Sieben Sachen Sonntag

Beim Sieben Sachen Sonntag habe ich noch nie mitgemacht, da die Sonntage hier blogfrei bleiben, damit die virtuelle Welt nicht mit dem so viel wichtigeren Familienleben konkurriert. Da der Mann und beide Kinder den heutigen Tag aber ohnehin in einer anderen Stadt verbringen und ich versuche die endlose 25-Punkte-Aufgabenliste in den Griff zu bekommen, darf es heute dazwischen auch mal ein bisschen Blogentspannung geben. 

Die Idee zu den 7 Sachen kommt ursprünglich von Frau Liebe – ein Blog, der leider nicht mehr öffentlich geführt wird und den ich ebenso vermisse, wie Frau Kreativberg. Nun aber wirklich zu den sieben Dingen, für dich ich heute meine Hände verwenden werde:

Der zweite Riesentopf Apfelmus muß gekocht werden, das in der gesamten Wohnung verteilte Kinderspielzeug sollte aufgeräumt werden (ich bin gespannt, wie viele der 12teiligen Regenbogenbande ich finde), die Stoffwindeln müssen dringend in die Waschmaschine, ein wenig Nähzeit wäre fein, über die gestrigen Arbeiten zur Fachwerksanierung im Vierseithof muss den anderen Familien berichtet werden, das Rezensionsexemplar der kommende Woche werde ich lesen und wenn am Abend die Familie wieder da ist, soll etwas aus dem Ernteanteil der solidarischen Landwirtschaft gekocht werden.

Nicht im Bild – die Planung und Einladung zum eigenen Geburtstag am kommenden Sonntag, der Kindersachen-Kleiderschrank, der gerade komplett ausgeräumt auf Sortierung wartet, diverse Möbel, die einen neuen Anstrich gebrauchen könnten …

12tel Blick Juli 2015 Vierseithof

Wie im Flug ist der Sommermonat Juli vergangen und es ist wieder Zeit für den 12tel Blick der Fotoaktion von Tabea Heinicker. Sah man Ende Juni noch den Dachstuhl der Neubauten auf dem Hof und die unberühte Notdeckung auf dem größten Fachwerkhaus, hat sich nach den vier Wochen dort einiges getan. Die Deckung auf der Scheune und dem Anbau ist fast komplett und beim Herrenhaus konnte mit der Dachstuhlsanierung begonnen werden.    

In diesem Monat ist der Rückblick auf die letzten zwei Jahre wohl am deutlichsten. 2013standen noch alle Gebäude vollkommen unberührt und wir hatten nach über einem Jahr Vorbereitungszeit das Gelände gerade erst von der Stadt gekauft. Letztes Jahr waren die beiden nicht sanierungsfähigen Altbauten vollständig abgerissen. Das auch die beiden verbleibenden Fachwerkbauten eigentlich nicht sanierungsfähig sind, ahnten wir damals noch nicht.

Juli 2013 &Juli 2014

In unseren beiden zukünftigen Wohngeschossen sieht es inzwischen schon ein wenig mehr nach Sanierungsfortschritt aus, wobei sich dort in den letzten vier Woche nicht viel verändert hat. Die Holzbalkendecke zum Obergeschoss ist saniert, die Fenster eingebaut, das Fachwerk geölt, mit Lehmziegeln neu ausgemauert und teilweise – in Eigenleistung – auch schon neu mit der Standölfarbe von Kreidezeit* gestrichen.

Wirklich verändert hat sich das Dachgeschoss, denn dort ist die Notbedeckung nun zum Teil abgenommen und der Dachstuhl wird saniert. Wenn man allerdings sieht, wie marode die Altsubstanz ist und vor allem wir riesig der zu sanierende Dachstuhlbereich noch ist, beginne ich an der aktuellen Einzug-Januar-2016 Aussage schon wieder ernsthaft zu zweifeln.

Selbst die Fachleute diskutieren momentan, ob ein Komplettabriss wie beim zweiten Fachwerkgebäude für den Dachstuhl nicht sinnvoller gewesen wäre, aber dafür ist es mittlerweile ohnehin zu spät und die wunderschöne Quirl-Architektur wäre dann auch weg gewesen. Im zweiten Fachwerkgebäude steht als Altsubstanz im Obergeschoss momentan nur noch ein Giebel. Bei dem habe ich allerdings um einen Eisbecher gewettet, dass er stehen bliebt.

Auch wenn der Sinnblick von blick7 dieses Jahr nicht weitergeführt wird, bleibe ich aufmerksam und freue mich heute am Freitag über folgende fünf Dinge:

Gesehen:

Ganz viele Ziegel, bei denen ich in sehr netter Frauenrunde, die jeweils zehn Jahre Lebenserfahrung trennen, Putz abgeklopft habe.

Gehört:

Viel lachen – denn auch wenn uns bei der derzeitigen neuen Kostenprognose eher zum weinen zumuten sein müsste, gibt es noch genügend Galgenhumor in der Baugemeinschaft

Gerochen:

Wassermelone und Sonnencreme, denn nachdem ich vor den 37°C (!) in meinem Büro geflüchtet bin, ging es statt in den Badesee auf die Baustelle

Gedacht:

Die Kostenspirale ist inzwischen so schwindeleregend, dass es auch mir den Nachtschlaf raubt. 

Gefühlt:

Völlig verschwitzt und die Befürchtung, dass die Fahrradfahrerei in den Sommermonaten durch die Lage auf dem Berg richtig anstrengend wird. 

2013

Prolog  [Januar 2013]

Verkauf durch den Eigentümer [Juli 2013]

Kauf des Hofes durch die Baugemeinschaft & Außenansicht der Gebäude vor der Sanierung [Dezember 2013] 

2014

Innenansicht des unsanierten Gebäudes [Januar 2014]

1. Baumaßnahme [Februar 2014]

300 Balkenköpfe in Eigenleistung freilegen [Frühjahr 2014]

Abriß Anbau & Scheune [Juli 2014]

 Unterfahrung mit neuem Fundament Altbauten [Winter 2014]

2015

Bodenplatte [Januar 2015]

Richtfest Scheune [Mai 2015] 

Richfest Anbau & Fenstereinbau [Juni 2015]

Verlinkt beim Freutag, H54F, Friday Fives und – da wir wie bei der Fachwerkölfarbe von Kreidezeit* auf ökologische Baumaterialien achten und Sanierung gegenüber Neubau ohnehin ein wichtiges Nachhaltigkeitsthema ist – bei Ei(nfach)-Na(chhaltig)-B(esser leben)

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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