Fast pünktlich kann ich diesen Monat meinen 12tel-Blick zum Fotoprojekt von Tabea Heinickerpräsentieren. Das Bild ist sogar genau am 20. März entstanden und unglaublicherweise ist es mir dabei gelungen, einige der sehr wenigen März-Sonnenstrahlen einzufangen. In diesem Licht betrachtet, fand der zuständige Denkmalpfleger sogar das Scheune-Gebäude durchaus erhaltenswert und sprach trotz intensiver Überformungen und Wandrissen von interessanten Zeitschichten, die sichtbar wären. Das Ping-Pong-Spiel zwischen Nutzungskonzept, Abrissgenehmigung für dieses Einzelgebäude und Denkmalschutz geht also weiter. Damit es der Baugemeinschaft in der Zwischenzeit nicht langweilig wird, dürfen wir uns mit GbR-Verträgen, Eigentümergemeinschaften, Teilungserklärungen und Grundbucheinträgen beschäftigen.

Der Hof schläft weiterhin seinen Dornröschenschlaf, aus dem die Baumgemeinschaft ihn erwecken will. Nur die Spuren im Märzschnee verraten, dass dort im nächsten Jahr wieder Leben einziehen könnte. Da es im Südhaus, das der 12tel-Blick nicht erfasst, inzwischen sogar reinregnet, wird der Bausubstanz sicherlich nicht förderlich sein und es wäre toll, wenn die bürokratischen Mühlen etwas schneller mahlen könnten.