Der Zufall will es, dass man bei den schönsten Erlebnissen keine Kamera bei der Hand hat – oder wie bei mir – zwar die große Spiegelreflex* mitschleppt, aber den Chip nicht eingelegt hat. *grmpf* Eigentlich hätte ich am letzten Wochenende wunderbare sommerliche Badeseebilder machen und dabei festhalten können, wie wir im Uferbereich eine weiße Tonschicht entdeckt haben, die sofort weiterverarbeitet werden konnte. Das Tochterkind war begeistert dabei und hat mit ihrem Onkel unter anderem ein zauberhaftes Männlein getöpfert.

Auch wenn unsere Ergebnisse auf dem Bild aussehen, als wenn sie sofort wieder auseinander fallen würden, sind die Gefässe und Formen doch ausgesprochen fest geworden. Ich frage mich, ob wir da vielleicht sogar eine natürliche Kaolin-Stelle gefunden haben. Die Nähe zu Meißen würde für die Porzellanerde sprechen. Dieser letzte Badetag in meiner zweiten Elternzeit war auch ohne fotografische Erinnerungsgbilder eine große Freude für mich.

Morgen wird hier der 1. Geburtstag des kleinen Mannes gefeiert und damit erwartet mich mit Wochenbeginn wieder das Büro. Das dabei weinende aber auch lachende Auge habe ich bereits erwähnt. Mir hilft aber sehr, wenn ich mir  bewusst mache, wie wichtig die Papazeit für den Mann ist. Wenn man als Frau dann immer noch dabei steht und vielleicht sogar verkündet, was er anders machen soll, ist das in meinen Augen keine wirkliche Gleichberechtigung. So freue ich mich, dass ich die nächsten Wochen die Euronen für den Vierseithof verdienen darf und der Mann seine Exlusivzeit mit dem Sohn geniesen wird. Über ein bissche Trost aus der virtuellen Welt freue ich mich aber natürlich trotzdem.

Verlinkt bei der Grünzeug-Serie von Naturkinder und dem Freutag.