Blogserie Umzug Teil 3: Jademond
Nach vier Jahren Gesamtplanungs- und Sanierungszeit ist es so weit und wir ziehen in unser Projekt Vierseithof ein. Statt der Bloggerwelt erwarten mich deshalb zur Zeit ganz viele Umzugskisten, zu kalkende Wände und zu verlegende Holzdielen. Großartigerweise haben sich einige meiner Lieblingsblogger zu Gastbeiträgen in dieser Zeit bereit erklärt und so wird es in den nächsten Wochen hier die “Blogserie Umzug” geben. Bis bald ….
Den Blog von Jademond habe ich in meiner eigenen Anfangsbloggerzeit immer mal hier und da als Querverlinkung gelesen, aber selbst hängen geblieben, bin ich erst letztes Jahr. Dafür aber nun so regelmäßig, dass ich keinen Blogbeitrag verpasse und begeistert bin, wieviel Inspiration (und Selbstreflektion) Frau Jademond versprüht. Zu meiner Umzugserie habe ich sie eingeladen, weil sie selbst mit ihrer Familie Mitte 2014 in ein eigenes Haus gezogen ist und mit ihren Lehmwänden dort einiges umgesetzt hat, mit dem wir uns auch beschäftigen.
Wie oft bist zu schon umgezogen?
9 x (Mein Heimatort ->Plauen ->Kühlungsborn ->Steffenshagen ->Hamburg ->Freiburg ->Merzhausen ->Scheyern ->zu unserem jetzigen Wohnort ->in unser Haus)
Was war deine bislang kleinste/größte Wohnung?
Die kleinste war ein ausgebauter Schuppen/Ferienwohnung, die ich mir mit einer Freundin geteilt habe in Steffenhagen an der Ostsee. Oder in Plauen während meiner Ausbildung. Ein 25qm Appartment, was ich mir mit einer Mitschülerin teilte. Ich kann grad nicht sagen, welche der beiden Wohnungen kleiner war.
Die größte ist jetzt unser Haus.
Zwischendrin habe ich auch mal eine Woche in einem Backpacker-Hotel gelebt. Und eine Woche in einem Zelt.
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| Abbildung von Jademond |
Welches Zimmer hast du zuerst und welches zuletzt ausgeräumt?
Ich glaube, ich habe sie gleichzeitig ausgeräumt. Und zwar zuerst aus allen Zimmern die am wenigsten benötigten Sachen. Und zuletzt die Küche. Die wurde immer bis zum Schluss noch genutzt.
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| Abbildung von Jademond |
Wie hast du die Kisten beschriftet?
Mit künftigem Bestimmungsort (Küche, Bad, Kinderzimmer/Name des Kindes etc) und einer groben Inhaltsangabe. Mit Edding.
Welches Zimmer war nach dem letzten Umzug zuerst fertig und welches zuletzt?
Das Schlafzimmer zuerst, weil es da nur Schrank und Bett aufzubauen gab. Das Büro ist noch immer unfertig (es fehlen Lampen). Und generell Möbel.
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| Abbildung von Jademond |
Was würdest du beim nächsten Mal anders machen?
Fällt mir gerade nichts ein. Ein Umzugsunternehmen hat sich als schlau erwiesen. Sehr Kraft- und Nervensparend für alle.
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| Abbildung von Jademond |
Hast du schon alle Kisten vom letzten Umzug ausgepackt?
Jein. Ich habe theoretisch schon alle ausgepackt, manche Sachen lagern aber tatsächlich generell in Kisten im Schuppen und werden regelmässig geöffnet und der Inhalt inspiziert. Es hat aber noch nicht so recht jedes Ding seinen Platz gefunden.
Wie sieht dein Wohntraum aus und wo wirst du in zehn Jahren wohnen?
Wir haben mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln schon einen rechten Traum erschaffen und haben nicht vor, in 10 Jahren woanders zu wohnen. Aber vielleicht haben wir dann endlich einen schönen Garten. Das wäre mein Traum.
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| Abbildung von Jademond |
Kannst du dir vorstellen in einem Tiny Houses mit wenigen Quadratmetern zu leben?
Ja. Aber nicht mit der ganzen Familie.
Hast du einen Buchtipp zu Umzug, Minimalismus oder Ordnungssystemen?
Mich hat damals „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“* von Karen Kingston sehr inspiriert. Ich weiss nicht, ob das heute auch noch so wäre. Andere Bücher zu dem Thema habe ich gar nicht gelesen
Verlinkt bei bei Mittwochs mag ich.
Vielen Dank! Im nächsten Teil dürfen wir in die Umzugskisten von Tag für Tag schauen.
Blogserie Umzug:
Rezension: Heilkräuter Rezepte für die ganze Familie: 175 Tees, Öle, Salben, Tinkturen und viele weitere natürliche Heilmittel
Mit der Hoffnung, dass auch ich später mal eine grünen Daumen entwickle, der es mir ermöglicht, wenigstens ein paar Kräuter im eigenen Garten zum Wachsen zu bringen, habe ich mich für die Neuerscheinung “Heilkräuter Rezepte für die ganze Familie. 175 Tees, Öle, Tinkturen und viele weitere natürliche Heilmittel“* aus dem Verlag Unimedica entschieden. Autorin dieser 423 Seiten starken, aber recht kleinformatigen, broschierten Publikation, die sogar mit einem Lesebändchen versehen wurde, ist die Amerikanerin Rosemary Gladstar, die als führende Kräuterexpertin vorgestellt und sogar als “Nationalheiligtum” bezeichnet wird.
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| Abbildung von Unimedica |
Das Wissen in diesem Buch wurde wohl in über 35 Jahren Kräuterpraxis gesammelt. Im Vorwort von Dr. James A. Duke heißt es: “Auch ohne Chlorophyll versprüht sie grünes Charisma, grüne Begeisterung, grüne Weisheit und eine grüne Lebenseinstellung.” Sympathisch fand ich, dass Rosemary Gladstar kein Buch für das Buchregal schreiben wollte, sondern sich ausdrücklich wünscht, dass “man es nutzt und zu schätzen weiß, dass die Seiten Eselsohren bekommen und der Einband irgendwann zerknittert.”
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| Abbildung von Unimedica |
Aufgebaut ist das Buch in neun Kapitel: Öko-logische Kräuterkunde, Ein Rezept fürs Leben, Stress und Angst bezähmen, Hausmittel für Alltagsbeschwerden, Rezepte für strahlende Schönheit, Für Kinder, Für Frauen, Für Männer und Im Alter. Es folgen zwei Anhänge mit der Kräuterapothke von A bis Z und Die Herstellung vn Kräuterheilmitteln, Den Abschluss bilden Bezugsquellen und der Index. Die Seiten wirken durch die Wahl verschiedener Schrifttypen und Schriftfarben sehr unruhig, nicht überzeugen konnte mich auch die Layout-Entscheidung hinter einige Textpassagen versetzte Farbfonds zu setzen, die eher den Eindruck erwecken, dass die Seitengestaltung beim Druck verrutscht wäre. Gefreut hat mich aber sehr, dass die Autorin gar nicht davon auszugehen scheint, dass man etwas anderes als Stoffwindelnam Baby-Po verwendet, wobei gerade dabei Windelausschlag wohl wirklich viel seltener ist, als in den Chemie-Müll-Windeln.
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| Abbildung von Unimedica |
Leider sammeln sich außerdem auch in diesem Buch wieder Zutaten, die für mich so exotisch sind, dass ich noch nie davon gehört habe.. So verlangt das “Unverwüstlichkeitselexier” Damianblätter, Astragalus und Sägepalmenbeeren und Schwarzkirschkonzentrat. Außerdem fehlt eine exakte Mengenangabe und es wird stattdessen von “Teilen” gesprochen, was für mich ungewöhnlich ist. Einige Tees sollen über recht lange Zeiträume – wie beispielsweise der Nerven- oder Kalziumtee mit 4 Monaten – getrunken werden.
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| Abbildung von Unimedica |
Wenn es einem gelingen sollte, die benötigten Bestandteile wie
Keuschlammbeeren, Herzgespannkraut oder Fo-Ti tatsächlich bekommen zu
haben, kann Man(n) und Frau für alle Lebenslagen Rezepthinweise
umsetzten. Auch für die Menopause oder das Alter gibt es Vorschläge.
Am meisten hat mir übrigens der Leitspruch der Autorin gefallen: “Was immer du tust, mach es gut und mit Freude.“
















