Rezension: Das große Gartenbuch für Kinder: 120 tolle Projekte für draußen und drinnen

Als nächstes Backlist-Buch habe ich mich für “Das große Gartenbuch für Kinder: 120 tolle Projekte für draußen und drinnen“* entschieden, denn auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, dass uns 2016 schon ein richtiges Gartenjahr erwarten wird, können wir zukünftig unseren Kindern ganz viel Gartenzeit ermöglichen. Spannende Projekte sind da immer praktisch. Die Britin Jenny Hendy veröffentlichte bereits 2010 die Originalausgabe “Ultimate Book of Step-by-Step Cooking & Gardening Projects for Kids“*, das von Claudia Huber für den deutschsprachigen Markt übersetzt wurde.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Das Buch ist zunächst ziemlich textlastig aufgebaut und thematsiert sehr ausführlich die verschiedenen Gefahren. Dabei bekommt man allerdings schon fast das Gefühl, dass so ein Garten zu den gefährlichsten Aufenthaltsorten für Kinder gehören würde und man sie keinesfalls unbeaufsichtigt lassen könnte bzw. der Garten zunächst kindersicher gemacht werden muss. Natürlich ist es wichtig zu wissen, welche Pflanzen giftig sind, aber ob ich alle Stäbe mit Abdeckklappen versehen würde, um die Augen zu schützen, bezweilfe ich schon sehr. Während sich der Text bei den Projekten in altersgerechter Form direkt an die Kinder wendet, wirkt der Einleitungstext für die Eltern etwas sperrig “Dieses Buch soll Eltern und Kinder inspirieren. Die Projekte wirken hoffentlich als Katalysatoren für weitere Abenteuer beim Gärtnern und bei der Naturbeobachtung, wenn die Kinder durch ihr neu erworbenes Wissen an Selbstbewusstsein gewinnen.” (S. 8)

Abbildung vom Haupt-Verlag

Den Hauptteil des Buches bilden aber die bereits auf dem Cover angekündigten 120 Projekte. Diese unterscheiden sich nach den Schwierigkeitsstufen “Ganz einfach”, “Probier’s aus” und “Anspruchsvoll”. Bei “Ganz einfach wird die Altersspanne zwischen 5 und 12 angegeben, was mir sehr weit gefasst erscheint. Bei den beiden höheren Schwierigkeitsstufen sind spannende Projekte dabei, die in der in der Du-Form die Kinder direkt ansprechen. Lediglich die Projekte aus der “Ganz einfach”-Kategorie füllen aus meiner Sicht nur die Seiten und schrauben die Anzahl der Projekte hoch, wobei diese so wenig “innovativ” sind, dass sie für mich kaum als Projekt zählen. Dazu gehört Regenwasser sammeln (macht man das nicht in jedem Garten?) genauso wie Pflanzen teilen beim umtopfen.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Die 120 Projekte sind sieben Kapitel zugeordnet, die farbig am oberen Seitenrand gruppiert werden: Wie der Garten wächst, Grundlagen, Vom Bett auf den Teller, Es grünt und blüht, Basteleien für den Garten, Naturnah gärtnern und Projekte für drinnen. Dabei gibt es jeweils eine Einstufung zum Schwierigkeitsgrad, der zetlichen Einordnung im Jahr und der Dauer, die das Projekt benötigt. Es wird außerdem immer das verwendete Material angegeben und mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen erklärt, wie das Projekt umgesetzt werden kann.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Nicht alle der 120 Projekte werden wir umsetzen bzw. sie sind ohnehin so in den Gartenalltag integriert, dass es für mich und die Kinder gar kein Einzelprojekt darstellen wird. Andere entsprechen nicht meinem Design-Verständis, denn Gummistiefel werde ich wohl nie bepflanzen. Es bleiben aber immer noch genügend DIY-Ideen übrig, die uns tatsächlich begeistern. Dazu gehört das “Wiglu”, ein Iglu aus Weidenstangen, ebenso wie die Vogeltränke aus Lehm und mit Wirsingsblättermuster. Außerdem überzeugt mich an diesem Buch, dass sowohl Projekte für die Gartenzeit, wie auch für drinnen vorgestellt werden. Die Hartriegelsterne und auch auch die verschiedenen Varianten Planztöpfe farbenfroh zu gestalten, geben viele Anregungen für Bastelzeiten mit den Kindern. Daher wird das Buch in unserem eigenen Bücherregal bleiben und nicht als Geschenk weiterwandern.

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Fasching Eule Maske

Dieses Jahr hat der Sohn das erste Mal ein eigenes, neues Faschingskostüm bekommen und musste weder das Marienkäfer-Kostüm noch die  Erdbeereein weiteres Jahr auftragen. Das Mineralwoll-Wochenende hat aber dazu geführt, dass es nur halbes Kostüm geworden ist, dass dann wahrscheinlich erst nächstes Jahr vervollständigt wird. Solche Fortsetzungsaktionen gab es hier ja schon mehrfach. Wenigstens die Eulenmaske habe ich aber noch in einer nächtlichen Stickaktion geschafft. so dass – wie jedes Jahr – Aschermittwoch bei der Tagesmutter gefeiert werden konnte.

Gestickt wurde nach dem Freebie vom Bernina-Blog, denn ich kürzlich (wieder)entdeckt habe. Das die Stickdateien dort nicht für die eigne Marke zur Verfügung stehen, sondern auch für die Stickformate der Konkurrenz, finde ich sehr beachtlich. Momentan hat mich das Stickfieber wieder erwischt, aber diese Maske mit 16.000 Stichen und unzähligen Garnwechseln war schon ziemlich zeitaufwendig.

Anschließend hatte man aber tatsächlich eine komplett fertige Maske in der Hand, die durch eine weitere Lage Filz keine sichtbaren Fäden auf der Rückseite hat. Das Prinzip ist dabei das gleiche wie hier bereits gezeigt. Wie in der Anleitung vorgeschlagen, habe ich auch das Verkleinerungsband mit KamSnaps ergänzt, wobei die Maske durch das Gummiband interessanterweise auch ohne Verstellmöglichkeit mir genauso gut passst, wie den Kindern.

Der Sohn behielt sein Maske erstaunlicherweise sogar gerne auf. Darunter erahnt man noch sei Pflaster, denn im Januar hatte er es beim Besuch bei Freunden geschafft, sich eine lange Steintreppe herabstürzen und dabei genau auf der Treppenkante aufzuschlagen. Ergebnis war eine ordentliche Platzwunde, bei der ich den Knochen sah und ordentlich viel Blut herablief.

Nach diesem Erlebnis weiß ich nun immerhin, dass ich selbst bei den eigenen Kindern um so ruhiger werde, je dramatischer es auf den ersten Blick aussieht und wir einen ordentlichen Druckverband anlegen konnten. Der Sohn war auch bei den drei Anläufen eine Notaufnahme mit Kinderchirurgie in der Stadt zu finden, gut gelaunt und wollte zur Party zurück. Bei seiner klaren Aussage gegenüber der Ärztin, dass er sich den Kopf gestoßen habe, weil er die Treppe heruntergefallen sei, gab es sofort das Kreuzchen gegen die drohende Gehirnerschütterung und wir konnten weiterfeiern gehen. Leider hat er es eine Woche später geschafft, sich eine Buchecke selbst in die Wunde zu schlagen. Tapferer Indianer wäre dieses Jahr daher eigentlich auch sehr passend gewesen.

Verlinkt bei Creadienstag, Handmade on Tuesday und den Dienstagsdingen.

Nachträglich verlinkt bei den Kostümideen von Bonnbon.

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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