Wie gestern schon zu sehen, hat der Sohn zu seinem Geburtstag natürlich auch wieder ein Geburtstagsshirt bekommen. Inzwischen geht es eigentlich nicht mehr ohne und es macht mir auch großen Spaß. Die Vorfreude unserer Kinder auf das Zahlenshirt ist schon toll. Als Schnittmuster habe ich mich diesmal für Längsgeteilt von Farbenmix entschieden. Der Schnitt hat inzwischen eine interessante Geschichte, denn 2012 bin ich daran tatsächlich noch gescheitertund war selbst 2013 nicht ganz zufrieden. Dazwischen ist der Schnitt bei mir etwas in Vergessenheit geraten.
Selbst diesmal habe ich erst die Rückennaht geschlossen, obwohl es vor dem Stickvorgang unbedingt die Vorderteilnaht sein musste und musste unnötig trennen. Nach sieben Jahren und über zehn Geburtstagsshirts habe ich mir erstmals wieder neue Stickdatei-Zahlen gegönnt. Die Wahl fiel auf die Geburtstags-Zahlen-Doodle von Klitzeklein-Design*. Ein bisschen geärgert habe ich mich, dass ich nach der Bezahlung bemerkt habe, dass es diese dort in verschiedenen Größen und mit verschiedenen Zusatzmotiven gibt.
Vernäht habe ich den Bio-Jersey “Piratenwelt” von Susalabim*, den ich 2015 beim Lillestoff-Festival gekauft hatte, kombiniert mit einem Wellenmusterjersey*, den es erst dieses Jahr beim Stoffmarkt in der eigenen Stadt gab und der eigentlich ausschließlich für mich gedacht war. Etwas anderes passte aber aus meinem Vorrat nicht und das Schnittmuster macht ja einfarbig wenig Sinn. Da der Susalabim-Jersey orange Akzente hat, wurde auch gleich die Zahl und das Bündchen orange-farbig.
Ein bisschen geärgert hat mich, dass die Seehunde ausgerechnet am Hals kopflos sind. Anderseits passt es perfekt an der Zahl. Man kann eben nicht alles haben. Dafür habe ich diesmal die Zeit genommen, um die Bündchen nochmal abzusteppen. Beim Löwenshirt hatte ich mir das immer vorgenommen und dann doch nie geschafft, was zu einem nervigen Umklappen führte. Wie macht ihr das? Sein ich-bin-drei-Shirt entstand übrigens in der Größe 98 und passt immer noch perfekt. Bei der gleichen Größe zu bleiben, fand ich aber seltsam und hoffe nun, dass er in die Doppelgröße 98/104 tatsächlich reinwächst, bevor er nächstes Jahr schon fünf wird.
Der Sohn hat sich übrigens bereits Geburtstagsshirts “bis er 100 ist” gewünscht. Da es bis zur Geburt unseres dritten Kindes nun gar nicht mehr so lange dauert und ich wohl auch diesmal nur mit medizinischer Hilfedie Stunden nach dem hoffentlich wieder komplikationsfreien Schlupf des Kindes überleben werde, beschleicht mich manchmal ein “was-wäre-wenn-Gefühl”. Vorzuarbeiten schaffe ich nun leider nicht mehr und wäre vielleicht auch tatsächlich ein zu schlechtes Ohmen … drückt mir die Daumen, dass ich für alle drei Kinder weiter selbst Geburtstagsshirts nähen kann.
In der Mitte des Juli-Monats haben wir den Geburtstag des Sohnes gefeiert. Nun ist er schon vier Jahre alt, was mich manchmal selbst verwundert. Durch die Baujahre ist diese Zeit noch schneller vergangen als bei der Tochter. Da das erste Schnabelgrün-Spiel, das es hier zu Ostern gab, so große Begeisterung verursachte, war ich froh, nun auf seinen Geschenketisch das “Raben Stapeln mit Schnabelgrün“* von Drei Hasen in der Abendsonne legen zu können.
Im Gegensatz zu unserer ersten Schnabelgrün-Spielvariante muss hier nichts vor Spielbeginn zusammengebastelt werden, denn das Spiel besteht ausschließlich aus farbenfrohen, massiven Holzsteinen und einem Farbwürfel. Bei den Formen, die alle in wunderbaren Regenbogenfarben gestaltet sind, gibt es als Formen Kreise, sowie Vier- und Sechszacksterne.
Interessant ist die Spielvariabilität mit diesen Figuren, denn es gibt gleich fünf verschiedene Arten. Davon sind vier gemeinsame Spiele für Kinder ab drei Jahren. Die fünfte Variante ermöglicht die Einzelbeschäftigung, da es dabei nicht um einen Gewinner sondern um Geschicklichkeit geht. Die vier Varianten heißen “Bunter Farbenturm”, “Sechfarbenturm”, “Regenbogenturm” und “Rabelino-Stabelino”. Die erste Variante, die zugleich die einfachst ist, und die letzte kann von vier Spielern gespielt werden – Variante zwei und drei zu dritt. Die ersten beiden sind außerdem für kleine Spieler ab drei Jahren empfohlen, die beiden anderen für Kinder ab vier Jahren. Beim “Sechsfarbenturm” werden die Farben nach einer bestimmten Reihenfolge übereinander gestapelt, was beim Geburtstagskind, der viele Runden vergeblich auf rot wartete, allerdings ein bisschen für Spielfrust sorgte.
Die Alleinspielvariante, bei der aus den Holzteilen teilweise richtig komplizierte Turmvarianten gebaut werden – von den im Spielanleitungsheft auf zwei Doppelseiten viele Vorschläge zu finden sind – begeisterte hingegen vor allem unser Siebenjährige und auch die Erwachsenen. So erklärt sich wohl auch die Altersangabe 3 – 103 Jahre. Einige der Vorschläge sind wirklich schwierig – die Tochter stapelte aber ohnehin lieber nach eigenen Ideen. Der Sohn war dafür noch zu ungeduldig.
Von den Spielvarianten konnte bei uns der “Regenbogenturm” am meisten überzeugen. Dabei wird entweder die gleiche Farbe oder die gleiche Form übereinander gestellt und der Turm darf möglichst nicht umfallen. Am meisten gefällt mir dabei, dass miteinander und nicht gegeneinander gespielt wird. Fällt er dann doch um, ist die Freude natürlich groß.
Man merkt wahrscheinlich, dass ich begeistert bin. Vor dem Spielbeginn habe ich zwar darüber nachgedacht, dass das Farben- und Formenerkennen eher etwas für noch kleine Kinder ist, aber zusammen mit den Spielvorschlägen hat man tatsächlich ein wunderbares Familienspiel, mit dem sich Kinder auch mal eine Weile alleine beschäftigen können. Heute in fünf Monaten ist schon wieder Weihnachten. 😉
Lange war ein Rezensionsexemplar der Woche nicht mehr so passend, wie heute, denn (hoffentlich tatsächlich erst) im kommenden Monat erwarten wir unser drittes Kind. Daher habe ich mich für “Mein Babyalbum“* aus dem Kösel-Verlag entschieden. Dahinter steckt eigentlich eines der größten Streitthemen unserer Partnerschaft, denn der Mann wünscht sich seit Jahren ein Babyalbum mit richtig eingeklebten Abzügen, während ich in den Anfangsjahren gern die digitale Variante machen wollte und anschließend darauf gehofft habe, dass mein Plotterwunsch doch irgendwann erfüllt werden kann. Er würde es sogar selbst machen, was mir aber wiederum nicht gefällt. Passiert ist leider gar nichts und so habe ich eigentlich 7 + 4 Jahre Kinderzeit aufzuholen.
Abbildung vom Kösel-Verlag
Auch “Mein Babyalbum“* ist dafür eigentlich nicht die richtige Lösung, denn statt dem gewünschten Blankobuch ist es eher eine durch Fragen geleitete Erinnerungsstütze. Genau das gefällt mir aber an den 80seitigen Buch besonders gut, denn selbst beim zweiten Kind würde es mir schwerfallen zu rekonstruieren, wann er welchen Entwicklungsschritt gemacht hat. Glücklicherweise gibt’s jede Menge Filme der Großeltern und damit einen Beweis, wie früh unsere Kinder beispielsweise unglaublich lange Sätze gesprochen haben bzw. wie spät die Tochter damals die Kraft zum Kopf halten in Bauchlage hatte. So hat eben jedes Kind seine Zeit.
Abbildung vom Kösel-Verlag
Das Buch ist dafür eine großartige Erinnerungsstütze und dazu noch so neutral in der Farbgebung gehalten, dass es weder Jungs- noch Mädchenlastig ist. Bis jetzt wissen wir ja noch immer nicht, was wir als drittes Kind nun wirklich geliefert bekommen, weil wir uns einmal überraschen lassen wollen.
Abbildung vom Kösel-Verlag
Perfekt hätte ich es gefunden, wenn es neben den vielen Fragenseiten wirklich noch ein paar Blankoseiten gegeben hätte. Ansonsten gibt es wirklich so viele Fragen, dass ich hoffe, dass ich das Thema nicht erst lese, wenn ich selbst die Antwort schon nicht mehr weiß oder der Fotoapparat nicht zur Hand war …
Wie ist das bei euch? Habt ihr aktuelle Fotoalben eurer Kinder?
Wie mit manch anderen Blogthemen hänge ich auch bei der Auflistung der Blogeinnahmen etwas hinterher. Der rote Faden wird daher nun erstmal wieder mit der letzten Crowdfunding-Unterstützung aufgenommen. Ein “Zehnt” meiner Einkünfte wird regelmäßig gespendet bzw. in Crowdfunding-Projekte investiert. Kurz vor unserem 6. Hochzeitstag habe ich von diesen Geldern das Startnext-Projekt ShoGo Huckepackgurt unterstützt.
Das passte zwar thematisch weder zur Zinnernen Hochzeit noch zur Zuckerhochzeit (wie sie wohl in Österreich genannt wird) aber dafür perfekt für unsere Familienerweiterung. Mit der Entscheidung für ein drittes Kind wird der Mann noch ein paar weitere Jahre ein Kind auf seinen Schultern sitzen haben. Die Erfindung eines Lehrers aus Köln, bei der man dann trotzdem beide Arme frei hat und nicht dauerhaft die Beine seines Kindes umklammern muss, ist dabei perfekt.
Inzwischen kann man den Gurt bereits im Erfinderladen in Berlin vorbestellen. Damit schließt sich der Ehepartner-Kreis zwischen dem Gründer dieses Ladens und Madame Jordan, die ich beide das erste Mal – noch unverheiratet, aber bereits in der ersten Elternzeit mit der Tochter – in meinem allerersten Blogjahr besuchthabe. Dieses virtuelle Dorfgefühl zusammen mit der Erinnerung an den eigenen Kreativweg mag ich sehr an der Bloggerei und werde wohl deshalb auch nicht so schnell damit aufhören.
Mittlerweile sind wir in einem Lebensalter angekommen, in dem nicht nur wir sesshaft werden, sondern auch unser Freundeskreis. Die WG-Zeiten und häufigen Wohnungswechsel scheinen vorbei zu sein. Stattdessen wird – je nach den finanziellen Möglichkeiten – mehr oder weniger sanierungsbedürftige Häuser oder größere Wohnungen bezogen. Obwohl ich die Tradition sehr schön finde, wird bei den Einzugsfeiern eher selten Salz und Brot überreicht. Ich habe bei einer solchen Gelegenheit nun erstmals eine Badverschönerung verschenkt, die vom Mann sehr belächelt wurde.
Hintergrund war, dass ich eine Geschenke, die komplett im Stickrahmen entstehen, sehr mag, weil man sich sicher sein kann, dass das Ergebnis überzeugt und es “nebenbei” passieren kann. Daher habe ich mich für die Toilettenpapiermanchetten-Datei “Pupsi”* von Grete vom Ländle entschieden, die sechs unterschiedliche maritimen Motiven beinhaltet. Bestickt wurde auf der Außenseite ein weiterer Quarter des Gütermann-Stoffes*, den es 2015 beim Nähcamp von Smilla-Berlin gab. Als Einnäher gab es diesmal nur mein Nählabel*. Da die Laschen und das Hauptteil in Einzelstickschritten entstehen und vorher Stabilisierungsvlies aufgebügelt werden muss, war die Entstehungszeit doch viel länger als gedacht. Jedes reine Nähwerk wäre wahrscheinlich schneller gewesen.
Natürlich muss ich selbst zugeben, dass das Ergebnis ein bisschen an die berühmt-berüchtigten umhäkelten Klopapierrollen auf Autorückbänken erinnern. In meiner Kindheit gab es jede Menge Trabis und Wartburgs, die damit “geschmückt” waren. Gab es die im damals anderen Teil Deutschlands auch? Anderseits finde ich die die Umhüllung immer noch schöner, als die reine Klopapierrolle. Mal schauen, was der Mann sagt, wenn auch in unserem Bad so eine Rolle steht … es gibt ja weitere fünf Motive*, die getestet werden müssen.