Grassimesse 2014

Nach unserem immerhin 32 vom über 40 Familienmitglieder umfassenden Großtreffen der über drei Bundesländer in Ost und West vertreuten Familie des Mannes und einem recht überraschenden Händeschütteln mit dem Bundespräsidenten Gauck (wobei sich deutlich der Unterschied zwischen der man-muss-nicht-jeden-Prominenten-anreden-Ost-Mentalität und die-Chance-muss-genutzt-werden-West-Mentalität gezeigt hat) bin ich am Sonntag in meiner kinderfreien Zeit noch zur Grassimesseund zur Designers’ Opengegangen.

Die Grassimesse ist als Verkaufsmesse für Angewandte Kunst und Design doch deutlich elitärer bei den ausgewählten Designern als die bereits in den Vorjahren besuchte Designers’ Open, auf der beispielwesie auch viele Startup-Unternehmen ihren Paltz finden. Da beide Messen zeitgleich stattfinden, bekommt man an nur einen Tag eine wunderbare Mischung und so viel inspririendes zu sehen, dass man sich nur schwer entscheiden kann, worüber man im Blog berichtet.

Als besonderen Schwerpunkt gab es diesmal den Bereich “Design für Kinder”, der mich natürlich besonders interessierte. Das sich dort aber nur fünf – wenn auch sehr hochwertige – Aussteller versammeln würden, hat mich schon überrascht. Davon waren gleich zwei aus dem universitären Bereich – wie zum Beispiel “Stapelware” von der Burg Giebichenstein aus Halle und damit (noch) nicht käuflich zu erwerben.

Immerhin präenstierte der Plattformanbieter afiliigleich 17 ausgewählte Designer, darunter die hier im Blog schon gut bekannten bibabox-Produkte*, aber auch pädagogische Produkte der Edition Siebenschläfer*, Schablonen von Schablonella*, große Kindersitzkissen von Toddlehops*und witzige mobile Kinderwiegen, die auch als Bollerwagen funktionieren und von Kidskoje* angeboten werden.

Mein eigentliches Highlight waren aber die die Lauftiere der Holzgestaltung Lipkowsky, deren Pferde und viele andere Tiere nicht nur schräge Ebenen, sondern beim Elefanten durch ein ausgeklügeltes Zugsystem sogar geradeaus laufen. Da leuchten nicht nur die Kinderaugen sondern auch die Erwachsenen freuen sich.

Nicht mehr in der Kinder-Design-Abteilung, aber für diese als wunderbarer Rückzugsort gedacht, präsentiert Andreas Mikutta eine Filzecke, die ich mir wunderbar als Leseort vorstellen kann.

Richtig gut gefallen haben mir auch die Verwandlungskünster und Hochstapler von Viola Lippmann, deren Designideen den Kindern so viel kreativen Spielraum lassen, dass ich selbst sehr neugierig wäre, welche Ideen unser eigenen Tochterkind beim Spiel damit entwicklen würde. Die grottenschlechten Tabletbilder im Dämmerlicht, die weiter dem Ellenbogenbruchgeschuldet sind, lassen da leider kaum etwas erkennen.   

Außerdem gab es im Grassimuseum eigentlich striktes Fotografierverbot, so dass zu jedem Designer erst das Gespräch gesucht werden musste, um ein Bilder machen zu können. Eigentlich frage ich zwar ohnehin immer, aber so unter Beobachtung zu stehen, macht es auch anstrengend. Lucia Schwalenberg*, deren Textildesign mich sehr begeistert hat, war für eine Anfrage zum Beispiel zu umlagert. Da Blogberichte ja auch Werbung sind, sollte die Grassimesse ihr Haltung dazu für das kommende Jahr mal überenken.

Ich selbst habe mir überigens auf der Grassimesse von den Blogeinnahmenaus der Keramikwerkstatt Löber-Buchmann unser Hochzeitssymbolfür den eigenen Hals gegönnt.

Morgen zeige ich euch meine Entdeckungen bei der Designers’ Open 2014.

Zeitumstellung, Uhren & Uhrmachermeister

Passenderweise am Tag der Uhremumstellung und Ende der Sommerzeit ist meine Sonntagfreude, dass der Uhrmachermeister Frieder Nitzsche aus Radeberg, der diesen Monat den Werbeplatz erobert hat, sein Interview nochmal ergänzt hat. Lest doch mal rein

Wie ist das bei euch eigentlich mit der Zeitumstellung? Würdet ihr sie
abschaffen und stellt ihr eure Uhren immer alle sofort um? Ich lebe ja
gerne immer noch ein paar Tage mit der alten Zeit … 

Verlinkt bei der Sonntagsfreude.

Pimp your Shirt #zalandodiy

Die Bloggerei macht so lange Spaß, wie nähen, fotografieren und verbloggen gut in das reale Leben passen. Auf amberlight-label kommt es durch den unaufhörlich in den Bücherhimmel wachsenden Rezensionsexemplarestapel oder völlig überraschende Finalrundeneinzügen zwar tatsächlich manchmal zu unbeabsichtigen Zeitproblemen, aber wenigstens ist man für diese selbst verantwortlich.

Vor zwei Wochen bekam ich ein DIY-Bastelkit angeboten, von dem ich erwartet hatte, dass es nach meiner Rückmeldung innerhalb weniger Tage in meinem Briefkasten landen würde. Tatsächlich kam es aber erst am Einsendeschlusstag an – meine Begeisterung an diesem Contest teilzunehmen, war damit natürlich augenblicklich verflogen. Mit zwei Tagen Verspätung wird es aber dennoch heute nachgereicht.

Das DIY-Bastelkit enthielt ein graues Noisy-may-Shirt* in passender Größe, einen Reißverschluss, ein Lederband und ein Stückchen recht witzigen Moustach-Stoff*. Reißverschluss und Lederband habe ich nicht verarbeitet, aber den Stoff in Kreisform zu applizieren, fand ich eine passende Idee, die das Shirt für mich auch nach Umgestaltung noch anziehbar macht.

Den Kreisnäher habe ich diesmal nicht benutzt, aber dafür nach sehr langer Zeit mal wieder den Raiser
verwendet, der die Innovis zur Freiarmstickmaschine verwandelt.So
können auch Kaufshirts problemlos bestickt werden, ohne die Seitennaht
aufzutrennen. Mit dem Ergebnis bin ich so zufrieden, dass ich das Shirt sicherlich tatsächlich tragen werde. Darüber freue ich mich heute am Freitag.

Das ich nun damit nicht mehr am ursprünglich geplanten Contest teilnehme, finde ich im Nachhinein gar nicht so traurig. So ganz stimmte mein Bauchgefühl beim übergroßen Onlineportal für Schuhe und Mode ohnehin nicht, denn von nachhaltiger Öko-Kleidung mit fairen Produktionsbedingungen und Preisen ist der Anbieter wohl recht weit weg.

Rezension: Quilten in der dritten Dimension: Techniken und Projekte

Die Neuerscheinung “Quilten in der dritten Dimension: Techniken und Projekte“* aus dem Haupt-Verlag gehört zu den Näh-Büchern, an die man staunend ganz nah ranrückt, um zu verstehen, wie die Nähwerke gemacht wurden. Die Quiltkünstlerin C. June Barnes zeigt auf 128 Seiten dreidimensionale Patworkobjekte, bei denen äußerst kreativ gefaltet, gerafft, gesmokt, gewickelt, gestapelt, geschichtet und verdreht wird.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Bereits auf den ersten Seiten, bei denen es nach einer Einleitung um die Grundaustattung, Nähtechniken, Verzierungen und Präsentation geht, wird dem Leser klar, dass dieses Buch keine Gebrauchsobjekte präsentiert bzw. wie so treffend formuliert wird: “In diesem Werk steht die Form im Mittelpunkt, nicht die Funktion.” Bei der Grundausstattung bin ich nicht nur über mir bislang völlig unbekannte Textilbegriffe wie Buckram, Timtex oder Pellon Peltex gestolpert, sondern auch über Materialien – wie Nylon-Mähfaden aus Motorsensen – die wahrscheinlich gar nicht so einfach zu besorgen sind. Auch eine Arterienklemme hatte ich noch nie auf dem Nähtisch.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Sehr hilfreich erscheint mir hingegen eine Tabelle mit Handlungsaufforderungen, die von “Gestalte es zusammenklappbar” über “Bring es zum Aufleuchten” bis hin zu “Wähle eine andere Textur” wahrscheinlich jedem Kreativprozess eine neue Richtung geben können. Eine wirkliche Inspirationsquelle!

In den folgenden sechs Kapiteln wird mit den Flächen gearbeitet und
nicht nur die verschiedenen Techniken vorgestellt sondern auch die
unterschiedlichsten Formen. Bei den platonischen und archimedischen
Körpern, Pyramiden, Halbmonden und Zylindern ist teilweise so viel
mathematischen Vorstellungsvermögen notwenig, dass ich aus Gründen nicht sicher bin, ob das Endergebnis bei mir auch so aussehen würde.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Es folgt eine Galerie mit den Werken von sieben Quiltkünstlern, die jeweils mit einem Text vorgestellt werden. Zu den vorgestellten Werken von Linzi Upton gehört sogar ein gequiltete Jurte, die mit 18 jeweils 76 x 137 cm großen Patworkstücken bekleidet ist.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Da sich mit “Stitching to Dye in Quilt Art”* und “Exploring Dimensional Quilt Art”* bislang nur englischsprachige Publikationen auf dem Markt befanden, ist “”Quilten in der dritten Dimension: Techniken und Projekte“* für 29,90€ eine der schönsten Neuentdeckungen für mich auf diesem Gebiet. Lediglich das Cover könnte irreführend sein, da mit den Vasenobjekten der Eindruck erweckt wird, dass eben doch Gebrauchsgegenstände vorgestellt werden. Bis auf einige – wunderschöne – Schalen sind diese aber in der Minderheit. Gewünscht hätte ich mir außerdem eine ausführlichere Anleitung zu den großartigen Quiltoberflächen, die den eigentlichen Reiz vieler Objekte ausmachen.

Vom Haupt-Verlag wurde bereits vorgestellt:

“essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche”

“Wald und Wiese: Das Naturmitmachbuch für Kinder”

 “Feiern mit den Naturkindern”

“Selbst verpackt. Schöne Verpackungen für handgemachte Produkte”

“Carrom, Kreisel, Murmelbrücke: Kinderspiele aus aller Welt zum Selbermachen”

amberlights Rezensionsportal

Verlinkt beim offenen Bücherregal von Goldkind.   

Verlosung: Goodie Bag zum Etsy Kids Pop Up Shop Dresden #etsykidsdresden

Großartigerweise wurde amberlight-label ausgewählt, Goodie Bags zum ersten Etsy Kids Pop Up Shop verlosen zu dürfen, der am 7. und 8. November in Dresden im Ateliervon Frau Internaht* stattfinden wird. Etsy-Events habe ich selbst ja nicht nur in Berlin besucht, sondern auch in meiner Stadt am Etsy Lab und wenige Wochen vor der Geburt des Sohnemanns an der Etsy Craft Party teilgenommen.

Diesmal präsentieren 20 ausgewählte Designer ihre handgefertigten Stücke für Kinder aller Altersstufen direkt vor Ort. Einige wohlbekannte Namen sind darunter aber auch Neuentdeckungen: engeren Kontakt gab es auf meinem Blog bereits mit bibabox*, deren großes Papphausin unserem Kinderzimmer steht und auch Small Caps* konnte ich bereits vor Jahren persönliche kennenlernen. Neu sind für mich hingegen das snugstudio, Jungs & Söhne, Carolina Búzio, Ehrtweibchen, Alinear, die Knuschels, toadstoolsmasks, hebbedinge, kandatsu, Benditz Berliner Kindermoden, BABYmien, Blauer Tiger, Studio Orijin, Alua Liule und Life is delicious. In meinen Goodie Bags, die an euch gehen, sind kleine Kostbarkeiten von ambaZamba* und MistrSandman*.

Verlosungsbildchen zum mitnehmen

Beide Designer darf ich in einem kurzen Interview vorstellen, bei denen ich ausnahmsweise und auf eigenen Wunsch sogar mal Menschen mit Gesicht hier auf dem Blog zeige:

AmbaZamba*

Abbildung von ambaZamba*

Warum hast du dich dafür entschieden einen Etsy Shop zu eröffnen um deine Produkte zu verkaufen? 

Weil Etsy hübsch ist und ich da die ganze Welt in meinem Shop* habe!

Wenn du gerade nicht selbst produzierst, was tust du?

Dann mache ich z.B. (Guerilla-) Marketing, d.h. kostenlos aber nicht umsonst! Ich pflege meinen Etsy-Shop*, meinen Blogund meinen Facebookauftritt. Und mache eben alles, was es in einem Einfrauunternehmen zu tun gibt vom Versand über Materialbestellung bis hin zum Werkstattkehren.

Was bedeutet “handgemacht” für dich? 

…das immer auch eine Portion Liebe im Produkt steckt!

Woher kommt deine Inspiration?

Irgendwie von überall. Manchmal sind es die Farben eines Fisches im Zoo, manchmal inspiriert mich ein Fundstück im Internet oder ein Bedarf weckt meine Kreativität. Manchmal denke ich einfach nur: “was könnte mir gerade gefallen?” und schwupps kommt eine Idee.

Wo befindet sich dein Studio/deine Werkstatt?

Oh, es ist nur eine Werkecke in unserer offenen Wohnebene.

Wie würdest du deinen kreativen Prozess beschreiben? 

Inspiration – Materialsuche – Durchführung

Hast du ein Lieblings-Produkt, das handgefertigt wurde? 

Eine Streifenhörnchenbrosche* von fraufischers*, gibt’s auch auf Etsy!

Wo wärst du mit deinem Business gerne in 10 Jahren? 

Es soll gerne so bleiben, wie es ist! Viel mehr möchte ich gar nicht!
 

Gewinnen könnt ihr von ihr ein wunderbares Monster ZYKLOPEN Täschchen für Kleinkram* – allerdings in orange und in Etui-Form. Lasst euch überraschen!

Abbildung von ambaZamba*

 MistrSandman*

Abbildung von MistrSandman*

Warum hast du dich dafür entschieden einen Etsy Shop zu eröffnen um deine Produkte zu verkaufen? 

Um mein Studium zu finanzieren.

Wenn du gerade nicht selbst produzierst, was tust du?

 Ich studiere Musikwissenschaft.

Was bedeutet “handgemacht” für dich? 

Etwas, was das hektische Alltagstempo ein bisschen verlangsamt.
Ein Plattform, wo Beziehungen zwischen dem Produzent und dem Kunde genauso wichtig sind, wie die Qualität des Produkts.

Woher kommt deine Inspiration? 

Aus den Rückmeldungen meiner bisherigen Kunden und vintage Kinderbücher.

Wo befindet sich dein Studio/deine Werkstatt?

 In meinem kleinen Dachbodenzimmer in der Nähe von Hamburg, wo ich gerade wohne.

Wie würdest du deinen kreativen Prozess beschreiben?

 Ganz einfach. Ich sitze und ich filze.

Hast du ein Lieblings-Produkt, das handgefertigt wurde?

 Von meiner Mama gestrickte Wollsocken.

Wo wärst du mit deinem Business gerne in 10 Jahren? 

Ich würde gerne ab und zu immer noch etwas Handgemachtes in meinem eigenen Studio machen.

Gewinnen könnt ihr von ihr einen kleinen, handgefilzten Bären* mit Gänseblümchen auf dem Bauch.

 

Abbildung von MistrSandman*

Wie kommt ihr nun zu so einem feinen Goodie Bag? Die Verlosung läuft bis zum 7. November 2014 und ihr könnt mit einem Kommentar unter zu diesem Blogeintrag in den Lostopf hüpfen. Für die Verlosungszeit werden auch anonyme Kommentare zugelassen.

 Fein wäre es, wenn ihr das Verlosungsbildchen auf euren Blog mitnehmt. Mitmachen könnt ihr auch via Instagram, wo meine Goodie Bag Verlosung mit dem hashtag #etsykidsdresden und @amberlightlabel im Laufe des Tages online geht. Die etsy-Geschenke unter meinen Bloglesern verteilen zu dürfen, mag-ich-am-Mittwoch, auch wenn ich sie am liebsten sehr behalten würde.

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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