Durch- Schlafsack Gr. 62 Eulen Wintervariante
Als ich noch nicht geahnt habe, dass die abendliche Nähzeit diesmal ziemlich eingeschränkt sein würde, habe ich mich am meisten auf die Babyschlafsacknäherei gefreut, denn diese bunten Kuschelsäcke haben sich beim Tochterkind bestens bewährt. Als sie vor fast 1,5 Jahren aus dem letzten rauswuchs, war ich wirklich ein bisschen traurig. Den allerersten Schlafsack, den ich nach dem E-Book von Thelina* genäht habe, war allerdings schon in der Gr. 80/86 und die kleinen Größen fehlten. Außerdem stand der Winter vor der Tür und in der schweren Schafswollvlies-Variante konnte sich der Sohnemann überhaupt nicht bewegen.

Unglaublich warm ist meine erste Variante für den Sohnemann aber trotzdem geworden, denn ich habe meinen Fund von Extremtextil vernäht und den Schlafsack mit Primaloft gefüttert. Damit ist dieser Babyschlafsack nun genauso warm, wie die ganz professionellen Outdoor-Schlafsäcke*. Vernäht hat sich dieses rutschige, fluffige Zeugs aber sehr grenzwertig.

Außen habe ich vom letzten Rest meines Eulenlieblingsstoffes getrennt und innen wurde es mit einem hellblauben Strickstoff vom Sterntaler Werksverkaufkuschlig. Da der kleine Bruder in den Schlafsäcken der großen Schwester so sehr verloren aussah, dachte ich, dass Gr. 62 für den Winter genau richtig sei. Bevor der Schlafsack aber fertig war, hatte der Sohnemann schon so viele Zentimeter zugelegt, dass er leider nur relativ kurz darin genächtigt hat.

Dabei ist er mir mit farblich passendem Reißverschluss und Kam Snaps* mit Eulenmotiv richtig gut gelungen. Inzwischen muss ich allerdings zugeben, dass er doch zu warm ist, denn der Sohnemann ist eine völlige Niete mit Schlaflotto und nächtigt ohnehin nicht allein. Während die Tochter problemlos mit vier Wochen aus dem Familienbett wieder auszog, die Nacht durchschlief und wir (!) sie einmal weckten, damit die Gewichtskurve wenigstens etwas anstieg, weigert sich der Sohnemann strikt, sein eigenes Bett auch nur auszuprobieren. Seit einem halben Jahr schläft er nun dicht an mich gekuschelt mit in unserem Hochbett. Selbst mein Rücken kann ihn nicht entzücken und führt zu sofortiger Schreiattacke.

Solange er aber die Nahrungsquelle direkt vor der Nase hat, ist seine kleine Welt in Ordnung und er schläft ganz wunderbar entspannt und inzwischen auch mehrere Stunden hintereinander. Da wir selbst erlebt haben, dass es Kinder gibt, die diese Nähe nicht unbedingt brauchen, während bei anderen der Urinstinkt – verlass mich nicht, der Raubvogel könnte mich wegtragen – noch voll ausgeprägt ist, können wir ganz gut damit leben.
Hinweise, dass wir da wohl “etwas verpasst”, “ihn zu sehr verwöhnt” hätten oder man ihn “einfach mal schreien lassen” müsste, (über)höre ich mit einem kleinen inneren Lächeln. Wo es mir sinnvoll erscheint, erwähne ich meine Studienkenntnisse, die sogar als Nebenfachprüfung die kognitive Entwickung des Kleinkindes beinhalteten und erläutere, dass ein vermeintliches absichtvolles Handeln der Kinder in diesem Alter den Entwicklungsstand des Gehirns völlig überschreitet. Natürlich kann man nach der Ferber-Methode sein Kind dazu bringen, dass es – nach mehrstündigen Hilfeschreien – aufgibt und vermeintlich einfacher in den Schlaf findet. Für uns kommt diese Methode aber auf keinen Fall in Betracht. Der Sohn darf in aller Ruhe sein eigenes Schlafmuster finden und sich dabei geborgen fühlen.

Mittlerweile habe ich mich an den permanenten Dauergast im Hochbett schon sehr gewöhnt, auch wenn meine Wunschvariante ein entspanntes Kind im eigenen Bett bleibt. Zu gerne lese ich noch die halbe Nacht oder kringel mich ungestört zusammen. Der Sohn darf aber trotzdem bleiben, bis der die Hochbetttreppe beginnt zu erreichen oder mit 18 zur Freundin wechselt …
Verunsichert bin ich nur noch, warum die Durch- und Alleineschlafgarantie des E-Books*so vollkommen nachgelassen hat. Ob das nur funktioniert, wenn man es neu gekauft hat? Das Tochterkind freut sich ja noch heute auf ihr Bett und macht mit ihren bald vier Jahren weiterhin mehrstündig Mittagsschlaf … so haben wir nun eben beides – den 6er und die Niete im Schlaflotto.
Rezension: Der Bilderwächter
Nach zehn Rezensionen habe ich mir bei Blogg dein Buch mal eine Publikation gegönnt, die nicht zum Themenkreis des Blogs gehört, aber vermeintlich den Bogen zur Arbeitswelt geschlagen hat: der Bilderwächter von Monika Feth, in der Hörspielfassung im Jumbo-Verlagerschienen.
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| Abbildung vom Jumbo-Verlag |
Angekündigt war ein Thriller, bei dem es um den Nachlass eines berühmten Malers gehen sollte. Auch wenn Bücher für mich eigentlich nicht dick genug sein können, hat mich der Umfang dieser Hörspielbox von 5 CD’s und einer Gesamtspiellänge von über sechs Stunden doch ziemlich an die Grenzen meiner Rezensionsbegeisterung in der Elternzeit gebracht. Glücklicherweise sind die einzelnen CD’s zwar zwischen 14 und 18 Titeln schwankend, unterteilt, so dass man problemlos vor- und zurückspringen kann, aber mit dem Sohnemann war ein kontinuierlicher Hörgenuss dennoch nur selten möglich. Ich will daher nicht ausschließen, dass vielleicht deshalb der Begeisterungsfunken bei mir nicht überspringen konnte.
Um wie immer eine unvoreingenommene Einschätzung schreiben zu können, war mir im Vorfeld allerdings auch nicht bewusst, dass “Der Bilderwächter” bereits als 6. Teil zu einer Reihe um die Hauptperson Jette gehört. Obwohl ich inzwischen erfahren habe, dass wohl alle Teile unabhängig voneinander gelesen bzw. gehört werden können, fehlte mir dennoch stellenweise der rote Faden. Es gibt natürlich ein Mordopfer in der Handlung, die sich um die zwei Geschwister Ilka und Ruben rankt, aber dennoch hatte ich nicht das Gefühl, dass ich hier voll Spannung einen Thriller höre und kaum erwarten kann, dass es weitergeht. Die drei Sprecherstimmen Julia Nachtmann, Regina Lemnitz und Jacon Weigert sprechen zwar alle drei mit einem angenehmen Timbre, aber wechseln als Leserstimme zwischen den einzelnen Personen, so dass man hier keine Hilfestellung bekam, um dem Geschehen entspannt folgen zu können. Die eigentliche Bilder-Sammlung bleibt in der Handlung übrigens ein Nebenschauplatz, wobei mir Kommentare wie “er rieb sich die Arme, obwohl der Raum gut temperiert war, um die Bilder zu schützen” deutlich machten, dass sich die Autorin wahrscheinlich selbst noch nicht oft in Depoträumen aufgehalten hat.
Die 5 CD’s werden in einem Pappschuber geliefert, wobei die EinzelCD nur in einer einfachen Papierhülle steckt. Ein Einrastsystem hätte das Paket mit einem Preis von immerhin 21,41 € sicherlich etwas hochwertiger erscheinen lassen.
Stoffkauf bei Pippuri
Im Januar bin ich wieder Stoffkaufschwach geworden und habe bei Pippuri*, einem Dresdner Streetware-Label, zugeschlagen. Normalerweise verkauft die sympathische Diplomdesignerin ausschließlich bereits vernähte Stöffchen, aber da sich diese nun auch bei ihr ballenweise stapeln, gab es einen Werksverkauf.

Auf meinem Creadienstagstisch liegen daher nun nicht nur grüner und blauer Bündchenstoff, sondern auch ein sehr strapzierfähiger Krabbelhosenstoff und gleich drei Stöffchen, die für mich gedacht sind. Nur aus den rosa-Punkten könnte etwas für das Tochterkind entstehen.
12tel Blick Januar 2014 Vierseithof
Heute geht es wieder los mit dem Jahresblick bei Tabea Heinicker und ich bin mit unserem Vierseithofblick natürlich wieder mit dabei. Geändert wird der Blick auch nicht, denn in diesem Jahr wird es ja erst so richtig spannend. Die Jahreszeitenwechsel 2013 zu beobachten, hatte zwar auch seinen Reiz, aber nun warten wir gespannt auf den wirklichen Sanierungsstart. Am Abend vor dem Nikolaustag wurde nach 1,5 Jahren Vorbereitungszeit mit 11 anderen Familien gekauft. Ingesamt sollen hier 2015 gleich 15 Familien ein neues Zuhause finden. Kauf- und Bauantrag liegen momentan bei den zuständigen Behörden.
| Januar 2014 |
Wer schauen will, welche Gebäude zum denkmalgeschützen Vierseithof gehören, der kann hier schauen und einen Blick in unsere eigenen vier Wände gibt es hier. Da mein 12tel-Blick nun schon ein ganzes Jahr hinter sich hat, werde ich jeweils den Vergleich zum Vorjahr zeigen.
| Januar 2013 |
Bis auf die offenen bzw. geschlossenen Türen gibt es keinen Unterschied auf den beiden Bildern und nur die Farbwerte unterscheiden sich etwas. Schnee lag auch im Januar 2013 nicht und selbst der Nussbaum scheint nicht gewachsen zu sein.
Bei noz!habe ich nun noch den den SINNblick 2014 von blick7 entdeckt, der ebenfalls jeden Monatszwanzigsten gesammelt wird. Die Sinne bei der Aufnahme zu schulen, ist eine prima Idee und daher ergänze ich meinen Blick nun noch:
Gesehen:
Den Hof so unverändert, wie bei unserem ersten Besuch vor mehr als einem Jahr.
Gehört:
Die Stimmen des Holzschutzgutachters und des Fachplaners für Heizung und Sanitär.
Gerochen:
Frische Winterluft ohne Schnee.
Gedacht:
Das es mein Monatsblick dieses Jahr nun hoffentlich wirklich einen Sanierungsfortschritt zeigt.
Filzabend beim Nähbloggertreff
Vorgestern haben beim monatlichen Nähbloggertreff mal nicht die Nähmaschinen gerattert und auch die Nadeln klapperten nur bei Himmelblau und Sommerbunt leise, denn wir haben gefilzt. Ich hatte mir von unserer Gastgeberin Malou eine kleine Filzbesonderheit aus dem FilzGeschichten-Arbeitsbuch* gewünscht, die sie beim letzten Nähbloggertreff verschenkt hatte.


Zwischen der Matscherei auf dem Wohnzimmertisch gab es leckere Dinge, wie verschiedene Suppen, finnische Piroggen(?) und Kuchen. Außerdem stand da ein Zupfbrot aus dem Königinnenreich, von dem ich unbedingt noch das Rezept anfordern muss.


Fast vier Stunden habe ich diesmal meine Sohnemann-Auszeit geniesen können und dank einem großen Schluck Muttermilch und den ersten Brei-Löffeln, fand ich die Männer äußerst entspannt bei meiner Rückkehr vor. Mit mir geschwatzt und gefilzt haben neben den bereits erwähnten Damen noch Schau’n wir mal, Anneblog, Saxony Girlund Kääriäinen. Mein fertiges Filzprojekt zeige ich euch am Ende der kommenden Woche, denn damit ist ein Herzensprojekt geplant.












