Die Idee von Miss Margarite, die ich über Frau Spielpause gefunden habe, Liegengebliebenes der Blogöffentlichkeit zu beichten und damit zu hoffen, dass die Motivation groß genug werden könnte, den U(n)F(ertige)O(bjekte)-Stapel schrumpfen zu lassen, gefällt mir. Bei mir ist es ja eigentlich weniger die Motivation, als die zur Verfügung stehende Nähzeit. Seit der Haus-Idee ist die Nähfreizeit ohnehin fast gegen Null gesunken. Der größte UFO-Stapel existiert daher vor allem in meinem Kopf, denn wenn ich darüber nachdenke, was ich eigentlich alles mit der Maschine zaubern wollte …

Echte UFO’s habe ich aber auch zu bieten und beide sind ausgesprochen voluminös. Den Bloglesern bekannt ist der geplante Wintermantel, der kurz vor seiner Fertigstellung in den Winterschlaf verfiel. Der sew along dazu hätte mich eigentlich genug motivieren müssen, aber nachdem klar war, dass der Walkloden ohnehin erst wieder im Frühjahr genug Wärme spenden würde, um in dieser Jacke den Außentemperaturen trotzen zu können, blieb er, wo er war – in einer schnöden Tüte eingequetscht in der hintersten Ecke.

Dort ist er aber nicht allein, denn bereits seit Sommer wartet dort ein Microfaserstoff vom sommerlichen Stoffmarkt auf seine Verwandung zu einem Bademantel nach dem Schnitt von Lillesol. Ursprünglich für den sommerlichen Ungarn-Montenegro-Urlaub geplant, war die Kapuze zu klein geraten und selbst nach der Urlaubsrückkehr wartete er vergeblich auf seine Fertigstellung. Ein bisschen scheue ich mich ja auch vor der unglaublichen Fusselschlacht, denn das Zeug klebt unglaublicherweise nach der Bearbeitung mit dem Rollschneider an der Schneidematte
fest.

Wie sieht nun mein Angriffsplan aus? Der WinterFrühjahrsmantel darf warten, bis die Minusgrad-Gefahr vorrüber ist und der Bademantel wahrscheinlich sogar bis zum Sommer …