Obwohl ich mich in meiner Studienzeit vor gefühlt sehr langer Zeit als Nebenfächlerin auch mal mit Themen wie Reformpädagogikbeschäftigen durfte und als Prüfungsthema die Entwicklungspsychologiedes Kindes hatte, würde ich unseren Erziehungsstil in keine vorgefertigte Schublade stecken lassen. So manche Waldorf-Idee und ein bisschen Montessori-Philosophie lassen sich darin aber ganz bestimmt finden, auch wenn wir aus all diesen Ansätzen nur das herauspicken, was ohnehin unserem Bauchgefühl entspricht.

Dem Kind die Jahreszeiten und den Rhythmus der Natur näher zu bringen, gehört dazu. Da sich vor dem Haus der Tagesmutter gerade die Reste des Baumschnitts häuften, wurde mit der Tochter gemeinsam ein “Stock” ausgewählt und nach Hause transportiert. Im Zimmer schien der “Stock” beträchtlich zu wachsen und nahm die halbe Wand ein. Die Decke ist ja bereits von der Wimpelkettebesetzt und da der Mann gerade nicht helfend eingreifen konnte, griff ich beherzt zu Nägeln, Blumendraht und dem Hammer und befestigte den Ast selbst an der Wand.

Umwickelt mit naturbelassener Schafswolle von der Schäfereigenossenschaft Finkhof und mit kleinen gefalteten Sternen nach der Papiergirlandenvariantewurde der Ast winterlich gestaltet. Selbst für mich ist das eine *Winterfreude*. Das winterliche Schneeflockenpapier für die Sterne kommt von der Illustratorin Iloveyoulaugh, die meinen neuen Wandkalenderdarin eingepackt hatte, zu dem mich Frau Zeitspieler verführt hat. Perfekt macht den Jahreszeitenast aber erst der Eulenlampion, den unser Ringmädchenfür unsere Hochzeitgebastelt hat. Alle unsere Hochzeitsgäste “durften” für die laue Sommernacht einen Lampion basteln und die Eule gehört dabei zu den schönsten Ergebnissen, die wir nicht mehr hergegeben haben. Habt ihr denn auch einen Jahreszeitenast und was zeigt bei euch den Winter an?

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