Rezension: Ella Löwenstein – Eine Welt voller Wunder

Das Cover der Neuerscheinung des letzten Monats “Ella Löwenstein – Eine Welt voller Wunder“* spricht wohl fast jedes jüngere Mädchen an. Die Phantasie-Geschichte der Autorin Gesa Schwartz wird für Kinder ab acht Jahren empfohlen, wobei die Protagonistin der Geschichte Ella ein zehnjähriges Schulkind ist. Mit langen offenen Haaren und sie umschwirrenden Feenwesen wird ein sehr geschlechtsspezfisches Bild bedient: das in Phantasiewelten flüchtende Mädchen, welches mit Feen, Kobolden und Nixen sprechen kann. Gelesen wird die Geschichte ganz ohne untermalende Geräusche von Julia Nachtmann. Außerdem findet sich auf dem Cover der Hinweis, dass die Lesung gegenüber dem zeitgleich erschienen Buch* gekürzt sei. Verwundert hat mich, dass es kein Booklet mit Kapitelangaben gibt, die aber auch nicht im Lauftext auf der CD eingeblendet werden.

Abbildung von cbjaudio

Wie fast schon zu erwarten war, hat Ella Probleme in der Schule und wird geärgert, weil sie sich anders benimmt. Außerdem ist ihre beste Freundin weggezogen und sie damit allein. Als “Feenflüsterin” spricht sie mit den Anderswesen und begegnet in der Geschichte unter anderem dem Heidekobold Kasimir, der ihre Hilfe braucht. In 2,5 Stunden verteilt auf 2 CD’s taucht sie anschließend in die Zauberwelt ein und erlebt viele Abenteuer. Danach ist nicht mehr das verängstigte Mädchen sondern stellt sich mit selbstbewussten Worten und ein bisschen Koboldhilfe den sie ärgernden Kindern der Handballmanschaft.

Diese Traumwelten gehören sicherlich zur Kinderzeit dazu und auch meine Tochter liebt alles Feen- und Elfenhafte. Eine wirkliche Hilfe, wie man mit Schulmobbing umgeht, kann die Fantasiereise aber meiner Meinung nach nicht geben. Sie lädt eher zur kleinen Realitätsflucht ein und passt daher einmal mehr ganz wunderbar in die Coronazeit. Was besseres kann man doch derzeit weder als Kind noch als Erwachsener tun. Träumen wir einfach ein bisschen.

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Babybags für Kara Tepe Schlupf-Shirt Babyshirt Gr. 56 #handmadeforrefugees

Damit das Baby-Set für die Flüchtlingsfamilie wenigstens hier im Blog zusammenbleibt, folgt nach der Strampelhose heute nun gleich das dazugehörige Shirt. Da ich das Buch einmal offen hatte, ist es wieder ein Schnittmuster aus “Alles Jersey – Baby & Kids“* geworden, das ich 2017 beim Berliner Nähcamp bekam. Die überlappende Ausschnittsvariante, wohl auch amerikanischer Ausschnitt genannt, mochte ich auch bei meinen eigenen Kindern sehr, da man damit die noch so zart wirkenden Babys wohl am einfachsten anziehen kann.

Passenderweise ist auch der Stoff von einem Berliner Nähcamp, denn den konnte ich 2015 Piccola-Loona abkaufen und vernähte ihn selbst für einen Mütze, die damals der Zweijährige bekam und heute – sechs Jahre später – der dreijährige Bruder trägt. Ich mag solche Nähgeschichten sehr. Mit der Overlock war das Shirt tatsächlich schnell genäht, aber für die Saumnaht, die beim nächtlichen nähen wohl etwas wellenhaft geworden ist, blieb es dann doch nur bei der schnellen Nähmaschinennaht. Das Nählabel kommt vom Namensbänder.

Zu meinen Gründen, warum ich mich wenigstens minimal an der Aktion Babybags für Kara Tepe von Handmade for Refugees beteilige, habe ich gestern schon geschrieben. Hinzu kommt aber noch, dass ich neben dem Blick auf Einzelschicksale immer das Gefühl habe, dass es nur ein kleiner Zufall gewesen sein wird, in diesem privilegierten Leben mit Mann, drei Kindern und einem Haus mit Garten in Friedenszeiten gelandet zu sein. Wie leicht hätte ich meine Lebenszeit in einem dieser Gegend der Welt verbringen müssen, in denen Armut und Elend herrscht. Wäre ich selbst in einem Kriegsgebiet geblieben oder auch in einem Flüchtlingslager gelandet? Wenn mein Nähwerk ein klitzekleines bisschen Freude einer Mutter mit einem Neugeborenen bringen kann, dann wäre das wunderbar.

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Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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