Freutag & Blogpause Umzug

Diese Woche wurden die letzten Blogbeiträge, die (für mich) wichtig waren, geschrieben. Nun kann der Blogschreibestift für einige Zeit zur Seite gelegt werden, denn wir ziehen tatsächlich in einer Woche in unser Projekt Vierseithof ein. Unglaublich, oder?

Ob ich in den nächsten Wochen vielleicht doch ab und zu ein (gutes) Buch in die Hand nehme, werde ich spontan entscheiden und auch die gerade laufende Verlosung wird noch abgeschlossen. Ansonsten sind aber keine weiteren Blogbeiträge von mir geplant. Lediglich auf Instagram wird noch ein bisschen Mikroblogging gemacht. Ganz still wird es aber auch hier nicht, denn ich habe ganz wunderbare Gastautoren für diese Zeit, die auch meine China-Reise abdecken wird. Das Umzug(gskisten auspacken) und mehrwöchiges Verreisen parallel laufen wird, ist schon ein bisschen verrückt.

Heute werden aber erstmal noch fünf (Umzugs)freuden gesammelt:

1.) das wir trotz der mehrjährigen Sanierungsphase auf dem Hof und vielen Helfereinsätzen, die mit uns (sehr viel) Staub bei der Entkernung geschluckt, in Sommerhitze und Winterkälte Schubkarren gefahren oder die Wände mit uns gestrichen haben, noch genügend Helfer für den Umzug bekommen

2.) dafür sogar Urlaubstage genommen werden

3.) eine Anreise aus Leipzig, Merseburg und der Schweiz erfolgt

4.) wir nun tatsächlich einen Nachmieter für die Weiternutzung des Hochbettes finden konnten

5.) Der Kurzbesuch eines Wohnungsinteressenten-Vermittlers aus dem Kollegenkreis diese Reaktion brachte “Eure Kinder und Euer Umgang miteinander haben mich – auch in der Kürze des Besuchs – sehr beeindruckt.” – das hinterlässt ein sehr warmes Gefühl, denn wir wissen, dass wir gerade auch unseren Kindern in letzter Zeit viel zugemutet haben

Verlinkt beim H54F, Friday Fives und dem Freutag.

Rezension: Stoff für Nähabenteuer: Projekte und Schnittmuster

In einem neuen Nähbuch, wie “Stoff für Nähabenteuer: Projekte und Schnittmuster“* zu blättern, das erst im letzten Monat ganz frisch auf die Buchhandlungstische gekommen ist, gehört momentan ja fast schon zu den selbst bestrafenden Tätigkeiten. Wie gerne würde ich mich ganz in Ruhe an die Nähmaschine setzen, statt weitere Umzugskisten zu packen. An das auspacken, möchte ich noch gar nicht denken. Aber zurück zum Buch.

Abbildung von Haupt

Die als broschierte Ausgabe zunächst in Belgien publizierte Veröffentlichung gehört in die Reihe “erfolgreiche Blogger schreiben ein Buch”. Dahinter steht Lies Bottermann, die auf Oon bloggt und Griet de Smedt, die auf emma en mona schreibt. Beide haben sich das Nähen selbst beigebracht und sind damit reine Autodidakten. Sowohl das Bloggen wie auch der Nähmaschinen-Kauf lag nach Angaben im Vorwort nur drei Jahre vor der Buchveröffentlichung. Erstaunlich, oder?

Abbildung von Haupt

Der lockere, teilweise familiäre Bloggerschreibstil durchzieht das gesamte Buch und man fühlt sich als Blogschreiberin gleich ein bisschen “zu Hause”. Wenn ich vorher gelesen hätte, dass man gar nicht vom Profi abschauen kann, bin ich mir nicht sicher, ob ich das Buch wirklich gekauft hätte. Dabei hätte ich aber so einiges verpasst, denn obwohl sich das Buch an Einsteiger richtet, ist es in den 15 Nähprojekten deutlich anspruchvoller als erwartet.

Abbildung von Haupt

In den Projekten, wobei dem Buch die Schnittmuster direkt beigelegt sind und nicht erst mühsam runtergeladen werden müssen, entstehen zahlreiche Kleidungsstücke. Neben Mützen für die Kinder gehören das auch eine Stola und verschiedene Taschen. Alle Projekte haben dabei so ausführliche Schritt-für-Schritt-Anelitungen, dass man das Gefühl hat, direkt neben der Nähmaschine zu sitzen. Beachtenswert finde ich dass es gleich 25 Kleider in nur einem der 15 Projekte gibt, denn es werden fünf jeweils zu kombinierende Ober- und Rockteile vorgestellt, die alles andere als Anfänger-banal sind. Da gibt es Paspeln, Rüschen, Volontkragen und sogar aufwendig aussehende Faltungen. Ich überlege sogar, ob aus diesem Buch das Kleid für die Einschulung der Tochter entsteht.

Abbildung von Haupt

Etwas überraschend sind Studioaufnahmen, bei denen man teilweise das Gefühl hat, dass der Fotograf mehr als nur die reine Abbildung der Nähergebnisse wiedergeben wollte. So viel Bewegung und Choreographie habe ich lange nicht mehr in einem Nähbuch gesehen. Allerdings sind ausgerechnet die Aufnahmen aus dem Technikteil sehr klein geraten. Sich auf das Nähabenteuer mit diesem Buch einzulassen, wird sicherlich mit überzeugenden Ergebnissen belohnt. Mein Praxistest wird auf jeden Fall folgen – nach dem Umzug.

 

amberlights Rezensionsportal

Umgesetzte Nähprojekte:

Einschulungskleid, Kleid Variante 3: Kleid mit Paspel, S. 78/79, Gr. 128

Über mich

Kreativtagebuch einer Kunsthistorikerin mit (Ehe)Mann, drei Schulkindern (01/2010, 07/2013 und 09/2017) im Projekt Vierseithof (*1768) in Dresden wohnend, gerne die Welt bereisend.
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