Der Blumen-gieß-Auftrag bei meinen Eltern führte dazu, dass ich gleich mal wieder ein bisschen in meiner eigenen Kindheit graben konnte. Seit über einem Jahrzehnt bereits ausgezogen, stapeln sich doch noch  immer die eine oder andere Kiste und sogar ein halber Schrank wird von meinem “Plunder” belegt. Beim durchforsten fand ich einen Stapel Kinderbücher, der gleich beschlagnahmt wurde. Dem aufmerksamen Blogleser dürfte nicht nur beim Sternen-Heimat-Bildund den letzten Fundsachenklar geworden sein, dass ich ein DDR-Kind bin und diese Bücherschätze deshalb im östlichen Teil des Landes verlegt wurden.

Nun bin ich gespannt, wer ebenso verzückt wie das “Spätzlein Tschilp” wiedererkennt. Die “Morgens-früh-um-6-Hexe” war sicherlich grenzübergreifend bekannt, den davon gibt es jede Menge Neuauflagen. Mein Favorit bleibt aber das Spätzlein Tschilp … sind die Illustrationen nicht großartig? Ich glaube, diesen Bücherschatz bekommt das Kindelein erst, wenn es sorgsamer damit umgeht.

PS: Noch ein bisschen recherchiert: Die Illustrationen von “Spätzlein Tschilp” sind von Erika Baarmann, der Text von Walter Krumbach, der auch das Sandmannlied geschrieben hat und über 200 Folgen von “Herr Fuchs und Frau Elster” … so schließt sich der Kreis. Herr Fuchs kam in meiner Beliebheitsskala gleich nach dem kleinen Maulwurf. Oder doch noch vor Pittiplatsch? Ich schweife ab …