Aktueller Blogbeitrag
Rezension: Pantoffelheldeneis mit Sahne
Die besondern Kinderbücher des Waldhuhn-Verlages haben hier mit “Frau Bengali“, deren Geschichte wir sogar bei einer Lesung in Leipzig hören durften und “Carlin Kopfüber” in den letzten beiden Jahren bereits einen festen Platz. “Pantoffelheldeneis mit Sahne“* erschien im Herbstprogramm zwar thematisch etwas verspätet, aber so wird nun heute ein Buch vorgestellt, mit dem man eben schon von der nächsten sommerlichen Eissaison träumen kann.
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| Abbildung vom Waldhuhn-Verlag |
Im Mittelpunkt steht zwar tatsächlich der Eisverkäufer Ninjo und der kleine Lönja, aber eigentlich geht dabei weniger um die kalte Nascherei als viel mehr um das sensible Thema Angst. Wie für die Sprachwelt dieser klugen Kinderbücher passend, wird dabei aber nicht plakativ über Angst im Dunkeln oder Monster unter dem Bett geschrieben, sondern eine Geschichte erzählt, die es ermöglichen wird herauszufinden, ob das vor dem Buch sitzende Kind ebenfalls Ängste hat.
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| Abbildung vom Waldhuhn-Verlag |
So kann man die Frage “Wovor hast du denn Angst” gleich in den Gesprächseinstieg nutzen – auch wenn man das Buch dazu erstmal zur Seite legen muss. Ein bisschen überrascht hat mich am Anfang der Geschichte, dass der kleine Lönja sich zwar erst nicht traut zum Eiswagen zu gehen, dann aber gleich nach “Angsthasenbecher” und “Pantoffelheldeneis” fragt. Dieses sich nicht trauen, kenne ich von meinen eigenen Kindern auch nur zu gut – selbst wenn sie sich überwinden, dauert es bis sie dann wirklich auftauen, dennoch etwas länger.
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| Abbildung vom Waldhuhn-Verlag |
Das Ende der Geschichte und die Worte, die den jungen Lesern von 5-7 Jahren auf diesen 32 Seiten mit auf den Weg gegeben werden, passen (erschreckend) gut in die derzeitige politische Lage. “Mehrere gegen einen – das war nie mutig, die eigene Angst zu zeigen dagegen sehr. Überhaupt war auch mal Angst zu haben gar nicht weiter schlimm, zumindest wenn … Wenn was? Das verraten wir nicht. Denn das findet ihr sicher selbst heraus. Ganz bestimmt! Nur Mut!”
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| Abbildung vom Waldhuhn-Verlag |
Im Gegensatz zu den beiden bislang hier vorgestellten Büchern aus dem
Waldhuhn-Verlag ist es diesmal keine keine gebundene Ausgabe
sondern eine Softcover-Variante. Dabei bleibt mir nur zu hoffen, dass
keine schwerwiegenden finanziellen Probleme hinter der Veränderung der
Gestaltungsvariante der Kinderbücher steckt, denn mich persönlich
überzeugen gebundene Ausgaben – gerade bei Kinderbüchern – immer mehr.
Bgeistert haben mich aber auch diesmal wieder die Illustrationen, auf
denen man viel entdecken kann, aber bei denen es dennoch genügend Raum
für die eigenen Phantasie gibt.
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