreative Welt Dresden, die ich vorher auch noch nicht kannte, entstand daher das zweite Modell für den Sohn.
Vernäht wurden dabei lauter Lieblingsstoffe. Als Außenstoff fand sich noch ein Gütermann-Stoff mit blauen und grünen Kreisen, die zum Berliner Nähcamp 2015 gehören und der personalisierte Innenstoff ist ein winziges Reststück von Diwidu, die sich wohl leider als Unternehmen nicht halten konnten. Hoffentlich fragt der Jüngste nicht irgendwann nach, warum er nicht auch so ein kleines Autokissen hat. Der Autoinnenstoff innen gehört sogar noch in mein allererstes Nähjahr und war Teil meiner allerersten FatQuarter bei Frau Tulpe. Leider schaffte ich es, mein Nählabel von Namensbänder an die falsche Innenseite zu nähen, aber den Sohn stört das glücklicherweise nicht.
Bei der Tochter verpassten wir es die gesamte Grundschulzeit, den Startbetrag von 50 Cent anzuheben. Damit bleibt es nun auch bei den beiden Geschwistern bei diesem Betrag. Während die Tochter aber erstmal sehr lange gar keinen Wunsch hatte und schließlich dann in ein Taschenmesser von Opinel* investierte, war das zwar auch beim Sohn frappierend gleich, aber mit der Entscheidung für die Märklin Eisenbahn spart er nun jeden Cent, um sich den nächsten Eisenbahnwunsch zu erfüllen. Glücklicherweise hat er bei den Großeltern sogar ein Märklin Fachgeschäft gefunden, der so angetan ist vom kleinen Taschengeldsammler, das er schon großzügig Rabatt bei der ersten Weiche* und drei Anhänger bekommen hat. Der Verkäufer ahnt und erhofft sicherlich eine nachwachsende Kundschaft für die nächsten Jahrzehnte.
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Nach einem sehr vollen Wochenende reicht es für die neue Blogwoche nur für einen knappen Stoffgebirge-Blogeintrag, der aber ohnehin überfällig ist, da er eigentlich bereits in das Frühjahr gehörte. Auch diesmal war eine Stoffschenkung, die ihren Ursprung eigentlich im Arbeitsumfeld hatte. Wenn bekannt(er) wird, dass man näht, ist das Segen und Fluch zugleich, denn man freut sich zwar manchmal über Schätze, aber ist um so häufiger mit “Gaben” konfrontiert, bei denen man sich nicht so richtig sicher ist, ob man sie wirklich will.
Das reine Leinen durfte bleiben. Noch kann ich bei solchen Stoffen schlecht einschätzen, was davon – wie bei den Urlaubsstoffen – für das Kleidungsnähen geeignet ist und was eher Tischwäsche oder andere eher praktische Dinge werden bzw. ob es diese Unterscheidung überhaupt gibt. Die drei dicken Leinenpakete waren mir jedenfalls zu schade für die Abfalltonne. Es gab sogar ziemlich schnell einen konkreten Nähplan dazu, aber umgesetzt habe ich ihn leider in diesem Sommer nicht. Geplant war, dass ich noch von der Oma des Mannes eingenähten Bezüge der Hollywoodschaukel, die inzwischen sehr verschlissen sind, neu beziehe. Das bleibt nun der Plan für das kommende Jahr. Ganz schmucklos sollen sie auch nicht bleiben, denn ich habe auch schon die passende Stickdatei dazu im Hinterkopf.
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Wie bereits angekündigt, zeige ich nun natürlich auch noch, was ich selbst für die Aktion zum Bloggeburtstag von Leben eben verschenkt habe. Im Mitmach-Blogbeitrag hatte ich bereits berichtet, dass meine Wichtelpartnerin in ihrem Steckbrief angab, das sie sich über Selbstgenähtes oder Silber-Ohrschmuck freut, Maritimes sowie herbstliche Farben und Beerentöne mag. Rausgesucht habe ich mir aus diesen Angaben das “Selbstgenähte” und “Maritime”.
Nach der Möwe und dem Leuchtturm aus der Stickserie MugRug “am Meer von StoffCut*, die beide Geburtstagsgeschenke im Freundeskreis waren, bekam die Unbekannte aus der eigenen Stadt das Schiffsmotiv. Leider sind die so gut passenden Nählabel* gerade alle.
Gestickt an einem Onlinenähabend mit der Göttinger Nähgruppe rund um Dreissiggrad-Handmade, denn diese kleinen Tassenuntersetzer dauern durch die vielen Farbwechsel doch immer länger als gedacht, schaffte ich es immerhin rechtzeitig das gute Stück auf den Postweg zu schicken. Dann hörte ich erstmal nichts mehr und fragte mich, ob die Sendung denn überhaupt angekommen ist. Ohne Blogkontakte gab es auch keine Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme und Nachfrage, wie zwischen Ulrike Smaating und mir.
Um so erleichterter war ich daher, dass man am Auflösungstag der Geburtstagsaktion dann doch lesen konnte:
Und Stephanie sagt Amerblight- labelganz herzlichen Dank für die witzige Hasenkarte, den schönen Tassenteppich(?) sowie Tee und Badezusatz. Auch bei ihr war die Freude groß.
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Bei der Rezension von Strickbüchern ist mein schlechtes Gewissen, hier keine wirklich qualitätsvolle Buchbesprechung abliefern zu können, noch ein bisschen größer als bei den Nähbüchern, aus denen ich in den meistern Fällen auch erst (lange) nach der Rezension wirklich nähe. Bei den Strickbüchern ist es dagegen fast schon fraglich, ob wirklich mal ein Gestrick von meiner Hand daraus wird. Bei der Verbindung von Töpfern und Stricken bin ich aber trotzdem schwach geworden und habe mich für die Neuerscheinung von “Gestrickt wie getöpfert: Strickmodelle inspiriert von dänischer Keramikkunst“* entschieden.
Presse-Abbildung von LV.Buch
Die dänische Strickdesignerin Annette Danielsen ließ sich ganz konkret von einer Keramikausstellung im Clay Keramikmuseum von Middelfahrt mit den Werken des dänischen Künstlers Axel Salto inspirieren und sah, wie im Vorwort beschrieben, in seinen Keramikoberflächen sofort Stricktechniken und Strickmuster.
Presse-Abbildung von LV.Buch
15 Modelle, wobei es ausschließlich um Oberbekleidung handelt, werden in diesem Buch 15 konkreten Salto-Objekten gegenüber gestellt und mit einem beschreibenden Substantiv definiert: so gibt es Asche, Blätter, Mais, Miesmuschel, Treibholz, Wein, Feder, Grashalm, Zwiebel, Heide, Rinde, Ocker, Feuerstein, Sand und Wasser, die jeweils mit dem Oberflächenmuster korrespondieren.
Presse-Abbildung von LV.Buch
Das Buch lockt mich tatsächlich sehr, es mit dem Stricken mal ernsthafter zu versuchen und über meine rechte-Maschen-Socken-Variante herauszukommen, denn ich würde sofort jedes dieser Modelle tragen. Nicht nur die Nähe zu den Keramiken ist frappierend, sondern vor allem auch die Eleganz der Strickmodelle. Keines davon ist langweilig, sondern alle sehen toll aus.
Presse-Abbildung von LV.Buch
Oder ob ich mir vielleicht besser ein Modell auf den Wunschzettel für den Blaustern schreibe? Die strockende Oma begeistert die Kinder weiterhin mit ihren Werken, aber hier in den blog haben es die letzten Modelle gar nicht mehr geschafft. Da wäre es doch Zeit, dass das eigene Kind mal dran ist, statt immer nur die Enkel, oder?
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Vor zwei Wochen habe ich schon berichtet, dass ich ganz spontan am Bloggeburtstag von Leben eben angemeldet hatte. Inzwischen habe ich nachgelesen, dass es mit sechs Teilnehmern eine wirklich überschaubare Runde war und tatsächlich gleich zwei davon keine Blogger (mehr?) sind. Um so glücklicher war ich deshalb, dass mich nun doch eine Bloggerin ausgelost bekommen hat, die es sogar auf sich genommen hat, aus Dänemark zu versenden. Wenn ich da an unsere Postkartenporto-Erfahrung vor zwei Jahren denke, ist das wohl eine nicht unerhebliche Investition. Ulrike Smaating hat aber auch noch ihr Überraschungspäckchen an mich so voll gepackt, dass ich mich mehr als beschenkt fühle. Schaut mal:
In meinem Fragebogen hatte ich angegeben, dass ich nachhaltige Produkte, genähtes und überraschendes mag, reine Polyesterstoffe nicht meins sind und bei der direkten Frage, womit man mir eine Freunde machen könnte: “wenn ich hier angebe, womit ich mich überraschen lassen möchte, wäre es ja keine Überraschung mehr …” Damit wollte ich so wenig wie möglich Erwartungsdruck aufbauen, da ich selbst weiß, wie oftmals die Pläne größer als die Umsetzungsenergie oder Zeit dann ist. Meine Blogpartnerin fand es aber doch eine “arge Herausforderung“, was ich ja eigentlich vermeiden wollte.
Beim Auspacken kam ich aber aus dem Staunen gar nicht mehr raus. Genialer Stoff bei gleich drei Nähprojekten, Süßkram und auch noch ein Stöffchen für’s Stoffgebirge. Ulrike Smaating bloggt auch schon seit 2012 (es wird Zeit, das ich da regelmäßiger mitlese) und hat sogar einen eigenen Etsy-Shop*, in dem es auch diese praktischen Scherentaschen gibt, die nun gleich auf meine Etsy-Favoritenliste* gewandert sind. Alleine dieses fantastische Nähutensil hätte vollkommen ausgereicht, aber dazu gab es auch noch einen Stoffkorb mit Nadelei, für das der Stoff extra gequiltet wurde. Was für ein Aufwand. Ich danke sehr und grüße in Richtung Dänemark. Meine eigene Blogsuche ergab übrigens, dass wir Anfang 2020 mal beim Bloghoop Menschen(s)kinder gemeinsam mitgemacht haben und Ulrike Smaating da unmittelbar vor mir bloggte.
Meine kleine Überraschungsfreude, die nicht ganz so umfangreich ist, zeige ich hier in den nächsten Tagen.
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In diesem Elternblog schreibt ein Berliner Elternpaar gemeinsam über das wahre, wundervolle, bunte und chaotische Leben mit drei Kindern und viel Arbeit.
Ramona Weyde – Kreative Heilräume Ramona Weyde Kreative Heilräume Räume, in denen du nicht funktionieren musst. Räume, in denen du sein darfst. Es beginnt in dir. Der kreative Bereich ist ein wunderbarer Heilbereich, denn es ist ein geschützter Raum, in dem alles Platz hat, in dem man spielerisch alles gelten lassen kann. Cambra Skadé Über
Als Frl. Null.Zwo schreibe ich in meinem Elternblog nullpunktzwo.de über meine Grossfamilie in Patchwork - bestehend aus Frau, Mann, SchulKind (*09/2009), GrundschulKindern (*11/2012 und *06/2014), KiTaKind (*08/2016) und Baby (*12/2020).
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