Rezension: Super Neo (Bd. 1) Die Mutprobe
Am Kinderbuch “Super Neo. Die Mutprobe“* von Sybille Rieckhoff mit Illustrationen von Yayo Kawamura aus dem Coppenrath-Verlag, das via Blogg dein Buch zu mir gekommen ist, gefällt mir der Bucheinband besser als der Inhalt. Mit 23,8 cm Höhe und als gebunde Ausgabe verlegt, ist die Aufmachung für ein Kinderbuch hochwertig und der funkelnde Umhang mit Holografiefolien des Superhelden und der Titelschrift sehr effektvoll.
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| Abbildung von Coppenrath |
Das Innere lebt vor allem von den Illustrationen, bei denen der Verlag auch eine Presseansicht ohne Text zur Verfügung stellt, während die Seite mit dem Elefanten im Buch eigentlich mit vielen kleinen Erläuterungstexten versehen ist. Superheld und Elefant könnte ich mir übrigens super als Stickdatei für meine Nähmaschine vorstellen, aber ich schweife ab …
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| Abbildung von Coppenrath |
Klappentext zum Inhalt:
“Weit oben im Himmel, auf einem kleinen Planeten zwischen dem Mond und vielen, vielen Sternen, da wohnt Neo – Super Neo. Manchmal ist ein Kind auf der Erde in Schwierigkeiten – dann schlägt seine Antenne Alarm und Neo saust sofort los. Mit einem Gürtel voller Sternenpower und einem Umhang mit geheimen Kräften ist er blitzschnell im Einsatz, wenn jemand Hilfe benötigt. So wie Flo, der den anderen Kindern beweisen möchte, dass er kein Schisser ist. Dabei hat er riesige Angst, von dem hohen Baum in den See zu springen. Kein Problem für Super Neo! Mit seinen Tricks fühlt sich Flo schon bald viel mutiger. Doch Neo hat nicht mit den Bösewichten Zonk und Zarafea gerechnet, die es auf seinen Sternenpower-Gürtel abgesehen haben … Eine Heldengeschichte mit viel Witz, Action und jeder Menge Superkraft!”
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| Abbildung von Coppenrath |
Die Altersangabe des Buches beginnt bereits bei vier Jahren, während die Textgestaltung im Comicstil ein bisschen den Eindruck vermittelt, als sollte dabei auch das Erstlesealter angesprochen werden. Zur besseren Reihenfolgenfindung sind auf den Comicseiten sogar einzelne Nummern angegeben, die ein Erwachsener Vorleser sicherlich nicht braucht. Während der erste Teil der Geschichte für die 4/5 Altersgruppe wie gemacht ist und es um den Umgang mit Ängsten geht, wird das völlig überraschende Auftauchen eines Krakenmonsters mitten im See und der anschließende Kampf mit dem Raumschiff (?) dann doch auf eine etwas höhere Altersgruppe abzielen. Bereits das erste Band ist sehr offensichtlich als Reihe angelegt, denn auf der letzten Seite werden zahlreiche Charaktere vorgestellt, die in diesem ersten Buch noch gar keine Rolle spielen.
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| Abbildung von Coppenrath |
Die Buchreihe rund um den Superhelden Neo versucht – aus meiner Sicht etwas zu bemüht – einen möglichst großen Altersbereich abzudecken, die vom Kindergartenalter bis in die ersten Schuljahre reicht. Dabei ist der Kampf mit dem Monster und die Darstellung der “Bösen” für die jungen Leser zu überraschend und für die älteren Selbstlesekinder werden andere Teile zu kindlich sein. Wenn man sieht, dass das Marketingkonzept bereits bei diesem ersten Band ein Super-Neo-Kostüm*, ein Badeponcho*, ein Trinkhalm-Bausatz*, ein Freundesbuch*und auch ein Laserschwert* umfasst, wird klar, warum möglichst viele Lesealter erreicht werden sollen.
Von Coppenrath wurde bereits vorgestellt:
“Die schönsten Kindergeburtstage im Grünen”
“Tippi Tam Tam und die Stadtprinzessin”
“Die Super Jumper. Luc – nicht von diesem Planeten”
“Hilfe, ich bin ein Alien!”
amberlights Rezensionsportal
Kirschkernkissen
Damit hier im Blog mal endlich wieder ein Nähwerk und nicht nur Nähmaschinen oder unvernähte Stoffstapel zu sehen sind, schiebe ich heute die letzten beiden Kirschkernkissen ein, die schon vor einigen Wochen von den Overlocknadeln gesprungen sind.

Vernäht wurden die Reste eines bedruckten Stoffmarktstoffs, der sich bereits größtenteils in einen Rockverwandelt hat. Sieht man dem Punktestoff nicht geradezu an, wie die die Wärme aus dem Inneren herauskommt? Für mich ist der bedruckte Sweatstoff das perfekte Kirschkernkissenstoffmuster. Mittwochs mag ich, dass die Kirschkerne dafür aus dem Garten der Schwiegereltern kommen und mühevollmehrfach gewaschen und ausgekocht wurden.
#Nähcamp2015 Goodies & Co.
Wie gestern angekündigt, wird heute gezeigt, was alles im roten Riesenkoffer gelandet ist und die Trennung vom Nähcampdeutlich erleichtert hat. So hat man ja noch einiges, was man zu Hause weiterverarbeiten kann und dabei an das wunderbare Nähwochenende zurückdenken kann. Der petrolblauben Baggerstoff* und den Ringelstoff von Nicibiene, der nun auf meinem Creadienstagstischliegt, war gestern schon zu sehen. Dazu kam ein gestreifter Jersey vom Geschenketisch von Lillelütt, wo die Spenderin noch unbekannt ist (bitte einmal Hand heben, dann wird noch nachverlinkt), ein Wichtelpaket mit Stoffen*vom Stoffbüro*und einen FatQuarter-Stapel mir Gütermann-Stoffen der Kollektion “ring a roses” (bei denen ich aber die Rosen*weggetauscht habe) von Smilla-Berlin. Bei den Sternen*von Piccola-Loona bin ich dann auch noch mal schwach geworden und hab dafür fast die letzten mitgenommenen Euronen der Blogeinnahmenausgegeben, so dass ich sehr benzinsparend nach Hause fahren musste.

Für meine Büchersuchtgab es auch noch etwas neues, denn jeder Nähcamp-Teilnehmer bekam Kissenkult: Lieblingskissen selber nähen* geschenkt und am Ende hatte ich sogar noch das große Glück, ein weiteres Buch aus dem Fischer-Verlag zu gewinnen. Da ich mit “Granny Chic: Sahnestücke aus Omas bunter Vintage-Stube, neu entdeckt und selbst gemacht”* aber dann doch nicht so viel anfangen konnte, war ich froh, dass ich doch nochmal zum Hutbuch “Chapeau: 25 Nähprojekte für Hüte, Mützen, Kopfschmuck & mehr“* wechseln konnte. Außerdem sind noch drei Schnittmuster mit zu mir gewandert – das Schnittchen Coco* und vom letzten Jahr zwei Schnittquellen-Schnittmuster.
Die nächsten Nähprojekte stehen also schon fest. Zuerst werde ich aber wohl die feine Bio-Popeline von Cloud9* vernähen, die sich in meiner Stoffbüro-Wichteltüte versteckt hatte …
#nähcamp2015 in Berlin
Ein ganzes Wochenende hinter den beiden Maschinen sitzen zu können und sich von seinem Nähwerk nur zu trennen, um nette Mitnäher kennenlernen zu können oder sich auf verführerische Buffets zu stürzen, war großartig. Ich bin sehr froh, dass ich von der Warteliste nach “nachrutschen” konnte.

Organisiert von Elle Puls, Stoffbüround Mariegemachtes konnten über vierzig Näher – aber leider gar kein Nähmann 😉 – sich diesem Freizeitvergnügen hingeben. Die Mischung aus Hobbynäherin, Shop-Besitzern sowie professionellen Stoffdesign- und Schnittmusterherstellern ermöglichte viele persönliche Kontakte und einen Kennenlernen der Menschen hinter den großen Labeln wie beispielsweise Pattydoo, Schnittchen oder Smilla-Berlin. Am meisten habe ich mich gefreut, mit Nicibienezu plauschen, der ich bislang nur einmal beim Sterntaler Werksverkauf begegnet bin. Sie hatte ihre eigenen Stoffentwürfe dabei und einige Meterchen ihres Motorradstoffes*, der Garden-Wiesen, der Zwerge* oder großen Kissensets mit Bagger* sind bei den Nähern geblieben. Auch ich bin schwach geworden und habe beimpetrolblauben Baggerstoff* mit den dazugehörigen Streifen zugeschlagen.
Stärken konnte ich mich dann wieder beim überragenden Mittagsbuffet, bei dem die Dessertecke wohl auch für jede Hochzeit passend gewesen wäre. Ich selber hatte mich mit den enstprechenden Stoffenfür das Schnittchen Coco entschieden, denn solche Nähprojekte nur für mich landen zu Hause doch viel zu schnell auf dem UFO-Stapel. Am ersten Tag war ich mit Schnitt kopieren, ausschneiden, zuschneiden, Einlagen aufbügeln, versäubern aller Schnittteile und Zusammenähen der Oberjacke gut beschäftigt.
Einziger Wermutstropfen des Wochenendes war für mich die verbale Abfuhr, dass “nur selber nähen, schlau macht”, nachdem ich am richtigen einsetzen der Ärmel zu scheitern drohte. Um so dankbarer war ich daher am nächsten Tag dafür, wie offen und unkompliziert mir Judy, die mir immer ein paar Nähschritte und – erfahrungen voraus war, geholfen hat und das auch Silke von Schnittchen* jederzeit bereit war, die richtige Knips und Schulterpunkte zu finden, ohne einen merken zu lassen, das man sich eben tatsächlich nur im Hobbybereich bewegt.
Um irgendwann besser zu werden, gab es vom Fischer-Verlag jede Menge gute Nähbücher zum durchblättern, die am Ende vom Nähcamp sogar verlost wurden. Womit mein großer, roter Reisekoffer auf der Fahrt nach Hause alles gefüllt war, zeige ich aber erst morgen. Auch am zweiten Tag gab es wieder zahlreiche kulinarische Versuchungen, die ich zwar etwas verkartert – denn an der Futterjacke habe ich noch bis Mitternacht genäht (!) – geniesen konnte. Die Nacht durfte ich neben Frau Stoff-Verzückt verbringen und hätte mir keine bessere Zimmernachbarin vorstellen können. Mit zusammengesetzer Jacke, an der nur noch die Ärmel und der Saum zusammengenäht werden müssen, bin ich nach der Dankeschön-Runde an die drei Organisatoren wieder nach Hause gefahren. Wenn ich die letzten Nähschritte diese Woche noch schaffen sollte, dürfte mein Nähergebnis auf jeden Fall mit zur nächsten Tagung, die mich Ende der Woche erwartet.
Ganz am Ende hab ich mir noch eine Farbberatung von komood.de gegönnt und weiß nun, dass ich ein Herbsttyp bin, dem kräftige, gedeckte Farben stehen. Vor allem die Grüntöne passen wohl gut zu mir. Ein besseres Farbberatungsergebnis hätte ich mir nicht vorstellen können.
Für alle die zu Hause weiternähen möchten, ist übrigens noch diese Woche mein Lostopf zum 5. Blog-Geburtstag mit Stoffen, Schnitten und anderen tollen Gewinnen von der Eulenmeisterei, Internaht, Näähglück, Windelmanufaktur, brauen.de und bibaboxoffen …
Nähbloggertreff im Löbtauer Nähwerk
Meine ganz persönliche Kreativfreizeit beginnt eigentlich gar nicht erst am Wochenende beim Nähcamp 2015 sondern startete bereits am Donnerstagabend, als sich die Dresdner Nähblogger zu ihren monatlichen Treffen zusammengefunden haben. Diesmal waren wir im Löbtauer Nähwerk, die zum Werk.Stadt.Ladengehören.

Dort kann jeweils donnerstag von 17-12 Uhr genäht werden. Bei selbstgebackenen Keksen und Tee erfuhren OrNeeDD, Friemeleien,
Handmade by Ranunkelchen und ich, dass in diese Selbthilfenähwerkstatt auch immer mal wieder ineressierte Männer kommen und von ihnen tatsächlich schon ganze Zelte genäht wurden aber auch Reißverschlüsse getauscht.
Am meisten hat mich die Nähmaschinentechnik beeindruckt, denn dort stehen nicht nur Industrieoverlockmaschinen sondern auch eine Ledermaschine, die ich persönlich vorher noch nie gesehen habe.
Hilke Schilling, die in den Räumen auch ihre eigene Schmuckwerkstatt eingerichtet hat, ließ die Maschinen sogar für uns surren. Leider konnte ich diesmal nicht ganz bis zum Ende bleiben, da den Mann am Abend noch Abbrucharbeiten erwarteten.
Zwei Bloggerinnen wollen auch diese Woche wieder wissen, für welche fünf
Dinge ich dankbar bin und worüber ich mich heute freue:
1. …. ein ganzes Nähwochenende in Berlin vor mir zu haben und dort wunderbare Bogner-Stoffe vernähen zu können
2. …. mit der Tochter in Leipzig bei einer Lesung des Waldhuhn-Verlags gewesen zu sein, während die Schwägerin, obwohl sie danach ihr Nachtdienst erwartet, sich währenddessen ganztägig um den Sohn gekümmert hat
3. … ich diese Woche einen Mittagstreff mit Steffi von der Windelmanufaktur realisieren konnte, bei dem nicht nur der Lostopfgewinn für euch überreicht wurde, sondern auch viel über das Leben gesprochen und in die mediale Büchse der Pandora geschaut wurde
4. … zu erleben, wie das mentale Tief im Vierseithofprojekt nun doch dazu führt, dass der Zusammenhalt mit den meisten Familien noch stärker wird und die Vorfreude auf eben diese zukünftigen Nachbarn wieder da ist
5. Dem Tochterkind in letzter Minute noch nach dieser Anleitung eine Camera Obscura für die Sonnenfinsternisbeobachtung* gebastelt zu haben und damit in den Kindergarten geflitzt zu sein
Verlinkt beim Freutag, H54F und den Friday Fives.




























