Wie bei den Mantelnähern zur Krisenbewältigung gestern ganz offiziell empfohlen, gibt es auch bei mir immer wieder kleine Zwischendurchnähprojekte. Ein solches war für das nackige Puppenkind, das unser Tochterkind bei der Tagesmutter entdeckt und ins Herz geschlossen hatte, auch dringend notwendig. Dieses Nähhobby ist schon großartig. Wie schnell kann man das kleinste Familienmitglied damit glücklich machen: Puppenkind unter strenger Beobachtung der Tochter geschnappt und auf ein Papier gelegt, damit Kleidschnitt und “Püppi” wenigstens halbwegs zueinander passen.

Vernäht wurde ein Stückchen grüner Walk von Stoffmarkt, Flanell vom Sterntaler Werksverkauf und ein rosa-grünes Baumwollstöffchen, bei dem ich mich so gar nicht mehr erinnern kann, wie es den Weg zu mir gefunden hat. Leider habe ich in der Eile das schöne Baumwollbändchen mit den roten Blumen von Frau Tulpe verkehrt herum eingenäht. Das ist mir lange nicht mehr passiert. Das Kind war trotzdem nach einer halben Stunde glücklich und die “Püppi” endlich nicht mehr frierend …