Wie hierbereits gezeigt, habe ich es tatsächlich geschafft, mal wieder etwas für mich zu nähen und zum M[e]-M[ade]-M[ittwoch] wird es nun endlich gezeigt. Dank dem geschenkten Krokodilsstoff zum Geburtstag, gab es da ein für mich perfektes Stöffchen, dass ich sicherlich noch eine ganze Weile gestreichelt hätte, wenn ich nicht im Wissenschaftlerleben einen Vortrag gehalten hätte, in dem der Ausgangspunkt ein mumifiziertes, ägyptisches Krokodil war. Passend zum Vortragsthema gekleidet zu sein, war einfach zu verlockend.

Wie immer bei diesen ich-näh-noch-mal-eben-schnell-Projekten ging zwar dann auch so ziemlich alles schief, was denkbar war, aber das Endergebnis war wenigstens tragbar. Schon beim Zuschnitt wurde beispielsweise klar, dass der Stoff nicht komplett für die Ärmel reichen würde und meine ursprüngliche Idee grüne Paspelstreifen an die Wiener Nähte zu nähen, überzeugte dann doch nicht. Dann habe ich es sogar noch geschafft, eines der Rückenteile falsch herum anzunähen. *Grmpf*

Für den fehlenden Ärmelstoff wurde etwas passendes in der Restekiste gefunden und die Paspelstreifen einfach eingenäht. So hat das Vorderteil zwar jetzt etwas seltsame Versteifungsstreifen, aber das muss eben so sein. Dafür fand ich wenigstens die Notlösung der Ärmel sehr gelungen. Die Tragbilder des Mannes kann man so zwar nicht bezeichnen und bügeln wäre vorher auch nicht schlecht gewesen, aber das nächste Tunika-Projekt kommt bestimmt, denn der Svea-Schnitt überzeugt. Nach dem Svea-Weihnachtskleid habe ich nun auch die Variante mit Ärmeln ausprobiert, aber dafür auf den Reißverschluss verzichtet, den man tatsächlich nicht braucht, denn einfaches reinschlüpfen, lässt dieser Schnitt ohne Probleme zu.