Am Wochenende habe ich mir den Sohnemann geschnappt und bin zur Designers’ open in Leipzig gefahren, während sich das Tochterkind mit den Großeltern vergnügte und der Ehemann einen Probentag hatte. Letztes Jahrwar das meine Herbstentdeckung, die ich mir auf keinen Fall entgehen lassen wollte. Veranstaltungsort war 2013 die große Glashalle im neuen Messegelände in Leipzig.
Die Bereiche Market und Fashion waren diesmal nicht getrennt, sondern zusammen untergebracht. Das faszinierende an diesem Designfestival ist für mich, dass sich dort keine DIY-Stände aneinandereihen, bei denen nur die Stoffmuster wechseln, aber eigentlich doch die gleichen Kirschkernkissen, Schlüsselbänder, Mützen und Hosen angeboten werden, sondern man wirklich Neues entdecken kann. Im Nähbereich war das für mich djulo, deren Spieluhrtiere mit “aufziehbaren” Elefantenrüssel und Ameisenbären überzeugen können. Ein typischer Dawanda-Näh-Shop war mit Fuchsandfriends aber auch vertreten.
Fast schon graphisch wirkten im Bereich Fashion die geschwungenen Kleider vonJutta Nordheim, wobei mir bei ihren anderen Entwürfen deutlich zu viel Plastikhafte Oberflächen verarbeitet wurden. Dafür habe ich mit Kaseee für Nestnadel, die es vor wenigen Wochen nach Apolda verschlagen hat, doch tatsächlich entdeckt, dass es dort wohl doch eine DIY-Kultur gibt. Sogar ein Strickworkshop wird dort beworben.
Im Hinblick auf unser Vierseithofprojekt machte mich der Stand von architectoral stone reatoration neugierig, der mit einem Naturmaterial Betonoberflächen herstellt, die eingefärbt, geschliffen und mit Wachs versiegelt recht edel wirken. Der Ehemann erinnerte sich zwar sofort an seine Kindheit und fand dieses Steinholz nicht so überzeugend wie ich, aber um über die Küchenplatte nachzudenken, haben wir ja noch genügend Zeit.
Von den Stadtpflanzern nahm ich schließlich noch ein Tütchen Kresse mit und bin fasziniert, dass man dort vier Hühner leihen kann. Wenn der Hof irgendwann Realität geworden ist, muss ich die Macher überzeugen, dass die vier auch mal Urlaub in Dresden machen dürfen.
Der Messebesuch mit dem nun 3,5 Monate alten Sohnemann und ohne Familie war für mich sehr entspannend. Sogar einen separaten Still- und Wickelraum hat die Messehalle zu bieten. Wenn ein Stift dagewesen wäre, hätte ich gerne einen Lob dazu im Gästebuch vermerkt.
Das einzige Manko bleibt der Busshuttle zur Grassimesse, bei der ich auch noch gerne vorbeigeschaut hätte. Die Busse waren leider nicht Kinderwagentransport geeignet und so entschied ich mich dann doch für die Rückfahrt zu den Großeltern und besuchte lieber mit dem Tochterkind das 5. Merseburger Zauberfest.
Nächstes Jahr schaffe ich es ja vielleicht auch mal zur Fachkonferenz der Designers’ open. Dort und im zum Eintrittspreis dazugehörgen Katalogwurde diesmal sogar das von meinen Blogeinnahmen unterstützte Crowdfunding-Projekt Soulbottles vorgestellt. Nach dem Festivalbesuch war meine Tasche nicht nur mit dem Katalog gefüllt, sondern auch mit den beiden Büchern Homecoaching und Kleine Räume gestalten, die es beide preiswerter am Buchstand der Designers’ open gab, an dem ich Stunden hätte bleiben können …
Die Kreditverträge sind unterschrieben. Wenn amberlight 61 Jahre alt ist, sind wir spätestens wieder schuldenfrei, falls nicht vorher die Blogeinahmen eine Sondertilgung ermöglichen. 😉 Etwas mulmig ist mir dabei schon, auch wenn die Rückzahlungen sich nicht von einer normalen Miete unterscheiden. Kaufen konnte die Baugmeinschaft allerdings immer noch nicht und hat momentan 14 Wochen Zeitverzug zum ursprünglichen Plan. Der 12tel Blick zum Fotoprojekt von Tabea Heinicker wird daher wohl eine mehrjährige Fortsetzung finden.
So ändern sich weiterhin nur die Jahreszeitenansichten und der Nussbaum trägt bereits kein einziges Blatt mehr. Dafür konnte ich ganz allein – und dank einer neu entdeckten App für mein Tablett – einen 360°-Schwenk ausprobieren. Wollt ihr sehen, wie der restliche Hof aussieht? Die Pamorama-Verzehrungen müsst ihr euch wegdenken, aber mit dem richtigen Programm, sieht das wirklich beeindruckend aus.
Seit gestern gibt es einen neuen Gipfel in meinem Stoffgebirge, denn neben dem 34m-Riesen vom Sterntaler Werksverkauf 2012 gibt es nun noch einen 21m-Turm. Auch dieses Jahr bin ich wieder die knapp 100 km über die Autobahn gedüst, um in der Nähe von Chemnitz, Stoffe für sagenhafte 2€/Meter zu kaufen. Leider wurde es diesmal keine gemeinsame Fahrt mit den Dresdner Nähdamen, denn amberlight stapelte Sohnemann, Kinderwagen und zwei Großeltern zur Baby-Betreuung in ihr Auto.
Um die Wartezeit von Sohnemann und Großeltern nicht zu sehr zu strapazieren, waren wir erst kurz nach 12 Uhr da und ich war ehrlich überrascht. Zuschneider und Raumklima waren im Gegensatz zum letzten Mal extrem entspannt. Kein Gerangel, kein Gedrängel und zumindest für mich auch noch genügend Stoffauswahl.
Immerhin elf feine Stöffchen habe ich erbeutet und mich dabei fast immer mit 1-2 Metern begnügt, um mein Budget nicht zu überstrapazieren. Diesmal sind es keine Blogeinnahmen sondern der Obolus, der beim Abbau des Stoffgebirges via ebay zusammengekommen ist. Ich habe also nur getauscht und die Haushaltskasse nicht belastet.
Sogar ein paar konkrete Pläne gibt es diesmal schon für den einen oder anderen Stoffballen, der nun erstmal gewaschen wird und dann wieder unter die Mangel der Uroma kommt.
Nun bin ich gespannt, ob ich noch weitere Stoffsüchtige finde, die beim Sterntaler Werksverkauf waren, um einschätzen zu können, was ich in den ersten zwei Stunden verpasst habe … in der letzten Stunde gibt es übrigens noch große Restetüten für 5€, aber einen noch höheren Stoffstapel hätte ich dem Ehemann nun wirklich nicht erklären können.
Mit insgesamt 42,52 € sind auch im September die Blogeinnahmen wieder nach oben geklettert und refinanzieren momentan ganz wunderbar mein Freizeitvergnügen. Wie die Statistik zeigt, verteilt sich der Löwenanteil der Einnahmen mit 30,31 € weiterhin auf den Bücherriesen. Ein paar wenige Euronen (3,20 €) kamen dabei auch vom neuen Reiseblog, in dem wir den Nähtisch verlassen und über unsere Reisen mit und ohne Kinder berichten. Die Verteilung bleibt dabei die gleiche: abgezogen wird ein Spendenzehnt und ein Vierzeithofzehnt. Was übrig bleibt, wandert in den Freizeittopf und wird für Familienunternehmungen ausgegeben. Momentan wären da zwei kleine Softeis möglich. 🙂
Da mein Flattr-Betrag mittlerweile unter der Einzahlungsbetrag von 10€ gefallen war, habe ich im September nicht selbst geflattert. Dafür bekam ich aber überraschenderweise 5,29 € und 1,32 € von aFlattr. Soviel, wie noch nie. Auch Namensbänder hat mit 2,40 € den Blogeinnahmentopf etwas gefüllt. So kann es gerne weitergehen.
Der Euronenwert der “Naturalien” mit 64,95 € überstieg sogar die eigentlichen Blogeinnahmenund verteilte sich auf eine Kiste mit Bio-Lebensmitteln im Wert von 25 €, das probegenähte E-Book Kuschlig & Warm für 4,95 €, einem Gewinn für Second-Hand-Kindersachen von KiBa für 20 € und einem rezensierten Kinderbuch für 14,99 €. Insgesamt wurden im September mit 22 Blogeinträgen einer weniger als im Vormonat geschrieben, aber die Seitenaufrufe stiegen mit 26.058 Seitenaufrufen ein deutliches Stückchen an.
Da im August die einzelnen Euronentöpfe durch die Stoffkäufe und Spendenausgaben fast vollständig geleert wurden, verlief der September extrem sparsam. Es wurde nichts ausgegeben und auch nichts gespendet.
Der Ehemann vergnügte sich Sonnabend und Sonntag beim Probenwochenende mit seiner Flöte, das Wetter lud zumindest am ersten Wochenendtag nicht gerade dazu ein, stundenlang den Spielplatz besuchen und daher wurden mit dem Tochterkind einfach bunte Herbstblätter zu Hause gebastelt.
Um den Herbst ins Kinderzimmer zu holen, braucht man einen Wasserfarbenkasten – wie zum Beispiel unseren aus Pflanzenfarben – Filtertüten, Pinsel und eine Schere. Die Filtertüten werden aufgeschnitten, bemalt. nach dem trocknen in Blätterform geschnitten und quer gefaltet.
Mit ein paar zusätzlichen Strichen wird es noch etwas naturalistischer. Wofür wir unsere Herbstblätter gebastelt haben, zeige ich euch demnächst. Meine Blog-Bilder färben sich übrigens immer noch sehr unschön “grau”, wie man gut zwischen dem Untergrund von Bild oben und unten erkennen kann. Das untere ist probeweise mal ein *.png-Format und hochauflösend, was keine Lösung sein kann.
Inspiriert hat mich übrigens der Druck von Small Caps, der nun eingerahmt bei uns an der Wand hängt. Vor einem Jahr war ja auch mein Linolschnitt für den Herbstwald mit zu ihr gewandert. Da der Ginkgo für uns so eine besondere Rolle im Leben spielt, ensteht bei uns so langsam eine Ginkgoblattecke an der Wand …