Ursprünglich haben meine Augen sehr geleuchtet, als ich entdeckt habe, dass es beim großen Bücherfreilassportal auch Kreativboxen gibt. Da ich mir diese Tauschboxen in meinem Elternzeitjahr auch mal gönnen wollte, hab ich mich  dort angemeldet und dann erstmal seeeehr lange gewartet. Eigentlich hatte ich die Box sogar schon komplett vergessen. Nach dem Disaster mit dem Wanderbrief war mein Bedarf ohnehin schon fast gedeckt. Ich hätte allerdings nicht gedacht, dass es noch schlimmer werden könnte. Wurde es aber, denn was sich da im fast 15kg Paket für Plunder zusammengesammelt hatte, hätte ich teilweise noch nichtmal auf dem Flohmarkt angeboten. Sogar angestricktes fand sich darunter …

Am meisten familiäre Nerven hat aber gekostet, dass die Riesenkiste nicht wieder abreisen wollte. Den gesamten Februar und einen großen Teil vom März habe ich gebraucht, bevor ich eine Adresse bekam und die Kiste endlich den  Nachhauseweg antreten konnte. Bei so einer Riesenkiste war das logistisch gar nicht so einfach. Bis dahin blockierte sie sehr zum Missfallen des Mannes unser Wohnzimmer. Ich hoffe ja, dass sie nun wenigstens gut angekommen ist, denn gehört habe ich von ihr nichts mehr.

Ein paar Schätze habe ich dann aber doch noch gefunden. Der historische Knöpfebeutel – wobei ich die Knöpfe nicht behalten habe – ist ein wunderbares Fundstück und wird nach einigen Reperatur- und Reinigungsarbeiten eine Ehrenplatz auf dem Hof bekommen.  Eine wahre Sonntagsfreude. Stempel kann man immer gebrauchen und die Stickfadenkiste bekommt das Tochterkind vom Osterhasen zur hölzernen Stickpuppe von Sabine Liepina*. Dazu kam noch ein Bastelpappnildpferd und filzgestrickte Hausschuhe. Insgesamt war das dann doch mehr, als ich zunächst gedacht hatte.