Rezension: Wald und Wiese: Das Natur-Mitmachbuch für Kinder

Passend zu unserem Kurzurlaub im schwarzen Wald hat mir der Haupt-Verlag ein Natur-Mitmachbuch für Kinder zur Verfügung gestellt. Davon gibt es bislang die Bände “Wald und Wiese“* sowie “An Tümpel, Fluß und Meer”*, die beide von der Diplom-Biologin Bärbel Oftring publiziert wurden. Da wir uns häufiger im Wald bewegen, habe ich mich für Band 1 entschieden, das erst im März 2014 als Neuerscheinung auf den Markt gekommen ist.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Der Untertitel des broschierten Buches verspricht nicht zu wenig, denn die 128 Seiten sind vollgestopft mit Beobachtungstabellen, Fragestellungen und Aufgaben, die gelöst werden sollen. Dabei ist jeweils eine Doppelseite einem der Themen “Insekten & Spinnen”, “Säugetiere”, “Pilze”, “Blumen, Bäume”, “Vögel”, “Amphibien, Reptilien, Schnecken”, “Jahreszeiten & Wetter”, “Draußen sein” und “Lebensräume, Wald und Wiese” zugeordnet. Als Einheitlichkeitsfanatiker bin ich zwar über die unterschiedliche Zeichensetzung in der Aufzählungen der Kapitel, die zwischen dem &-Zeichen, und-Wort und einem einfach Komma springen, etwas gestolpert, aber vielleicht wollte die Lektorin damit auch einfach nur die Schreibweise auflockern. Die einzelnen Kapitel werden nicht blockweise präsentiert sondern bunt gemischt, wobei das Inhaltsverzeichnis eine gute Hilfestellung gibt, wenn man sich doch nur in ein Thema vertiefen möchte.

Abbildung vom Haupt-Verlag

Der hintere Klappentext zeigt in einer Legende die verschiedenen Bereiche des Buches, die “Wissenserwertes”, Porträts” zu einzelnen Tieren und Pflanzen, “Beobachten”, “Mach mit”, “Rätsel und Spiele”, “Spannung”, “Tipps und Tricks” und “Unterwegs” umfasst und jeweils mit einem farbigen Logo gekennzeichnet sind. Auch wenn das Buch ohnehin erst für Schulkinder ab zehn Jahren empfohlen ist, sind die Tabellenbereiche, in den handschriftlich eingetragen werden soll, teilweise sehr schmal. Zumindest wenn dort mehr als das Beobachtungsdatum und Strichlisten nachgefragt werden, wird die Kinderschrift wohl kaum genügend Platz finden. Auch der Platz für eigene Fotos ist mit nur 3×2 cm so klein, dass ein Fotoausdruck unrealistisch wird.

Abbildung vom Haupt-Verlag
Abbildung vom Haupt-Verlag

Dafür ist die Publikation aber vollgestopft mit Informationen, die über das Buch weit hinausgeht, denn auf vielen Seiten lädt ein QR-Codes dazu ein, zur richtigen Stelle auf der dazugehörigen Homepage naturerleben.net zu springen und dort von dem jeweiligen Tier ein Video oder Tondokument zu sehen. Das ist wirklich mal ein richtiger Mehrwert der digitalen Technik, denn den Vogel lebendig in einem natürlichen Umfeld zu sehen und seine Stimme zu hören, kann das gebundene Buch eben doch nicht leisten. Faszinierend!

Abbildung vom Haupt-Verlag

Wie hier schon mal berichtet, habe ich mich selbst in Kindheitstagen sehr für die Krabbeltiere interessiert und wäre mit so einem Buch beglückt gewesen. In meiner Erinnerung gab es als Beobachtungstabellen aber nur die Wetterbeobachtungsblätter mit der Temperaturskala im Heimatkunde-Unterricht und Bestimmungsbücher, die ich aber dennoch verschlungen habe. Bibliophil war ich schon immer.

Mit seinen 24×26 cm ist das Buch für den Wanderrucksack recht groß, so dass ich unsicher bin, ob man das Buch wirklich bei jedem Ausflug mitnehmen wird. Anderseits wäre bei einer Verkleinerung des Formats noch weniger Platz für eigene Eintragungen. Eine schwierige Für-oder-Wider-Entscheidung. Für junge Forscher ab 10 Jahren sind die 19,90€ für dieses Buch* aber auf jeden Fall gut investiert.

Leinenhose & Konensparvariante Overlock

Kurz vor der Schwarzwaldreise, bei der ich auf strahlenden Sonnenschein gehofft hatte, musste ich nach einem Blick in der Kleiderschrank feststellen, dass das Angebot an – bequem passenden – kurzen Hosen gegen Null ging. Mit seinen bald elf Monaten wird der Sohnemann weiterhin Tag wie Nacht gestillt. Die Stillerei führt allerdings dazu, dass mein Appetit weiterhin recht
ungezügelt ist und ich gar nicht so genau wissen will, in welcher
Konfektionsgröße ich momentan angekommen bin. Bei dem Gedanken, dass mich nächsten Monat bereits der Büroschreibtisch wieder erwartet, wird mir doch etwas mulmig.

Vernäht wurde ein dunkelblauer Leinenstoff von meinem allerersten Stoffmarkt in Dresden. Eigentlich war davon sogar eine lange Leinenhose geplant, aber da hatte ich mich wohl in der Stoffmenge verschätzt. Den Schnitt habe ich kurzerhand von einer Kaufhose* abgenommen. Oben und an den Beinabschlüssen kam Bündchen dran, auch wenn
ich mich darin noch ein wenig mehr danach fühle, als wenn der Bauchzwerg
noch gar nicht ausgezogen wäre.

Wie geplant und von Dani-Ela vorgeschlagen, habe ich die Overlockkone vom letzten Stoffmarkt auf ohnehin überzählige Unterfadenspulen* aus Metall umgespult. So konnte ich 5-fädig in der Wunschfarbe nähen, ohne dass ich gleich fünf Konen lagern muss. Beim nächsten Stoffmarkt werde ich mir wohl wirklich von jeder Farbe eine Kone gönnen.

Das während einer großelterlichen Spazierfahrt des Sohnemann schnell genähte Beinkleid passt und ist sehr bequem. Unklar blieb für mich doch, warum wenige Minuten nach der Fertigstellung und der ersten Anprobe meiner sommerlichen Hose ein Wolkenbruch einsetzte, der unseren Keller flutete und in der Nachbarstadt gleich zu einer Schlammlawine führte. Heute scheint zum Glück die Sonne wieder und ich mag meine Hose sehr.

Verlinkt bei Mittwoch mag ich und dem Me-made-Mittwoch.

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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