Töpferware

Nachdem mir am Wochenende aufgefallen war, dass ich doch tatsächlich nie die Endergebnisse meines Töpferkurses auf der Drehscheibe hier im Blog gezeigt und damals bei Schrühbrand&Glasieren aufgehört habe, bin ich in die Untiefen meines Bilderordners aus der ersten Elternzeit hinabgestiegen und tatsächlich fündig geworden. Auf den Tag genau drei Jahre später zeige ich deshalb nun heute, wie meine Mischung aus Hawaiblau und Ostergrün aus dem letzten Brand gekommen ist.

Das Milchkännchen mit dem schiefen Henkel durfte bei uns bleiben und das blau-grüne Schälchen ist sogar mit an meinen Arbeitsplatz gewandert und hütet dort die Museumsschlüssel. Eigentlich wollte ich meine Sieben-Sachen ja im zweiten Elternzeitjahr mit nach Hause nehmen, aber die Vertretung fand das Schälchen so hübsch, dass es unbedingt bleiben sollte.

Die spiralförmige Knoblauchreibe ist dafür bis heute nicht wirklich zum Kücheneinsatz gekommen, aber eine der Dosen waren ein bewundertes Geschenk und das zweite bewacht meine Bernsteinfundstücke.

Auch dieses Elternzeitjahr würde ich gerne wieder mit einem Kreativkurs beenden und ich hoffe sehr, dass sich in unserem momentan so vollen Leben auch wirklich Zeit dafür findet. Es wird aber wahrscheinlich etwas anderes als Töpfern werden, denn die Scheibendreherei hat zwar damals viel Spaß gemacht, aber mir ist dabei auch klar geworden, dass man sehr viel Zeit und Ausdauer in dieses Hobby stecken müsste, um wirklich schöne, gedrehte Keramik herstellen zu können.

Verlinkt bei Kopfkino.

Wanddeko: Insektenkasten

Auf unserem Creadienstagstisch bewundert das Tochterkind gerade Schmetterlinge und Krabbelkäfer hinter Glas, denn zum chilenischen Unterkieferin der Küche haben sich nun auch noch drei Insektentiere gesellt. Alle drei hatten schon das zeitliche gesegnet, als wir sie gefunden haben und dürfen daher nun eine Weile im Rahmen hängen.

Ich selbst habe übrigens als Kind massenweise Krabbeltiere präpariert* und fand es ungeheuer spannend zu erfahren, wie die Natur funktioniert. Vielleicht ein etwas spezielles Hobby und es ist gut, dass mich inzwischen Stoff und Faden mehr begeistern. Seid ihr denn Kindertagen auch Forscher gewesen?

Verlinkt beim Kopfkino.

4. Geburtstag: Geburtstagskleid, Gr. 110

Nach dem gepimpten Shirt 2011 (das unglaublicherweise recht kurz immer noch passt), dem Geburtstagsshirt 2012 und dem Geburtstagspullover 2013 habe ich mich diesmal für ein Geburtstagskleid entschieden, denn das große Mädchen hat ja inzwischen ihre ganz genauen Vorstellungen. Genäht wurde wieder nach dem derzeitigen Lieblingsschnitt von lillisol&pelle*, bei dem ich diesmal aber die Nahtzugabe an den Seite weggelassen habe.

Das erste Mal in den drei Nähjahren habe ich eine der Disneystickdateien ausprobiert, der meiner brother innov-is 1500D* das zusätzliche “D” im Namen zu verdanken hat. Winnie Pooh* wird sicherlich auch zukünftig nicht allzu häufig von meiner Nadel springen und etwas Avolon* hätte dem Stickbild auf dem Baumwoll-Nickysamt vom letzten Stoffmarkt sicherlich auch gut getan, aber das Tochterkind war doch sehr beglückt. Die große Applikationszahl findet man bei kunterbunt design.

Für den Rockteil ist ebenfalls ein Stoffmarkt-Stückchen zum Einsatz gekommen, der aber leider zu wenig war, um daraus noch die Arme nähen zu können. Dafür gibts ja aber seit diesem Jahr meterweise rosafarbenen Jersey vom Sterntaler Werksverkauf. Bei den Bündchen – diesmal auch an den Armen – verarbeite ich tatsächlich gerade meine Restfundstücke von Kapuun*, die es ja leider nicht mehr in meiner Stadt gibt. Mit der Versäuberung des Rockteils bin ich übrigens nicht wirklich zufrieden, auch wenn der Rollsaum so wunderbar schnell geht. Was nehmt ihr bei Jersey denn am meisten?

 

Das Tochterkind gefällt sich in ihrem grün-rosa-Traum sehr gut und hat verkündet, dass es dieses Kleid so lange anzieht, wie sie vier Jahre alt ist. Deshalb kann ich es nun auch heute ganz problemlos bei my kid wearseinreichen. Außerdem wird es verlinkt bei der Meitlisache und Kiddikram.

3. Dresdner HandmaDDe Markt

War nicht gestern erst der 2. Dresdner HandmaDDe Markt? Nach nur drei Monaten folgte nun schon die dritte Auflage im Dresdner Alten Schlachthof und ich habe wenigstens kurz vorbeigeschaut. Diesmal war ich nur 1,5 Stunden vor Marktschluss da und stelle beruhigt fest, dass da weder eine Warteschlage gab, noch die Gänge zwischen den einzelnen Ständen so vollgestopft waren, dass man sich nicht getraut hätte mit dem Kinderwagen durch die große Halle zu fahren. Der Sohnemann wollte trotzdem nach dem ersten Gespräch mit Frau Eulofant*vom Liegplatz in den MeiTai umsteigen, um auch ja nichts zu verpassen.

Von seinem Logenplatz mit engem Hautkontakt verfolgte er dann sehr genau meinen Bündchenkauf bei DanaMa* und  beschaute sich das Krokodil bei internaht*, wo Zukunftspläne geschmiedet werden konnten.

 

Sehr überrascht war ich, dass ein mir bekanntes Gesicht vom Töpferkurs vor mir stand und fast hätte ich gedacht, dass sie ganz professionell ins Töpferhandwerk eingestiegen wäre. Es stellte sich aber heraus, dass Fernande Stein sich einen Stand mit der Töpferin Drehworm teilte und feine Papiersachen verkauft. Mir ist übrigens aufgefallen, dass ich damals zwar noch Schrühbrand&Glasieren verbloggt habe, aber nie das farbenfrohe Endergebnis gezeigt habe. Das muss demnächst nachgeholt werden.

An drei weiteren Ständen habe ich mir selbst wieder kleine Kleinigkeiten von den Blogeinnahmen gegönnt: bei hildeschön ein kleines Papierkästchen und bei Sommerabend* musste es wieder ein feiner Stempel sein.

Zu den Neuentdeckungen aus meiner eigenen Stadt gehörten Naturlampen*, die teilweise dem leuchtenden Mond verblüffend ähnlich schienen, und elefimp*, der Elefant im Porzellanladen. Aus dem SchubLaden, bei dem statt der erwarteten Betreiberin, die ich endlich mal gerne kennenlernen wollte, überraschenderweise ein Mann hinter dem Stand tätig war, mussten noch zwei neue MaskingTapes* mit zu mir wandern.

 

Die gesuchte Seifenschale habe ich übrigens auch diesmal nicht gefunden, denn bei einfach-seife, die ein recht vielversprechendes Angebot hatten, wurde bereits 20 Minuten vor Marktende so hektisch eingepackt, dass meine Kauflaune erheblich abflaute. Damit waren sie leider nicht der einzige Stand, was ich als einzigen Wermuttropfen bei diesem Markt verzeichnen muss. Die Windelmanufaktur war aber bis zum Ende eng umlagert und kämpfte mit ihrer Aufklärung um Stoffwindeln darum, dass die Welt wieder ein bisschen besser wird.

Innenausbau: Planung Sanitär

Die Entwurfsplanung für Heizung-Sanitär-Lüftung für den Vierseithof steht. In den letzten Wochen durften wir uns ausführlich mit der Badgestaltung beschäftigen und dabei erkennen, dass die Spezies Badplaner teilweise auch ein recht spezieller Menschenschlag ist. Wenn man selbst das Zähneputzen im WBS-70 Standardbad gelernt hat und vom stadtnahen Fachwerkbau zwar immer schon geträumt hat, aber nie dachte, dass dieser Traum wirklich Realität werden könnte, hat man wahrscheinlich andere Ansprüche an die Nasszelle im Haus, als der ausgebildete Badplaner. Dennoch finde ich die Herangehensweise, planen zu lassen, was gefällt und dann zu erkennen, dass dazu die notwendigen Euronen fehlen, völligen Schwachsinn.

Ich wohne – hoffentlich – nicht in meinem Badezimmer und daher reicht es mir vollkommen, wenn ich dort meine Notdurft in Tief- oder Flachspüler verrichten kann und fließendes Wasser zur Verfügung steht. Über die beheizte Klobrille, die sich automatisch öffnet, wenn man sich ihr nähert (und dem Tochterkind einen ordentlichen Schreck einjagte) kann ich nachdenken, wenn die Kredite irgendwann abgezahlt sind. Zum Schrecken jedes Badplaners wollen wir deshalb selbst planen … dazu ging es mehrfach in die 25.000 Artikel führende Fachwelt SHT Dresden in Klipphausen.

Dort gab sich die gesamte, 15 Familien umfassende Baugemeinschaft abwechselnd die Klinke (und Wasserhähne) in die Hand, da es theoretisch am besten gewesen wäre, wenn wir uns beispielsweise alle auf einen Amaturentyp hätten einigen können. Die Herrenhausrunde traf sich dann noch bei uns und so gibt es wenigstens ein paar Typen, auf die wir das riesige Angebot eingrenzen konnten. So ein Bauherr muss darf ja jede Steckdosenumrandung selbst aussuchen. Ein großer Spaß!

Glücklicherweise waren bei uns wieder die Großeltern zur Unterstützung dabei, da wir das ohne Fernseher zu Hause aufwachsende Tochterkind zwar bei den ersten Besuchen dauerhaft vor der Löwen-Doku im Badambiente mit Fernseher über der überdimensionierten Badewanne mit Lichtspiel abstellen konnte (und dabei hofften, dass die Antilopenzerfleisch-Szene nicht zu lang andauerten), aber ihre Begeisterung darüber dann doch irgendwann erloschen war. Die Spieleecke war dann wenigstens etwas interessanter, als die Klospülung mit Touchpad.

Meine Erkenntnis zum Waschbecken war, dass auf die Seifenmacher*, deren handmade Produkte ich so mag, eine schwere Zeit zukommt, denn der moderne Waschtisch hat keine vertiefte Seifenablage-Fläche mehr. Die Industrie geht davon aus, dass man entweder die schnöde Flüssigseife aus der Plastikverpackung verwendet oder in einen halbwegs ansehnlichen Seifenspender* investiert. Wenn ich es zeitlich schaffe, werde ich jedenfalls am Sonntag beim Handmade-Marktschon mal Ausschau nach einer brauchbaren Seifenschale halten, die bei so einem Waschbecken funktioniert und keine Badüberschwemmung anrichtet.

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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