Nach einer weiteren Urlaubswoche – ganz traditionell zum achten Mal mit dem Lieblingschor des Mannes im Harz – geht es nun heute hier mit Nähzubehör weiter. Der Sommerurlaub ist für uns offiziell beendet, wobei die Schulkinder erst nächste Woche wieder starten. Inzwischen sind wir nun bei Klasse 3, 7 und 11. Noch vor dem Sommerurlaub habe ich mir zum sechsten Mal personalisierte Nählabels bestellt. Bei der letzten Runde hatte ich vermutet, dass ich nach 3-5 Jahren den nächsten Versuche starte und tatsächlich waren es nun vier Jahre. Nach der allerersten 2012er grünen Variante, 2013 der Einnäher-Form und der 2017er-Form, die bis dahin alle von Namensbänder* waren, bestellte ich nach der merkwürdig gezerrten Form dann doch noch im gleichen Jahr erstmals bei CottonTrends. 2022 folgten dann 150 Labels bei Dortex*. Die breite Farbauswahl hat sich in den letzten Jahren sehr bewährt, aber das ein Buchstabe viel zu dünn dargestellt war, hat mich dennoch gestört.
Bei Nastjas Nähnews von der DIY Eule hörte ich von einem für mich neuen Anbieter: Wunderlabel und da auch gleich noch ein Rabattcode lockte, entschied ich mich für die nächste Großbestellung. Bei den Farben wählte ich ein Cremeweiß mit Türkis und Braun – Grün. Das grafische Blütensymbol gefiel mir auch sehr.
Mit dem Ergebnis bin ich ein weiteres Mal nur bedingt zufrieden. Der türkis-Ton ist viel heller als erwartet. Damit fehlt der Kontrast zwischen Schriftfarbe und Webbandfarbe. Die Braun-Grüne Variante gefällt mir noch am besten, aber in allen drei Fällen ist die Schriftart viel schlechter zu lesen, als ich erhofft hatte.
Bestellt habe ich von den 2026er Nählabels von der türkis und braun-Variante jeweils 25 und von den Cremeweiß-Einnähern 50. Damit habe ich nun wieder 100 Nählabels und bin froh, dass es nicht wieder 150 sind. Ich bin gespannt, wann die nächste Nählabel-Bestellung folgen wird.
An meinem ersten Urlaubstag in diesem Sommer saß ich mehr vor der Nähmaschine als vor dem zu packenden Koffer, da nur ich bereits frei hatte, der Mann noch arbeiten war und der Jüngste bei der Oma. Mit dem Wissen, dass wir mit Gepäckbegrenzung für drei Wochen Irland ohnehin kaum etwas einpacken könnten, war ich der Überzeugung, dass man dafür noch genügend Zeit haben würde. Wir hätten 3x 20 kg mitnehmen können, aber der Koffer hatte dann nur 18 kg und die beiden Wanderkraxen weniger als 10 kg. Das ich aber eine halbe Stunde vor Abreise am kommenden Tag tatsächlich noch ein spontanes Reiseshirt nähen wollte, erforderte sehr viel Geduld meines Mannes.
Kirsten Kimono Tee von Maria Denmark Nr. 4 entstand tatsächlich in so kurzer Zeit, wie wohl noch nie ein halbwegs anziehbares Nähwerk für mich selbst. Vom letzten Versuch wusste ich, dass es etwas lockerer fallen sollte. Ein nicht beendetes Zwischenwerk saß dann immer noch zu knapp, aber mit diesem Ergebnis aus ganz wunderbar fallender Viskose Webware war ich wirklich zufrieden.
Den Stoff habe ich mir vor vier Jahren bei der Stoffladenauflösung bei Prodyouce in Radebeul gekauft. Die Nählabel sind von Dortex und endlich mal aus einem der Label-Adventskalender. Wie immer bei mal-eben-schnell-Nähprojekten lief nicht alles so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Die Lufteinfädelung der Babylock hing und selbst die Fadenspannung der Nähmaschine kam mir nicht ganz in Ordnung vor – damit habe ich sonst nie Probleme. Selbst die Säume sind quick-and-dirty. Mit Höchstgeschwindigkeit (“das schaff ich noch”) einmal mit der Overlock drüber und ohne umbügeln mit der Nähmaschine knapp abgesteppt. Das würde alles schöner gehen, aber dafür fehlte mir die Zeit.
Das Shirt wurde – zum Entsetzen des Mann noch fotografiert – anschließend übergeworfen und es ging los: bei der Anreise erlebte das Shirt eine Busfahrt zum Dresdner Hauptbahnhof, die Zugreise nach Berlin, einen morgendlichen Flug – mit Aufstehen um 3:40 Uhr – nach Dublin mit Ryanair, den Dublinexpress in das Zentrum und mit Irishrail – dort entstand das erste Tragebild – quer durch Irland bis nach Tralee.
Vor dem Start des Dingle Way entstanden noch zwei weitere Tragebilder von meinem Mann, die mich zwar auch nicht völlig überzeugen, aber man kann ja für den MeMadeMittwoch froh sein, wenn man etwas zum vorzeigen hat. Der Stoff und der Schnitt tragen sich tatsächlich richtig gut und trotz der kleinen Nähfehler, die der Eile geschuldet sind, gehört es aktuell zu meinen Lieblingsshirts.
Was ist der #BSAN? Jeweils am Monatsende startet hier eine neue Runde meiner Linkparty #BSAN Besser spät als nie. Die Linkpartyidee dahinter ist, unverbloggte Themen nachzureichen. Entscheidet dabei selbst, wie ihr euer “spät” definiert. Ihr könnt nie gezeigte DIY-Werke verlinken, aber auch an Bücher oder Erlebnisse erinnern, die ursprünglich mal für den Blog gedacht waren, aber es dann doch nie bis zur Veröffentlichung geschafft haben. Vielleicht wäre das ja auch ein Anlass, den Entwurfsordner für begonnene Blogbeiträge zu leeren?
Nehmt gerne den Aktionsbutton mit auf eure Blogs oder nehmt selbst teil, wenn es für euch passt. Das Verlinkungsangebot startet Ende März 2026 (dem Geburtstagsmonat zu meinem 16. Bloggeburtstag) und endet, wenn ich selbst alle Blogbeiträge nachgereicht habe, die ich eigentlich hier noch zeigen wollte.
Wie ist der aktuelle Stand?
Trotz der allgemeinen Sommerferienpause in vielen blogs wurden drei weitere Blogbeiträge verlinkt. Das freut mich sehr. Zeena hat beim MeMadeMittwoch ihr Wickelkleid Wicky gezeigt. Darüber musste ich ohnehin schon sehr schmunzeln, denn tatsächlich habe auch ich genau diesen Schnitt fast genau ein Jahr nach dem Onlinenähevent am gleichen Tag gezeigt. Eigentlich könnte ich daher auch meinen Beitrag in der eigenen Blogparty verlinken, aber ich bin erst vor wenigen Wochen damit fertig geworden und damit passt es bei mir nicht so gut. Die zwei anderen Beiträge kommen von Valomea mit einem ganz umwerfenden Spieleteppich – sie hat die Polizei und die Post verlinkt. Beides so absolut großartige Kindernähprojekte. Schaut unbedingt mal vorbei. Ich musste dabei sofort an meinen ambitionierten Spieleteppich aus Filz denken, der leider über Stufe 1 nie hinaus gekommen ist …
Ich selbst hatte im Juli drei Wochen Sommerferienblogpause und habe daher zwar nun schon den Blog wieder zum Leben erweckt und gestern 12 von 12 nachgereicht, aber keinen eigenen Besser-spät-als-nie-Blogbeitrag vor dem Monatsende geschafft.
So lange hier alle an die Schulsommerferien gebunden sind, wird der Geburtstag des mittleren Kindes wohl fast immer direkt im Urlaub stattfinden. Letztes Jahr feierte er bei einer zweitägigen Hüttentour in Österreich und dieses Jahr nun mitten in unserer Wanderwoche auf dem Dinge Way in Irland. Den Tag zu vor waren wir die erste reguläre Etappe von Tralee nach Camp gelaufen, die mit fast 22 km und 430 Höhenmetern bei durchgängig Sommersonne für mich schon ziemlich herausfordernd war. Der Verfügbarkeit der Unterkünfte geschuldet, blieben wir an seinem Geburtstag aber tatsächlich ganztägig vor Ort und wanderten erst am nächsten Tag weiter.
Aufgewacht wurde in einem Glamping-Pod im Coach Field Camp, das rechte bequeme Betten bot und saubere Sanitäranlagen aber kein preiswertes Vergnügen war. Für weniger Geld hatten wir die drei Tage davor im Hotel mit umfangreichen Frühstück übernachtet. Immerhin gab es ein Tippi, in dem die Kinder am Abend zusammensaßen. Auch unsere Tochter freundete sich schnell an und kam erst Mitternacht ins Bett. Der 12. Juli 2026 begann an einem Sonntag mit einem sehr improvisierten Geburtstagstisch, da wir unser Gepäck in dieser Woche komplett tragen mussten. Band 17 von Skullduggery Pleasant in der Kindle-Version wurde sehnlichst erwartet, die Wanderhose gab es bereits vor dem Urlaubsstart und so blieb das Geburtstagsshirt und die Gutschein-Ankündigung, dass er seine Pfadfinderpatches noch vor dem Bundeslager kurz nach unserem Irlandurlaub nun doch mit der Nähmaschine aufgenäht bekommt, die einzigen richtigen Überraschungen.
Der Vormittag verstrich mit Wandersachen durchwaschen, Volle Lotte – das inzwischen Tutto* heißt – spielen und einem sehr improvisierten Mittagessen. Die Minispiele die sich bislang wirklich bewährt haben, beginne ich übrigens hier zu sammeln*. Am Nachmittag liefen wir bei heißen Sommertemperaturen zum Strand und gingen im Atlantik baden. Miloq von Schnittbox bewährt sich sehr für meinen Mitnahmekrimskrams. Mein Mann spielte sogar ein Mühlespiel im Sand mit seinem jüngsten Sohn. Am Abend gingen wir in “The Junction Bar” essen und es gab einen zweiten Geburtstagkuchen. Auf dem Weg zurück teilte sich die Familie gleich in drei Gruppen: mein Mann und der Jüngste wählten den längsten Weg über den Dinge Way Abschnitt des Vortages, ich den kürzesten via Straße, aber ging dafür einkaufen und die beiden Teenager liefen noch einmal den Strand entlang. So große Kinder sind schon toll. Der Sohn war recht zufrieden mit seinem Geburtstag. Am nächsten Tag folgte die Etappe Camp nach Annascaul mit 17 km. Danach war ich so Fußlahm, dass wir bei Etappe 3 mit 24 km geschummelt haben und nur der Mann wanderte. Dafür werden von diesem Folgetag noch zwei weitere Blogbeiträge folgen.
Dieses Jahr erwecke ich noch vor dem Ende der Schulsommerferien den blog wieder zum Leben, da wir zwischen den drei Wochen Irland-Ferien und der traditionellen Chorsommerwoche im Harz drei Arbeitstage einschieben. Nach dem Wanderurlaub im letzten Jahr und der Erfahrung, dass nun auch der Jüngste auf Malta lange Wandertouren fröhlich hüpfend absolvierte, haben wir uns nach vielen Jahren mal wieder einen Mehrtagesweg zugetraut und sind außerdem mit den Kindern das zweite Mal geflogen. Der Mittlere feierte mitten in der Wanderwoche seinen 13. Geburtstag und damit sind wir das erste Mal mit zwei Teenagern verreist: das merkte man deutlich an den vielen Familienthemen, die es zu besprechen gab, aber auch den neuen Freiheiten für unser Kinder und uns.
Es waren drei Wochen fast gänzlich ohne Regen, was bei Irland eher erschrecken als freuen sollte, eine Woche Dinge Way, der landschaftlich streckenweise wunderschön war, aber mit meinen Blasenfüßen, Bremsenbissen, auf die ein Familienmitglied allergisch reagiert und überraschend vielen Straßenabschnitten dazwischen auch seine herausfordernden Seiten hatte. Wir haben in den drei Wochen durch die Mehrtageswanderung in zehn verschiedenen Unterkünften übernachtet und schliefen dabei – teilweise zum gleichen Preis – in spartanischen Planwagenbetten, komfortable Hotelzimmern und traumhafte Ferienwohnungen, aber aber auch einer Unterkunft, die zwar einen Dörrautomaten, aber keine Kaffeemaschine und warmes Wasser hatte. So eine große Spannbereite hatten noch nie. Nach der Wanderwoche folgten vier Tage in der Mitte Irlands, weitere vier ganz im Norden und zum Abschluß noch ein Tage Dublin, wobei uns die Hauptstadt nicht überzeugen konnte. Dafür war die Zeit davor voller großartiger Landschaften, wir haben uns gegen die Atlantikwellen geworfen und es gab es gleich mehrere textile Themen, von denen hier noch berichtet wird.