Zwischen Polterabend und Hochzeit am Ende des letzten Jahres fiel mir auf, dass der Kleiderschrank so gar nichts passendes für die fröhlich-bunte Hochzeit hergab, ohne zu overdressed zu wirken. Schließlich war angekündigt, dass sich die Braut ihr Hochzeitskleid selber stricken würde. Im Stoffgebirge fand sich aber noch ein feines Stöffchen, dass ohnehin zum Rock verarbeitet werden sollte und optisch zu mir und zum Anlass passte.

 

Als Schnittvorlage diente ein Kaufrock und genäht war er mit Zuschnitt in weniger als einer halben Stunde: Naht links, Naht rechts, Bündchen oben, Rollsaum unten. Der silbrige Stoff mit dem blauen Blümchen sieht wahrscheinlich sogar gut aus, wenn man ihn sich einfach nur als Tuch um die Hüften schwingen würde.

Viel lieber hätte ich ja wirklich mal einen richtigen Rock genäht – mit Schnitt und vor allem Taschen. Aber momentan kann ich froh sein, wenn der Alltag diese Kurznähergebnisse möglich macht und deshalb reiche ich ihn trotzdem bei dem M(e)-m(ade)-M(ittwoch)s-Damenein.

Da es dort ein Tragefoto sein muss, habe ich mich noch schnell vor den Spiegel gestellt und bin tapfer in den eiskalten, da noch nicht Balkongetrockneten Jerseybund geschlüpft *bibber*. Zur Hochzeit hatte ich als Oberteil natürlich etwas anderes als das Ringelstillshirt an …

Ich glaube, bei der Einrichtung des Hofhauses muss unbedingt eine  Selberfotografierecke mit guten Lichtverhältnissen eingeplant werden …