Stoffmarkt Holland in Dresden Herbst 2017 & Nähbloggertreff

Man könnte ja meinen, dass es von den regelmäßigen Stoffmarktbesuchen gar nichts mehr neues zu berichten gibt und es auch ausreichen würde, wenn man einfach nur die gekauften Stoffe zeigt. Bislang ist das bei mir noch nicht so und auch diesmal gibt es wieder eine (Blog)-Geschichte dazu zu erzählen. Wie bereits vor vier Jahren schoben wieder die tapferen Großeltern den Jüngsten stundenlang durch die Innenstadt, während ich nicht nur in Ruhe im Gewühl abtauchen konnte, sondern auch noch ohne doppelte Aufmerksamkeit beim Nähbloggertreff plaudern konnte.

Mit mir am Tisch saßen diesmal Himmelblau und Sommerbunt, Dani Ela,Handmade by Ranunkelchen,stoff_verzueckt,Königinnenreich, Meeresrauschenausderferne und Nadelexperimente. Von noch sehr viel mehr Dresdner Bloggern gab es aber ganz feine Geschenke und tatsächlich eine zweite, richtig lange Wimpelkette. Für unser Spätsommerkind Wimpel genäht haben unter anderem OrNeeDD, Schau’n wir mal, Dani Ela, handmade by clau*chichi, Mit Nadel und Fadenby Aprikaner, Königinnenreich, ReSiZe-genadelt, dieAtze näht, Kremplinghaus, Nadelexperimente und Kääriäinen. Das wunderhübsche, naturgefärbte Mützchen und die Sticker unten sind übrigens von Meeresrauschenausderferne, die ich ebenso das erste Mal im realen Leben getroffen habe, wie in der gleichen Woche Casoubon (umgeben von 4448 anderen Personen).  

Und wie sieht es nun mit den Stoffkäufen aus? Auch dabei gab es diesmal eine Besonderheit. Nachdem ich mit ein paar Bündchen, Nadeln und endlich einem Handmaß eher Nähzubehör gekauft hatte, blieb ich am Stand von Traumbeere aus Berlin hängen und habe die Blogeinnahmen dort fast ausschließlich in Jaquard-Sewat-Stoffe* in Ökoqualität und Kombipakete investiert. Bei den Kombipakten sind gleich zwei Motivstoffe dabei, bei denen ich noch vor Jahren geschworen hätte, dass sie mir weder unter die Nadel noch ans Kind kommen: hinreißen lassen habe ich mich nun aber doch zu einem Minion-Stoff* und Gold (!) glitzernde Dinosaurier*. Auch der Stenzo Bordüren-Hirsch* ist mir eigentlich fast zu kitschig, wird aber am Tochterkind bestimmt prima aussehen – vorausgesetzt, ich bekomme ihn vor ihrer Volljährigkeit vernäht.

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und im eigenen Stoffgebirge bei Pinterest.

Schlaufengiraffe für das 25. Hofkind

Während es im Einzugsjahr (verständlicherweise) gar keinen Zuwachs in der Hofgemeinschaft gab und daher das letzte Kind 2015 auf die Welt kam, gab es im 2017er Jahrgang gleich zwei neue Erdenbürger. Wir erhöhen unsere Hofnachbarschaft damit auf 30 Erwachsene und 26 Kinder. Auch im Freundeskreis wurden einige Babys geboren – es ist also nicht nur das Jahr der Hochzeiten sondern auch der Familienerweiterungen.

Für das Hofkind Nr. 25, das als Junikind geboren wurde, gab es mal wieder eine Schlaufengiraffe. Nach der zwischenzeitlichen Mützen– und Strampelsack-Phase als Willkommensgeschenk bin ich doch zum Klassiker wieder zurückgekehrt. Vielleicht werden es ja irgendwann auch mal wieder Windeltaschen? Verwendet wurden zwei Stoffe, die beide für mich bereits Nähgeschichten erzählen – aus dem blauen Blumenwebstoff ist bereits der zweite Mei Tai für die Tochter entstanden und aus dem hellen Punktestoff gab es unmittelbar nach der Geburt unseres zweiten Kindes ein Nachthemd für die große Schwester. Ob ich das ohne diesen blog noch alles wüsste?

Meine Versuche Jersey statt Webstoff für das nette ITH-Tier von Seitenstiche zu verwenden, sind wohl auch beendet, denn wenn dieser nicht wirklich fest ist, wird es eben doch nie so gleichmäßig, wie mit nicht dehnbaren Stoffen. Da endlich mal wieder eine Mädchengiraffe genäht werden konnte, habe ich mich bei der Webband-Auswahl im rosa-Spektrum ausgetobt. Diesmal gab es neben dem eigenen (alten) Nählabel* am Po der Giraffe ein Stück Eulen-Webband* ,  das Traumland-Blumen-Webband* von Blaubeerstern und die dazugehörige Landschaft aus der gleichen Serie*. Da ich mal wieder (zu) spät dran war, wurde gestickt, gestopft, hektisch die Wendeöffnung geschlossen, fotografiert und wenige Minuten später überreicht.

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Rezension: Modernes Quilten: Patchworkdecken mit schönen Mustern und fantastischen Farben

Das Quilten gehört zu den DIY-Themen, bei denen zwar die Anzahl der Anleitungsbücher dazu beständig wächst, aber das erste Nähergebnis immer noch aussteht. Der Mini-Mugrug zählte ja nicht wirklich. Noch vor Jahren hatte ich noch nicht mal das Ziel selbst einen Quilt zu nähen, denn die Muster kamen mir oft eher antiquiert vor. Ich glaube, die ersten Quilts die ich bewundert habe, waren von 19nullsieben und das ist nun auch schon ein paar Jahre her. Ebenso lang stagniert das Deckengroßprojekt. Mit „Modernes Quilten. Patchworkdecken mit schönen Mustern und fantastischen Farben“* ist nun also – für die theoretische Vorbereitung – ein weiteres Inspirationsbuch in mein Bücherregal eingezogen.

Abbildung von LV.Buch

Der Inhalt ist in elf Farbkapitel unterteilt, denen eine Einleitung der beiden Designerinnen Tula Pink und Angela Walters sowie Anfertigungstipps vorangestellt sind. Wenn ich es richtig verstanden habe, hat Tula Pink jeweils das Top (Piecings) zusammengestellt und Angela Walter anschließend gequiltet. Neben den Einzelkapiteln entsprechend der Regenbogenfarben, gibt es auch noch die Kapitel „Warm“ und „Kühl“ sowie „Regenbogen“. Das fast 200seitige Paperback-Buch wird abgerundet mit einem Glossar und Bezugsquellen, einer Anleitung zum Binding mit Schrägstreifen und schließlich den Vorlagen. So werden 17 Quilt-Schnittmuster und 47 Quilt-Motive vorgestellt.

Abbildung von LV.Buch

Das Buch lebt neben dem Farbenrausch der Bilder und der professionellen Grafik vor allem von den zahlreichen, detaillierten Anleitungen. So gibt es nicht nur Zuschnittpläne, sondern auch komplexe Säulenfarbschemata mit Farbabfolgen und Anleitungsbilder zu den verschiedenen Techniken. Am meisten haben mich die Quiltmuster fasziniert, wobei ich befürchte, dass man die Schwünge und Linien nur mit sehr viel Übung hinbekommt. Die Bezeichnung echoquilten habe ich auch das erste Mal gelesen.

Abbildung von LV.Buch

Den Quiltspezialisten ist allerdings sofort aufgefallen, dass im Gegensatz zur Originalauflage keine Doppelbezeichnung der Maße in Inch und cm erfolgte und so nun krumme Angaben auftauchen, die teilweise falsch sind. Daher bietet der Verlag bis zur 2. Auflage nur ein PDF zur Ergänzung an. Die Quiltbeispielen wird das aber wohl nur wenig beeinflussen, da ja vor allem die Idee daher inspirieren wird. Wie eine der Autorinnen so schön in der Danksagung schreibt, ist dieses Buch allen gewidmet, die einen eigenen Quilt nach der Buchlektüre nähen.

Abbildung von LV.Buch

In meinem Fall würde dieser wohl weniger bunt ausfallen, denn bislang gefallen mir die hellen Varianten, bei denen die Farbe gezielt aber sparsam eingesetzt wird, immer noch am besten. Vielleicht geht es auch deshalb mit meiner eigenen Restedecke nicht voran, denn so wirklich überzeugt bin ich vom Farbkonzept dabei nicht und ein Teil ist ja inzwischen auch schon im Eulenkostüm verschwunden.

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Stoffreste von ReSiZe-genadelt

Dank Elternzeit war ich letzte Woche schnell genug, um via Instagram ein Restpaket abzustauben, von dem sich ReSiZe-genadelt in Vorbereitung des nächsten Umzugs (waren es drei in vier Jahren oder vier in drei Jahren?) getrennt hat. Bei ihr bewundere ich schon seit Jahren, was sie nähtechnisch alles schafft. Ich würde für Großprojekte wie mal eben ein ganzes Dirndl oder auch das Abiball-Kleid wahrscheinlich Jahre brauchen. letzte Woche packte ich den Jüngsten ins Auto und düste nach Pirna. Nach einem netten Frühstücksplausch und Wühlerei in einer weiteren Stoffrestekiste fuhr ich mit ganz vielen neuen Stöffchen nach Hause. Erstaunlicherweise ist mein Stoffgebirge gar nicht mehr so übervoll und damit war die Erweiterung durchaus gerechtfertigt.

Auch zu Hause war ich diesmal schwungvoll genug. Die Stoffschätze wanderten ins eigene Regal, die kleinen Pokemon*-Schnipsel und ein bisschen schwarz-gelber Fußballstoff werden zu Aprikaner wandern, da sie nur wenige Minuten nach mir die virtuelle haben-wollen-Hand gehoben hat und einige Stöffchen sind bereits zu Tauschticket* gewandert, das auch gerade wiederbelebt wird. Einer ist immerhin schon vertauscht. Dort findet ihr mich natürlich als amberlight. Der kleine Ausflug endete übrigens mit einem netten Spaziergang durch Pirna mit dem Sohn im Tragetuch.

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amberlights Stoffgebirge

Mittwochs mag ich

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4. Geburtstag Deko & Rezepte

Zum Abschluss der kleinen Blogserie zum 4. Geburtstag des Sohnes kommt nach dem Geburtstagsshirt, der Tonie-Box, dem Gurkenkrokodil, dem Ringwurfspiel, den Kastanien-Stiften und der Kindergeburtstagseinladung nun noch die Partydeko und der kindgerechte, kulinarische Teil. Thematisch ging es holprig weiter, denn nach den Meerestieren auf dem Shirt, dem Krokodil und den Marienkäfern folgten nun kleine Kronenboxen. Immerhin gab es auch im Kindergarten eine Geburtstagskrone und damit passte es wenigstens dazu.

Wie bereits früher immer gewünscht, konnte ich dabei den neuen Plotter arbeiten lassen und dem skeptischen Mann zeigen, was man damit so alles nettes machen kann. Die Vorlage für diese hübschen Schachteln kommen aus “Mein Silhouette Hobbyplotter. Mit Online-Videos und Plotter-Vorlagen: Das große Werk- und Ideenbuch.“* (Rezension). Ich habe dann jeweils die Namen der Geburtstagsgäste ergänzt und dafür in der Plotterschift Stencil von Kugelig* investiert, bei der die Innenteile der Buchstaben nicht herausfallen. Fertig waren die Tischkärtchen. Das Öffnen und Schließen der Kronenboxen ist allerdings ziemlich friemelig und nicht wirklich Kinderhand-geeignet.

Bereits am Tag zuvor hatten Vater und die beiden großen Kinder einen kalten Hund gezaubert, der mich sehr an meine eigene Kindheit erinnerte und wirklich lecker war. Erst vor wenigen Wochen hatte ich für den Kindergarten den etymologischen Hintergrund recherchiert. Wusstet ihr, dass es dabei einen Bezug zum Bergbau gibt? Zum Abendbrot folgte dann Götterspeise mit Gummitierchen, bei denen ich lange Zweifel hatte, ob die Masse wirklich geliert und ich vor allem den richtigen Zeitpunkt zum Bärchen versenken, erwische. Ist man zu früh dran, schwimmen alle oben – wird es zu spät, macht man Löcher in die Masse. Inspiration war dieses Aquarium von Liebesbotschaft. Wir blieben aber bei grün und rot, da uns die blaue Lebensmittelfarbe zu ungesund erscheint. Auch die Pizzasticks haben wir vereinfacht.

Die Geburtstagskronenschachteln waren übrigens nicht nur Tischdeko und Namenskärtchen, sondern auch noch Aufbewahrung für die kleinen Gewinne, von denen nach der Feier dann alle das gleiche mit nach Hause nahmen. Es war ein runder Geburtstag, der trotz den großen Altersunterschieds uns gelungen erschien. Nur unser großen Schulkind musste mehrfach daran erinnert werden, dass es nicht ihr Fest, sondern das des kleinen Bruders ist Manchmal ist es wohl gar nicht so einfach, das größte Kind zu sein.

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und der Übersichtsseite Kindergeburtstage

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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